[update 2] Will die Uni Konstanz Kriegs-Uni werden?! Ein Boykottaufruf!

An alle Konstanzer Studis, Nerds, Netzaktivisten und Berufsblogger! Bitte um Eure Hilfe!

Da ich selbst technisch völlig unversiert bin und außerdem mittem im Umzugsstress,  bitte ich Euch auf diesem Wege um tatkräftige Unterstüzung dahingehend, einen Boykott – bzw. Protestaufruf gegen die Uni Konstanz zu starten.

Worum geht es?

Es geht darum, dass neben diversen Schulen im Bodenseeraum, auch die Uni Konstanz einen Kooperationsvertrag mit dem Rüstungskonzern EADS abgeschlossen hat, genauer gesagt mit Astrium und Cassidian:

! http://www.astrium.eads.net/de/pressezentrum/astrium-und-cassidian-kooperieren-enger-mit-der-universitat-konstanz.html !

Gegen Libyen wird gerade ein Krieg vom Zaun gebrochen, weil der dortige Lametta-Diktator nicht zuletzt mit Waffen vom Bodensee sein eigenes Volk abschlachtet. Es gibt so gut wie keinen kriegerischen Konflikt auf dieser Welt, der nicht getragen wird von unserer heimischen Waffenindustrie. Gleichzeitig werden die EADS-Technologien gegen Flüchtlinge eingesetzt.

Wissen die Studenten eigentlich von diesem Kooperationsvertrag? Wie sieht es mit den Dozenten und Professoren aus? Wir brauchen uns wahrlich an keiner internationalen „Friedensmission“ der Welt zu beteiligen, solange wir hierzulande alles daran setzen, Kriege aus reinem Profit -und Wachstumsfetichismus am Laufen zu halten, um uns so den zweifelhaften Exportweltmeistertitel zu sichern.

Weitere Hintergrundinfos zur Rüstungsindustrie am Bodensee (EAD Astrium, Cassidan etc) siehe:

http://klarschicht.wordpress.com/

http://waffenvombodensee.webnode.com/

[update1] siehe jetzt auch aktuell auf der waffenvombodensee-seite:  Uni Konstanz lässt sich kaufen!

[update 2] siehe auch:

Ghaddafis Freunde

Hintergrund. Deutsche Unternehmen rüsteten das libysche Regime unter Muammar Al-Ghaddafi mit Wissen der Bundesregierung seit Jahren auf. Giftgas inbegriffen

Von Winfried Wolf

http://www.jungewelt.de/2011/03-24/022.php

Also, bitte Jungs u. Mädels, lasst euren Cappuchino stehen und legt mal los – wir brauchen eine schlagkräftige Boykott – u. Protestaktion gegen diesen Irrisinn! Boykott Kriegs-Uni Konstanz!

Zur Einstimmung an alle Konstanzer Studies, so haben das 2009 die Düsseldorfer gemacht, als sich Rheinmetall auf deren Campusgelände pofilieren wollte:

Nachtrag: Um das hier auch nochmal aufzugreifen und festzuhalten:

Abschied aus der Zivilproduktion und von 93 Beschäftigten

Tognum AG, einer der größten Bodensee-Rüstungsbetriebe mit Sitz in Friedrichshafen, konzentriert sich noch stärker als bisher auf das Geschäft mit dem Militär. Nicht anders ist der Rückzug des Unternehmens aus der stationären Brennstoffzellentechnologie zu erklären, der überraschend zum Jahresanfang verkündet wurde. Denn gerade diese Technologie könnte eine alternative Energieversorgung in Krankenhäusern, Schwimmbädern und kleinen Kommunen gewährleisten. Doch Vorstandschef Volker Heuer sieht keine Möglichkeit, „dass sich das Geschäft kommerziell gestalten lässt“. >>>weiter auf seemoz

Wäre es nicht auch endlich an der Zeit für eine kleinen Meuterei?! Wer um Himmels Willen braucht solche kriegsgeilen Vorstandsvorsitzenden?

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Da das geheimrätliche Fenster zum Hof einstweilen die Jalousinen runter lässt, sei hier noch ein klarsichtiger Nachbar vom See vorgestellt

KLARSCHICHT | Der Blog am Bodensee – Durchblick oder „Schwamm drüber“?

kurzer Auszug:

5) ERINNERUNG & FRAGEN 1

Wir wissen, dass unser Land an dritter Stelle als „Exportweltmeister“ im Rüstungsgeschäft rangiert. Wir wissen dass die Bodenseeregion nicht nur ein Ort der Erholung und Regeneration für viele Millionen Menschen jährlich ist, sondern auch eine Hochburg der Waffenproduktion z.B. sogenannter „Lenkflugkörper“, weiteren Waffengattungen und Aufklärungstechnik. Meist wird dies unter der Umschreibung: „Hightech“ ins öffentlich mediale Bewusstsein lanciert zur Befriedung eventuell kritischer Bevölkerung.

