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Dinkelmedizin

Unser lieber, grundgütiger Hund lebt wieder! Nachdem er am vergangenen Montag spontan zusammengebrochen war und danach nur noch wie ein Besoffener torkelte, sich erbrach u. nichts mehr fressen und trinken wollte,  stellte der Tierarzt, der ihn am späten Abend noch notbehandelte, hohes Fieber und eine Virusinfektion fest. Unsere Haustierärztin bestätigte dann am drauffolgenden Tag nach einer Blutuntersuchung ein akutes Nierenversagen und meinte, sie könne ihm zwar noch Infusionen geben, wisse aber nicht ob das überhaupt noch Sinn machte und man ihn nicht besser gleich einschläfern sollte.  Wir kratzten also erstmal das ganze Kindergeld zusammen, ließen ihm die Infusionen geben und verabreichten ihm zudem noch Antibiotika und ein homöopathisches Mittel für die Nieren, das ihm sichtlich gut tat. Seit gestern frisst u. trinkt er endlich wieder richtig und schafft auch den Treppenab-und aufstieg wieder ohne zu torkeln und abzustürtzen. Und heute waren wir erstmals sogar wieder drüben, auf den grünen Hügeln und er sprang dort sichtlich vergnügt über die Wiesen.

Nun müssen wir natürlich zusehen, wie wir das „zweckentfremdete“ Kindergeld wieder reinholen, aber das soll hier heute nicht Thema sein. Nur soviel – wer in der Harzt IV-Falle sitzt und  keine Freunde u. Verwandten hat, die ihn, wenn er zusätzlich in Not gerät, unterstützen können, der sieht nicht nur alt aus, nein, der altert unter Umständen tatsächlich im Zeitraffer. Er kann sprichwörtlich binnen weniger Stunden einfach hinweggerafft werden, so wie das unserem Hund um haaresbreite ergangen wäre.

Warum ich das hier kund tue? Weil ich neben dem Propagieren der Homöopathie für Tiere hier ausnahmsweise noch einen kl. Ernährungstipp zum Besten geben will. Unser armer Hund bekam bislang immer nur billiges Trockenfutter, abgesehen von dem einen oder anderen Leckerli oder den Essensresten meines Söhnchens.  Nach diesem Schock aber, soll er absofort nur noch gesundes Futter zwischen seine alten Zähne kriegen – ich koche ihm jetzt jeden Tag Dinkel, das ich mit Knofi, (u. auf anraten des Arztes aktuell auch mit guter Butter!)  und ein wenig (leider nur) Dosenfleisch anreichere. Ich habe ausgerechnet, dass das tatsächlich nicht mehr kostet als gewöhnliches Trockenfutter und zudem noch wahre Wunder wirkt. Ein 5 Kilo Dinkelsack kostet ca. 10 Euro und sollte nach meinen Berechnungen als Grundlage für einen ganzen Monat reichen. Dazu mischen kann man alles was dem Hund schmeckt und der jeweilige Geldbeutel noch hergiebt.

Natürlich ist Dinkel auch für Menschen sehr gesund. Und wer kein Brot mag, kann es sogar trinken! Nämlich als wohlschmeckendes Bier! Ich persönlich genehmige mir immer mal wieder vorsorglich ein solches Dinkelbierchen.  Kennen u. schätzen gelernt habe ich das,  als ich während meiner Selbstständigkeit die Krankenkassenbeiträge nicht mehr zahlen konnte und daraufhin prompt mit einer Nierenbeckenentzündung und Nierensteinen bestraft wurde. Wir hatten damals noch keinen Hausarzt in der Stadt, weil wir noch nicht lange hier wohnten und bis dato auch nie krank waren. Sogut wie jeder Arzt, den ich anrief und um Hilfe bat, wollte mich nur untersuchen, wenn ich ihm zuvor einen Hunnie auf den Tisch legte.  Ich versuchte natürlich mit allerlei Tee’s, die Schmerzen zu lindern, leider vergeblich. Da brachte mir eines Tages meine Ladennachbarin, die Wirtin eines ayurvedischen Restaurants ist, ein paar Fläschchen Dinkelbier vorbei, die ich dann jeden abend nach Geschäftsschluss „einnahm“. Bis ich dann endlich, bei der ich weiss nicht wievielten Ärztin die ich anrief, einen Termin bekam, mit der Zusage, erstmal kostenlos untersucht zu werden, hatten sich die fiesen Nierensteine schon aufgelöst!

Holy Hildegard, dieses Dinkelzeugs hat’s echt voll druff, bzw. in sich!

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5 Antworten zu “Dinkelmedizin

  1. gibt’s das auch alkoholfrei? 🙂

    toll, freut mich, das mit dem hund. hoffentlich bleibt es so.

    und scheiß ärzte. arbeiten nur für geld. was ist das denn für ne einstellung. statt froh zu sein, noch etwas sinnvolles tun zu dürfen.

    • na, wir wollen die Ärzte nicht alle verdammen. Es gibt da schon noch auch ein paar echte Humanmediziner unter ihnen. Die Ärztin die mich damals dann behandelte, war ziemlich geschockt von meinem „Testbericht“.

      und ja, hoffen wir unser guter baut weiter auf. natürlich wird auch er nicht ewig leben, das ist mir glaube ich erst jetzt so richtig bewusst geworden. aber er soll jetzt mal so richtig verwöhnt werden von uns und seine Rentnerjahre nochmal so richtig auskosten und genießen dürfen.

  2. nein, nicht alle verdammen. ich schwärme ja immer von meinem wirklich kompetenten und hilfreichem doc. übers geld brauchte ich mit dem noch nicht reden, er lebt jedenfalls offensichtlich nicht gerade in sausebraus.
    ich meinte nur deren (verallgemeinerte) ungesunde denkweise.

  3. Na, auch von mir Glückauf für einen Hund.
    Kann mir vorstellen, dass da ein paar unruhige Tage ums Wohl und Wehe geflossen sind.
    Kenne mich zwar jetzt nun wirklich nicht mit Dinkel und ähnlichem aus,
    aber wenn’s dem Hund hilft…..

  4. rauskucker ⋅

    und vor allem, wenn’s ihm schmeckt! 😉

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