Weil wir wirklich wichtigeres zu tun haben

und um das hier auch nochmal zu dokumentieren, poste ich hier jetzt den link, den ich heute im Spiegelfechter Kommentarbereich gesetz habe, zu  einem Artikel von Elke Wittich, über jene Kräfte, die beim Entstehen der schwedischen Piraten wohl ordentlich mitgemischt haben:

Der Nazi und die Piraten

Carl Lundström, so heißt der Mann, dessen Konterfei nicht mit aufs Soli-Shirt durfte, ist in Schweden kein Unbekannter. Nicht nur, weil er als einer von fünf Erben des Wasa-Konzerns zur Wirtschafts-Elite des Landes zu rechnen ist – der Multimillonär ist ein ausgewiesener Rechtsradikaler. Im Jahr 1986, Pirat Nummer 4 war damals 26 Jahre alt, stand er deswegen sogar vor Gericht, nachdem er gemeinsam mit Skinheads in der Stockholmer Innenstadt ausländische Straßenmusiker angegriffen und einen Chilenen verletzt hatte. Das Opfer identifizierte ihn später als den Wortführer der Gruppe – Lundström war zu diesem Zeitpunkt Mitglied Nummer A1465 der militant-rassistischen Inititative „Bevara Sverige svensk“ (grob übersetzt: Schweden muss schwedisch bleiben). In der Folgezeit engagierte sich der Knäckebrot-Erbe bei verschiedenen rechten Parteien und Gruppierungen, finanzierte unter anderem die schwedischen Nationaldemokraten und investierte gleichzeitig in IT-Unternehmen seines Landes, neben einem Online-Fußballspiel-Anbieter und einem Telefonunternehmer eben auch in Pirate Bay.

sieh auch: Carl Lundström Wiki

Ich finde es sollte sich einfach jeder über diese Hintergründe bewusst sein, allen voran die Piraten selbst, denen ich hier ganz sicher keine kollektive braune Gesinnung unterstelle. Auch ist leider nicht zu verleugnen, dass auch in Deutschland zahlreiche sogenannte „Nationaldemokraten“ und diverse Kameradschaften sich für die Piraten ins Zeug legen.

weitere links:

Eifelphilosoph: Piratenpartei … der braune Wolf im Schafspelz?

[…] Heise meint, das kann ja gar nicht sein, die Piratenpartei rechtsextrem?

Eifelphilosoph meint: doch, das kann sein.

Ich war ein Jahr lang Gast im Forum der Piratenpartei unter dem Pseudonym „Philosoph“ und bin dort ganz
offen aufgetreten als das, was ich auch wirklich war: ein interessierter Wähler … mit einigen Fragen.

Nach einem Jahr habe ich mich davon abgewandt, weil mein Eindruck dem einer anderen Piratin vollkommen
entsprach: weiterlesen

Indymedia: Autonome Nationalisten in Piratenpartei

Autonome Nationalisten aus Soltau in der Lüneburger Heide haben versucht sich für die Piratenpartei als Direktkandidaten für die Bundestagswahl im September aufstellen zu lassen. Hier einige Hintergründe und der Aufruf an Alle die Unterwanderung der Partei durch Nazis zu verhindern.

Ich habe gerade mal das Wiki der Piratenpartei durchstöbert und bin dabei auf die Wiki-Seite des Wahlkreises 36/Rotenburg 1/Soltau-Fallingbostel gestoßen. Dort haben regional bekannte autonome Nationalisten versucht, sich als Direktkandidaten zur Bundestagswahl aufstellen zu lassen.

Mir ist bewusst, dass viele Leute (hier) das Parteiensystem grundsätzlich ablehnen und damit auch die Piratenpartei ablehnen, da sie sich in diesem bewegt und versucht, sich dort zu etablieren. Auch ich sehe viele Dinge, die im Parteiensystem verändert werden müssten – aber darum geht es in diesem Artikel nicht. Es geht darum, dass Rechtsextremisten versuchen, die Piratenpartei zu unterwandern, um unter ihrem Deckmantel vielleicht zu politischer Verantwortung zu kommen. weiterlesen

Ansonsten geht es jetzt wirklich um wichtigere Dinge, Europa rüstet auf, innen wie außen,  die Kriege werden ausgeweitet, täglich krepieren unzählige Menschen vor unseren Augen an Hunger und Krankheiten die geheilt werden könnten,  die Umwelt steht kurz vor dem Kollaps, Menschen verarmen, die prekären Lebensverhältnisse nehmen zu und der Faschismus ist auf dem Vormarsch.

