Veröffentlicht am

Tariq Ali – Re-imgagining Socialism

Im Gespräch mit Amy Godman auf democracy now! spricht sich der britische Autor Tariq Ali für eine Enttabuisierung des angstbesetzten Themas Sozialismus in der politischen Diskussion in den USA aus. Die bolivarische Bewegung in Süd-Amerika sei beispielhaft  auch  für die Aktivistenszene in den USA, dahingehend,  richtungsweisende Veränderungen wie beispielsweise ein verstaatlichtes Gesundheitssystem, durchzusetzen .

Auch Noam Chomsky appelliert immer wieder  an die Bürgerrechtler seines Landes, sich ihres Gestaltunspotentials bewusst zu werden . In einem Interview (Oktober 2008) mit Jason Francis (Das Demokratie Defizit – Interview mit Noam Chomsky Teil I Teil II) antwortete er auf die Frage:

Was können wir hier in den USA tun, um die Entwicklung einr echten Demokratie zu befördern?

NC: Wir sollten gleich morgen mit konkreten Demokratisierungsschritten anfangen. Es ist einfach lächerlich, zu behaupten, dass wir in dem reichsten, freiesten und mächtigsten Land der Welt unfähig sein sollten, das zu erreichen, was arme bolivianische Bauern geschafft haben. Natürlich schaffen wir das. Aber dazu gehört Engagement, Tatkraft, Hingabe, der Abschied von Illusionen, der Verzicht auf Propaganda, die Entwicklung echter Volksbewegungen und die Forderung nach Rechenschaftspflicht der politischen Führung. Entwickeln Sie Ihre eigenen Programme und setzen Sie sie politisch durch, damit sie realisiert werden. Wenn jemand vom Mars aus beobachten würde, wie die Bolivianer das schaffen und wir hier sagen, dass wir das nicht könnten, dann würde er sich darüber kaputtlachen. Natürlich können wir das schaffen, aber von nichts kommt eben nichts.

Werbeanzeigen