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Kurzes statement zum Thema Internetzensur

nur um die Verwirrung komplett zu machen

Was mich persönlich am meisten schockiert bei der ganzen Stopschild-Sperr-Geschichte ist das, was tatsächlich passiert ist, im so genannten Kampf gegen Kinderpornographie. Die Täter werden nun mit einem Stoppschild gewarnt und wissen, ups, hier ist es nicht mehr so sicher, treiben wir unsere Schandtaten woanders. Die Kinder werden ihren Peinigern also tatsächlich noch mehr ausgeliefert. Dies ist der eigentliche Skandal von dem schon bald keiner mehr sprechen wird und das ist es auch, was ich persönlich Frau v. d. Leyen und allen die für dieses Gesetz gestimmt haben, vorwerfe.

Was nun die Zensur betrifft: Diese kann von jedem x-beliebigen IT Unternehmen im Auftrag wiederum jedes x-beliebigen IT-Unternehmens selbst durchgeführt werden. Ferner können jederzeit Daten aus Archiven vernichtet oder verändert, verfälscht werden,  die websites von NGO`s können von neuen webmastern aufgepeppt werden usw. Wie gesagt, die Methoden sind mannigfaltig.

Wenn wir Menschen nun politisch nur noch aktiv werden um für die Freiheit des Internets zu kämpfen, dabei aber außer Acht lassen um was es wirklich geht, nämlich darum eine menschwürdige, gerechtere und lebeswerte Gesellschaft zu gestalten, eine demokratische, sich an den Menschenrechten orientierende Gesellschaft, dann haben wir leider alles verloren.

And the winner takes ist all…

Abschließend noch ein Lied von meiner Freundin Buffy und ja, vielleicht bin ich ein Blumenkind, ich liebe Blumen.

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5 Antworten zu “Kurzes statement zum Thema Internetzensur

  1. aebby

    Du bringst es auf den Punkt, mein erster Beitrag zu diesem Gesetz, lange bevor der große Widerstand begann, trug die Überschrift „Schützt die Täter“ 😦

    http://www.aebby.de/wordpress/2009/02/14/schutzt-die-tater/

  2. Danke Aebby, ja ich erinner mich das bei dir gelesen zu haben. Die Desinformationskampagnen und die Inkompetenz der Politiker haben aber leider verhindert, diese Info aufzunehmen. Ich untersetelle zumindest Frau v.d.L. nicht dass sie mutwillig die Kinder ans Messer liefert, ich bin sicher sie konnte nächtelang nicht mehr schlafen weil sie die schlimmsten Filme zu sehen bekam, die sie dann ja auch noch den Kollegen vorführte. Wer aber sowenig in der Lage ist, sich wirklich sachkundig zu machen und eingehende informationen abzuwiegen und zu prüfen, darf unmöglich ein so verantwortungsbeladenes Amt ausüben!

    Um die Kinder schert sich bald kein Schwein mehr, der Wahlkampf aber wurde kräftig angeheizt..Und alle Seiten meinen sich profilieren zu können

    Könnte nur noch kotzen…

  3. Ich habe mich, wenn ich es recht bedenke, sehr wenig dazu geäußert. Ich habe wenig Ahnung vom Internet, das ist kein großes Geheimnis. Vielleicht liegt es daran. Was aber auch zutrifft: die ganze Sache ist für mich persönlich so verworren, ich verstehe manche Dinge überhaupt nicht, auch nicht die Chuzpe der Leyen, dass ich nicht wüßte, wo ich zum Kotzen beginnen soll. Vielleicht ist die öffentliche Entrüstung auch daher so spärlich, weil man es so schwer begreift. Ich bin sicher ein kritischer Mensch, und ich weiß, dass dieses Gesetz gerade uns Oppositionelle in Wort und Schrift zusetzen wird, ich bin dagegen, aus voller Überzeugung, weil ich mir vage die Folgen vorstellen kann. Aber mir fehlt dazu das nötige technische Wissen, um wirklich zu begreifen, wie das alles von sich gehen wird.

  4. Pingback: Aus Opferschutz wird Lynchjustiz und alles bleibt beim Alten « Geheimrätin's Blog

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