Was wir brauchen,  ist ein radikaler Kurswechsel und keine endlos Diskussionen über Piraten.  Was deren Themenschwerpunkte betrifft, so gibt es zahlreiche Initiativen wie bspw. die AK Zensur die hier großartige Aufklärungsarbeit leistet, auch in den diversen Parteien wie u. a. in der Fraktion die LINKE wird und wurden diese Themen ausreichend behandelt (siehe z.b hier: Zugangserschwerungsgesetzes im „Kampf gegen Kinderpornographie) (nur um das hier auch mal bekannt zu machen!)

Themenverwandte Blogbeiträge:

Lieber Pirat

Wir werden siegen!

Spiegelfechter lesen!

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Mehr als 37 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht

vor Krieg, Umweltzerstörung, Hunger und Elend.

boatpeople

Bild aus UNHCR Bericht

Die Zahl der Flüchtlinge weltweit hat mit über 37 Millionen einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus dem Jahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hervor, den die Organisation am Dienstag (17.6.2008) in Genf vorlegte. „Wir sehen uns derzeit mit einer komplexen Mischung globaler Herausforderungen konfrontiert“, sagte UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres. Als Gründe für die steigenden Flüchtlingszahlen nannte er neben Kriegen die Auswirkungen des Klimawandels und die explodierenden Lebensmittelpreise. „Diese Faktoren könnten zu einer steigenden Zahl an Vertreibungen führen“, so Guterres weiter.

Quelle

Eines der sogenannten „Flüchtlingsinternierungslager“ indem Menschen die ihr Heimatland aus o.g. Gründen verlassen müssen und hier zwangsinhaftiert werden, befindet sich auf der griechischen Insel Lesbos.  Unter den Menschen, die das zweifelhafte Glück haben, hier lebend ans europäische Land gespült und wie Schwerverbrecher oder Schlachtvieh eingepfercht zu werden,  befinden sich auch zahlreiche Kinder.

Im Blog annalist von Anne Roth wurde ein Brief von 300 Jugendlichen verlinkt, die darin ihre Zwangslage schildern und um Hilfe bitten:

Neben Erwachsenen sind viele minderjährige Flüchtlinge dort interniert (Bilder). In einem Brief beschreiben 300 Jugendliche ihre Situation und bitten um Hilfe. 150 Jugendliche und Kinder haben nach aussichtslosen Protesten gegen ihre Situation am 18. August einen Hungerstreik begonnen. Sie leben alle in einem Raum, auch Kinder unter 14 Jahren. Die medizinische Versorgung ist mangelhaft, viele müssen auf dem Boden schlafen, für 100 Personen gibt es eine Toilette. Elementare Grundrechte wie auch das Recht auf Schulbesuch werden auf Dauer verletzt. Die Kinder und Jugendlichen fordern, aus dem Lager entlassen zu werden.

Auch 2 youtube Filme im Blogbeitrag  zeigen die bedrückende Situation im Lager.

http://annalist.noblogs.org/post/2009/08/26/griechenland-h-lt-kinder-in-fl-chtlingslager-gefangen

weiter links zum Thema:

Call in German

UNHCR Bericht (engl.)

Indymedia:Hungerstreik minderfährige Flüchtlinge Lesbos

save me – kampagne

SPD ganz abwählen! LINKE stärken und die Grünen mit ins Boot holen

An Dreistigkeit kaum zu überbieten, was der ehemalige Sozialdemokrat Müntefering nach den Landeswahlen heute verlauten ließ:

SPD im Aufwind!

auf der Bundesebene keinen Parteienzusammenschluss zwischen SPD und LINKE

siehe Interview mit Klaus Kleber

Die feiern sich hier als Sieger, ist das noch zu fassen!

Genossen, es ist an der Zeit die SPD endlich abzuschreiben! Ich fordere alle wahren Sozialdemokraten auf, bei der Bundestagwahl nur noch die LINKE zu wählen. Die SPD muss erstmal ganz raus hier! Irgendwohin auf Selbstfindung.  Denn wer sich selbst und seine Wähler so dermaßen ans Messer liefert, darf auf keinerlei Sympathien mehr hoffen.