Der Waffenindustrie im Grunde ja entgegenstehend zeigen jene „Erinnerungsarbeiter“ auf die durch Militarisierung beruhenden Schrecken unserer jüngeren Geschichte, machen diese transparent und mahnen gleichzeitig für die jetzige und künftigen Generationen. „Nie wieder“!

Wie ist es möglich, dass am Ortsrande von Überlingen, eine Geburtstagsfeier der besonderen Art inszeniert wird (Oktober 2010), wo unter den Augen der schweigenden Öffentlichkeit vor versammelter Lokalpolitik und Prominenz Kriegswaffen, zur Schau gestellt werden und sich Honoratioren wie Herr Stadtrat Wilhelmi als Vertreter der Stadt über diese Produktionsleistungen, in überschwenglichem Lob ergehen.

„Ein Glücksfall für Überlingen…. auch mit Blick auf das gesellschaftliche Engagement, auf Sponsoring……ich finde großartig was sie hier machen.“, so Stadtrat Raimund Wilhelmi. Cocktails und Häppchen mit den Namen der Raketen wurden gereicht um „stilgerecht anzustoßen auf den Erfolg“.

So der Bericht des Südkurier vom 26.10.2010 unter seiner Überschrift: „Prosit auf 50 Jahre Lenkflugkörper vom Bodensee“.

Wie weit muss so etwas wie Moral gesunken und historisches Bewusstsein eingeebnet worden sein, wenn dies gerade an jenem Ort gefeiert wird, an dessen anderen Ortsrand die Nazis eine Außenstelle des KZ Dachau unterhielten und dort KZ und Zwangsarbeiter, „Bombensicheren Raum schaffend“* für die Rüstungsproduktion unter totalitärer und menschenverachtender Herrschaft ihr Leben lassen mussten.

Zitat Südkurier am 15.08.2009: „Aus dem Urlaub in die Kälte des KZ Stollens“

Fragen:

Sind die heutigen Waffen denn besser, menschenfreundlicher, zielgenauer, sauberer und sicherer?

Auf jeden Fall aber „Arbeitsplatz- und Gewerbesteuer sicherer“ und die Arbeitsbedingungen ihrer Herstellung höchst komfortabel und bestens entlohnt.

Gibt es also grundsätzliche Unterschiede?

Sind etwa die KZ- und Zwangsarbeiter der Firma Diehl, unter der Naziherrschaft historisch „weniger Wert“ als jene, die in Überlingen zu Tode gebracht wurden und denen man regelmäßig gedenkt? Wird an die Überlinger Opfer erinnert unter Ausschluss der Opfer welche zu jener Zeit unter der Firma Diehl Opfer wurden, weil jene Firma heute die Nähe ihrer „Altlasten“ scheut?

Vielleicht unter dem Aspekt Verhältnismäßigkeit?

Ist etwa die Menge an Arbeitsplätzen im Rüstungsbetrieb Diehl heute mehr wert als ihre damaligen Opfer geschweige denn vor allem jener Opfer, welche durch die heutigen Arbeitsplätze bedingt sein können oder schon waren oder sind?

Führt jene Firma Diehl deren Hauptsitz sich in Nürnberg befindet, die sich heute in zig Teilfirmen und Kooperationen aufgesplittet hat und damals wie heute ein Familienbetrieb ist, nicht ins „historische Abseits“ wenn sie damals u.a. jüdische Zwangsarbeiter zu Tode brachte und heute immer mehr Spuren zum „jüdischen“ anbahnt. Zur Kooperation mit israelischen Rüstungsfirmen nämlich. „Wiedergutmachung“ der perversen Art, die zu weiterem Tod und Leid führt, dieses mal unter den Opfern Israels: Dem palästinensischen Volk!

Wird, wer diese Fragen heute nicht stellt, nicht zu einem „Sklaven“, der in Abhängigkeit nicht nur von seinem Arbeitsplatz, sondern auch in der Verstrickung in gesellschaftlichen Aktivitäten gipfelt?

Verwischt die Zeit historisches Bewusstsein, eine sich hieraus ergebende Moral und den Auftrag verantwortungsvolleren Handelns für die Zukunft?

