Wenn Pazifismus blind macht

Nein, keine Sorge, ich bin nicht über Nacht zu einer Kriegerin geworden. Es geht mir wie immer um die Einseitigkeit der Berichterstattung. Wir hören viel von Piraten, von Entführungen und  einem Flottenaufmarsch vor der Küste Somalias. Von was wir aber kaum noch etwas hören und viele von uns auch nichts hören wollen, ist von der Tatsache,  dass in Somalia die Menschen am Hungertod krepieren.  Selbstvertändlich bedingt durch den räuberischen Marktradikalismus der Industriestaaten, allen voran der EU. Europäische Raffgierindustrie Schiffe fischen vor den Küsten Somalias die Ozeane leer und Piraten verdienen Unsummen an Lösegeld für gestohlenes Frachtgut. Leider aber sehen von diesen Unsummen die hungernden Somalier keinen Cent. Sie hungern weiter und werden aktuell einzig und allein durch das Uno-Welternährungsprogramm am Leben gehalten.  Doch auch diese UNO- Schiffe sind den Attacken der Piraten ausgeliefert.

Jean Zieler nimmt sich dieses Themas in seiner aktuellen Kolumne in der workzeitung.ch  an:

Somalia zahlt für konfuse Pazifisten

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Bitte Petition Abschaffung der Sanktionen nach § 31 SGB II nicht vergessen!

Ist heute wichtiger denn je!

Wir sollten uns nun  gleich zu Beginn der neuen Legislaturperiode mit gebündelten Kräften  gegen weitere Entrechtungs und Repressionsmaßnahmen stellen.

Aktueller Stand der Mitzeichner: 2709 (!?) Kann das wahr sein? So wenige?! Mein Gott, es kann jeden von uns treffen!

Deadline: 28.10.2009

An alle Blogger, bitte verlinkt diese Petition ! Hier geht es um Menschenleben! Um Leben oder Tod.
Also wer noch nicht gezeichnet hat, los!  Schon morgen kann es Dich treffen und wer  erst am Boden liegt und sanktioniert wird, kann sich kaum noch zur Wehr setzen.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=6785

Wie sich die gemeingefährliche Bertelmannstiftung an unseren Kindern vergreift

wird im Blog Kinderwarte wieder einmal anschaulich beschrieben:

Auf Bewährung

[…]

Die Welt: es gibt nur eine Sache, die zählt: Wettbewerbsfähigkeit.

Die Moral:  ( nur) wer viel leistet, ist gut.

Die Regeln: das gilt für alle, auch für kleine Kinder, immer.

Die Auflagen: die Kinder dieser neuen Welt anzupassen.

Der deprimierte Entlastungszeuge wird aus dem Gerichtssaal geführt: es ist der alte gemütliche Herr Bildung, der immer etwas durcheinander war, nicht  immer greifbar, aber gelassen und klug. Man kann sich nicht mehr auf ihn berufen, es gibt überhaupt keine Berufung mehr. (siehe dazu: Richard Münch: Globale Eliten, lokale Autoritäten, Bildung und Wissenschaft unter dem Regime von PISA, McKinsey & Co., editon suhrkamp und Konrad  P. Liessmann, Theorie der Unbildung, Paul Zsolnay Verlag).

Das Urteil lautet: ihr genügt nicht. Ihr  habt keine Ziele. Ihr lasst die Kinder im Regen stehen. Ihr habt falsche Ideale. Ihr sollt die Kinder fit machen für die Zukunft! Und was die Zukunft ist, erklären wir Euch. Wir  schicken euch Experten für eure Ziele, den Zweck und die Zukunft.

Damit wird die Rechtschaffenheit ( was für ein tolles Wort!) abgeschafft und durch Effektivität ersetzt.