Die Grünen sollten sich besinnen, bevor es auch für sie zu spät ist. Die Basis muss sich einmischen und die Oberen an ihre Ursprünge erinnern. Die LINKE sollte sich in puncto Umweltschutz mit den Grünen einigen, keine Kohlekraftwerke, 100 Erneuerbar ist machbar! Die Grünen mögen sich wieder auf Friedenspolitik besinnen und kapitalistische Tendenzen zugunsten einer gerechten Sozialpolitik überwinden. Hier müssen sie sich den LINKEN annähern und von ihnen lernen, sonst kann es keinen wirklichen Richtungswechsel geben.

  • Für Frieden und Abrüstung
  • weg mit Hartz IV
  • keine Ein-Euro-Sklaverei
  • 10 Euro Mindestlohn
  • gegen Rente mit 67
  • für eine internationale Wirtschafts-und Finanzreform
  • und eine  Steuerreform durch Umverteilung von oben nach unten…

dafür steht die LINKE

und diese Ziele müssen und können (!) umgesetzt werden. Nichts anderes als einen radikalen Richtungswechsel brauchen wir, um diese Welt noch vor dem Untergang zu retten. Wer die FDP wählt, wählt den Untergang.

Mein Wort zum Sonntag, bzw. Montag

Wenn fehlender Sachverstand gekauft werden muss

Wozu brauchen wir dann überhaupt noch Politiker? Justizminister? In Krisenzeiten sollten wir uns diese Mehrkosten doch wirklich schenken. Ich plädiere für ein noch effektiveres „Change Management“! Was hindert und daran,  das Wahlrecht  gleich dahingehend zu reformieren, in Zukunft unsere Stimme direkt den diversen Rechtskanzleien, Konzernen und Lobbyisten in die Urne zu werfen? Wäre das nicht der erste Schritt hin zu einer direkten Demokratur?

Dann brauchen wir uns auch über die  Briefköpfe auf unseren Todesurteilen keine Sorgen mehr zu machen, sondern können unsere Henker selbst und direkt wählen.

Linklaters, Roland Berger, Bertelsmann, Blackwater, Chiquita, Monsanto, Bayer, BASF, Daimler, Heckler und Koch, Deutsche Bank, ….wenn das keine Pluralismus ist!

Berlin: (hib/HLE) Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die Vergabe eines Auftrages für ein Bankenrestrukturierungsmodell an die Rechtsanwaltskanzlei Linklaters verteidigt und den Vorwurf des Lobbyismus zurückgewiesen. Rechtsanwältesind ein unabhängiges Organ der Rechtspflege“, sagte zu Guttenberg in einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie am Mittwochabend. Das Grundkonzept für den Gesetzentwurf stamme von seinem Ministerium. Die Kanzlei habe genaue Vorgaben bekommen und diese auch umgesetzt. Dass der Briefkopf der Kanzlei auf dem an die anderen Ministerien verschickten Gesetzentwurf gewesen sei, habe ihn allerdings ”nicht erfreut“, sagte der Minister.Guttenberg erklärte, sein Ministerium habe vor der Vergabe des Auftrags an Linklaters auch bei mehreren anderen Kanzleien angefragt. Linklaters habe nicht nur das günstigste Angebot gemacht, sondern andere Kanzleien seien auch durch Aufträge von anderen Ministerien gebunden gewesen. Der Wirtschaftsminister erklärte, sein Ministerium verfüge zwar über Top-Juristen, aber nicht über das Fachwissen für diesen Bereich.

Selbst das Justizministerium habe diese Kapazitäten nicht gehabt und Rat von außen einholen müssen. Guttenberg wies darauf hin, dass es in den Ressortgesprächen zwischen Wirtschafts- und Justizministerium über die Bankenrestrukturierung keine Einigung gegeben habe. Das Justizministerium habe an einem eigenen Entwurf gearbeitet. Ziel seines Ministeriums sei es gewesen, eine Lösung zu finden, die eine nachhaltige Sicherung der Finanzmarktstabilität ermögliche und sich unterhalb der Schwelle einer Enteignung bewege. Es bestehe weiterhin eine ”unbedingte Handlungsnotwendigkeit“, zu einer dauerhaften Lösung zu kommen. Dass das Justizministerium inzwischen einen eigenen Entwurf präsentierte, begrüßte zu Guttenberg ausdrücklich.

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