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Dunkle Tage

Ja, auch ich gebe zu, daß ich zwischenzeitlich noch der Illusion unterlag, die letzten Grünen mit sozialem Gewissen an der Basis,  könnten zumindest auf Länderebene die Option einer rot/totrot/grünen Koalition ergreifen und möglicherweise sogar wieder zu ihren Ursprüngen zurückfinden und zumindest versuchen, in dieser Konstellation endlich doch noch an einem  Kurswechsel zu stricken und wieder Politik für Menschen zu machen.

Auf Bundesebene war diese Option  ja von vornherein ausgeschlossen, die 20 Prozent der Ex-Sozen fehlten den echten Sozialdemokraten für die Option einer neuen rot/grünen Koalition, sodass nun Gelb-Schwarz als logische Konsequenz den Kurs der Wegbereiter unbeirrt und mit beschleunigtem Tempo weiter fahren darf.

Nun geht es darum, den nächsten Raubzug noch schöner zu verpacken und dann ganz bürgerlich, freiheitlich und progressiv, weitere Existenzvernichtungsmaßnahmen  durchzusetzen. Das gemeine Volk wird also erstmal ordentlich aufgemsicht und aufgehetzt,  gespalten und aufeinander los gelassen. „Kämpft um die letzten Brosamen die wir euch in die Arena geworfen haben! Macht euch gegenseitig den Gar aus! Kämpft für das Recht der Stärkeren und Klügeren, kämpft gegen Schwächere und und gegen all die unproduktiven Mitesser!“

Derweil macht es sich der eine oder andere auf der Zuschauertribüne gemütlich, hat sich Popkorn und Cola mitgebracht und kommentiert sachlich und differenziert das Spiel. Nimmt distanziert auch Anteil an dem einen oder anderen besonders gebeutelten Einzelspieler, jenem der durch die Willkür und brutale Gewalt eines weiteren  Einzelkämpfers  k.o. geschlagen wurde, welcher seinen Schlag nun seinerseits durch Sachzwänge legitimiert, denen er Folge zu leisten hatte. Der Zuschauer ruft sogar noch nach dem Schiedsrichter, fordert die rote Karte oder gar eine Modifizierung der Spielregeln und hofft unterdessen auf Verlängerung, denn sein Popcorn ist noch lange nicht gegessen. Im Zweifelsfall und wenn es ihm hier zu stürmisch wird, nimmt er seine Tüte wieder mit nach Hause und sieht sich das Spiel dann dort in der TV-Übertragung an, gemütlich in seine warme Wolldecke gehüllt.

Kalt und rauh  ist der Wind und dunkel sind die Tage.

Dunkel sind auch die Tage für viele Menschen in New York –

ein kurzer Blick in den sogenannten „freedom tunnel“ mag uns verdeutlichen, wohin auch hier zu Lande die Reise für immer mehr Menschen gehen soll , wenn es nach dem Willen unserer deutschen Freiheitsstatue geht.

Dark Days

Dark Days is a documentary made by Marc Singer, a British filmmaker. The film follows a group of people living in an abandoned section of the New York City underground railway system, more precisely the area of the so called Freedom Tunnel. When he relocated from London to Manhattan, Marc Singer was struck by the number of homeless people he had seen throughout the city. Singer had befriended a good number of New York’s homeless and later, after hearing of people living underground in abandoned tunnel systems, he met and became close to a group of people living in The Freedom Tunnel community stretching north from Penn Station past Harlem. After living with them for a number of months, he decided to create a documentary in order to help them financially. The film’s crew consisted of the subjects themselves, who rigged up makeshift lighting and steadicam dollies, and learned to use a 16mm camera with black & white Kodak film. Singer himself had never been a filmmaker before, and saw the production of Dark Days as a means of gaining better accommodation for the residents of the tunnel. The post-production process took years, as financial difficulties created delays, as did Singer’s insistence of creative control to protect the tunnel residents.

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