Erzieherinnen im Kindergarten werden ab sofort ständig an ihre Bewährungsauflagen erinnert. An jedem Elternabend  taucht jetzt die Frage zur Schulvorbereitung auf. Fast alle neuen Eltern  wollen Auskünfte über die Begabungsförderung. In jedem neuen Fachbuch taucht im Titel der Begriff “Bildung” auf. ( Der Begriff “Fürsorge” muss unter Denkmalschutz gestellt werden, damit in zehn Jahren noch jemand weiß, was er bedeutet hat.) Teile der Schulverwaltung  benennen sich um in “Bildungsbüro”. Diverse andere “Bildungsbüros” entstehen wahrscheinlich nicht nur wie  in Paderborn, wo Bertelsmann den Markt der Kindergärten sondiert hat und in den Kindergärten und Verwaltungen unbehelligt  spazieren gegangen ist. Die Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule wird  hoch und höher gehängt und soll über Projektförderung des Landes NRW endlich auch räumlich zusammen wachsen. Irgendein Experte beschreibt denÜbergang von Kindergarten zur Schule als hochgradig angstbesetzt ( ernsthaft! ) bei den Kindern und deshalb muss endlich der Kindergarten an die Schule ( nicht umgekehrt!).

Diese “Experten” sind die Bewährungshelfer und Denunzianten zugleich. Sie sorgen dafür, dass das Unbehagen bleibt und immer stärker wird: man kann den alten und neuen Ansprüchen nicht gleichzeitig genügen. Es gibt nur ein Hier und Jetzt. Das heißt, wenn das Wetter schön ist, gehe ich entweder mit dem Bollerwagen auf den Spielplatz oder ich übe die richtige Stifthaltung oder gebe  Yogaunterricht oder praktiziere musikalische Früherziehung. Und die Erzieherinnen werden  in die Pflicht genommen und überwacht: die ” Bildung” muss dokumentiert werden, nicht das Glück der Kinder oder ihre Abenteuer. Es heißt nicht ” Abenteuerbericht” oder “Gummistiefelgeschichten”. […] weiter zum Artikel

Das schlimme ist ja, dass sich dieses Menschenbild der Bertelmänner mittlerweile derart massiv in die Köpfe der Menschen in diesem Land eingeprägt hat, dass kaum noch jemand auf die Idee kommt, dieses überhaupt noch in Frage zu stellen. Ich erlebe das täglich in meinem eigenen Umfeld und bin darüber mehr als schockiert. Kaum einer scheint sich noch daran zu erinnern, dass Kinder aus sich heraus wissensdurstige und lerneifrige Menschen sind. Dass Kinder vor allem  Fürsorge, Liebe, Halt,  Stabilität und Freiräume brauchen um ihre ureigene Potentiale freisetzten zu können, dass Kinder Künstler sind und kreative Wesen, die mit einen unerschöpflichen Schaffensdrang ausgestattet sind.

Es wird einfach ausgeblendet, dass die Ideologie dieser Bertelmänner gerade alles dran setzt, eben diesen Halt und die Stabilität innerhalb der Familien zu vernichten.

Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass wir für unseren Jüngsten einen Kindergarten gefunden haben, der mit dieser Menschenvermarktungsideologie nichts zu tun hat.

Also dann eben nochmal

100blogs_02Warum ich DIE LINKE wähle

Bereits seit letzten Dezember bekenne ich mich offen hier in meinem Blog und auch auf duckhome zur Linken.  Ich bin weder Parteimitglied noch habe ich bislang allszuviel mit der Linken zu tun gehabt. Weil ich mich nun aber auch noch bei der Last Minute Aktion 100 Blogs für die Linke beteiligt habe, wiederhole ich hier nochmal einige der wichtigsten Punkte, für die die Linke steht, und weswegen ich sie wähle.

viele weitere wichtige Punkte siehe hier:

Gesamtes Bundestagwahlprogramm auf einen Blick

Wie es um uns und unsere Welt beschaffen ist, habe ich hier beschreiben. Es liegt auf der Hand, dass nur jeder einzelene durch seine eigene Lebensweise dazu betragen kann, dass sich auch politisch irgendwann mal tatsächlich etwas ändert und ein Kurswechsel zum Tragen kommt. Die einzige Partei, die sich aktuell für diesen Kurswechsel vom Marktradikalismus hin zum Humanismus einsetzt,  ist die Linke. Deswegen wähle ich sie.