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Vom Sinn und Unsinn des Bloggens

soll dieser Beitrag nicht handeln. Annäherend soviel sei gesagt.  Darüber hinaus, mag natürlich jeder das denken, was ihm in den Sinn kommt.

Ganz allein ging Herr Keller zum Arbeitsamt, am frühen Morgen. Seine Fahne hatte er zu Hause liegen gelassen, er wollte nicht auffallen. Ein Pläuschchen mit der Nachbarin im Treppenhaus  schenkte ihm den letzten Schliff, mit welchem er alsdann seinen Sachbearbeiter verblüffte. Auf schwäbische Art.

Der Arbeitsberater hatte verstanden. Er hatte es hier mit einem ganz schweren Fall zu tun. Wie sollte es ihm je möglich sein, diesen zu managen, bei dem mickrigen Gehalt, dass man ihm dafür in Aussicht stellte?! Nein, Manager sollten auch Managergehälter kriegen. Er ließ den Mann also laufen.  Bis zum nächsten Termin blieb noch ein wenig Zeit, um im Netz zu surfen. Der Arbeitsberater klickte sich durch seine Favoriten, während er  noch ein Schlückchen kalten Kaffe schlürfte und sich dann, so kurz vor Zehn seinen nächsten Fall vornahm.

Beliebige Gedanken werden getwittert, dachte er noch. Gebloggt wird was bewegt. Einen auch mal aus dem Sessel schleudert und mitten hinein, in den aus altrömischen Schläuchen kredenzten Wein. Splosh, Splash, Sprinkle.

„Guten Morgen Herr Hinkel“, grüßte er gedankenverloren, „welches Schweinderl hättens denn gern?“…

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