Oder blenden die intelligenten Waffen mit ihren hohen Umsätzen, die Politik, die sich schnell in einer sexy speedigen Sprache verplappert wo Hightechflugkörper mit Sprengstoffhäppchen und Marzipanraketen versüßt, noch jeden Körper in das stumme Ghetto der Zwänge einer kapitulierten Lokalpolitik gelenkt hat. Politik, die in den Fängen der Rüstungsindustrie zappelt oder sich gar gerne dort bewegt?

http://klarschicht.wordpress.com/

sehr gute Ergänzung zu http://waffenvombodensee.webnode.com/

[UPDATE] Päpstliche Provinzposse

UPDATE 20.05.2010 siehe seemoz: Die Posse um Lenks Päpstlein kocht weiter:

Längst ist bekannt, dass es wohl einige Stuttgarter CDU-Nasen waren, die die Lenk-Figur gerne vom Acker hätten. Nun mischt sich zu allem Überdruss auch noch CDU-Stadtrat Ellegast ein und gibt den anständigen Saubermann und selbsternannten Kreuzzügler. Hier sein Schreiben an OB Horst Frank […]

Um diese kleine Nackedei dreht sie sich, die päpstliche Provinzposse:

Bild: peter-lenk.de - hier scheint der Chef der städtischen Tourist-Information sich noch sehr an dem putzigen, nackigen Päpstlein zu freuen...

Die Nackedei – eine Kopie der Papstfigur aus der meterhohen Lenk-Statue Imperia, die seit 1993 als Wahrzeichen der Stadt, die Konstanzer Hafeneinfahrt ziert – befindet sich in den Räumern der Touristik-Information am Konstanzer Bahnhof.

Foto Geheimrätin

Hintergrund Imperia:

Sie soll an das Konstanzer Konzil (1414-1418) erinnern und zeigt eine Kurtisane, die auf ihren Händen zwei nackte Figuren trägt. Eine ist mit kaiserlichen Insignien geschmückt, die andere mit einer päpstlichen Tiara. Lenk hat sich selber nie eindeutig geäussert, wen die beiden Figuren darstellen sollen. Es könnten Kaiser Sigismund und Papst Martin V. aus der Konzilszeit sein. Pressestimmen: NZZ-Online

Vermutlich auf Druck von kirchlichen und politischen Kreisen, vornehmlich der CDU, wurde Lenk nun aufgefordert, die Figur wieder abzubauen. (nix genaues weiss man nicht…der Chef der Touristik-Inofrmation hält sich bislang immer noch bedeckt…) Die Konstanzer hätten Angst, so Lenk, der Papst würde aufgrund des nackten Kerlchens, den für 2014 geplanten Konzil-Jubiläumsfeiern, fernbleiben.

Nun sei aber  genau dieses Konztanzer Konzil ja gerade eine Schande für die Kirche, meint Peter Lenk, worin ich ihm nur beipflichten kann, denn hier wurde der tschechische Reformator Jan Hus als Ketzer verbrannt, nachdem ihm zuvor freies Geleit zugesichert worden war.

Textauszug Wiki:

[…] 1413 schrieb Hus De Ecclesia (Über die Kirche). Darin vertrat er die Ansicht, dass die Kirche eine hierarchiefreie Gemeinschaft sei, in der nur Christus das Oberhaupt sein könne. Ausgehend vom augustinischen Kirchenbegriff definierte er die Kirche als Gemeinschaft der Prädestinierten, also aller von Gott erwählten Menschen. In der sichtbaren Kirche gebe es jedoch zudem auch die nicht erwählten Menschen, die den corpus diaboli bildeten. Hus vertrat die Ansicht, dass viele Häupter der Kirche in Wahrheit Glieder des Teufels seien.(…)

Jan Hus wurde am Nachmittag des 6. Juli 1415 auf dem Brühl, zwischen Stadtmauer und Graben, zusammen mit seinen Schriften verbrannt. Seine Asche wurde in den Rhein gestreut. Heute erinnert ein Gedenkstein am mittelalterlichen Richtplatz in der danach benannten Straße „Zum Hussenstein“ daran. Die Hinrichtung leitete der Pfalzgraf. Kurz vor der Hinrichtung kam der Reichsmarschall von Pappenheim angeritten und forderte Hus im Namen des Königs Sigismund zum letzten Mal zum Widerruf auf. Hus weigerte sich. „Der Reichsmarschall schlug zum Zeichen der Exekution in die Hände. Die Fackel wurde an den Holzstoß gelegt“. (Quelle: Richard Friedenthal: Jan Hus. München, 3. Auflage 1984, S. 297)

In seinem Abschiedsbrief hatte Hus an seine Freunde geschrieben:

„Das aber erfüllt mich mit Freude, daß sie meine Bücher doch haben lesen müssen, worin ihre Bosheit geoffenbart wird. Ich weiß auch, daß sie meine Schriften fleißiger gelesen haben als die Heilige Schrift, weil sie in ihnen Irrlehren zu finden wünschten.“

Wenn es hier also irgendetwas zu feiern gäbe, dann das Gedenken an Jan Hus, am 6. Juli 2015, seinem 600.Todestag !

ps. habe erst letzte Woche eine kleine tschechische Reisegruppe zum Hussenstein geführt.

Quellen und Pressestimmen: Peter Lenk – siehe unter Baden Württemberg- Konstanz: Bild kennt seinen Papst nicht)

Urlaub in Deutschland

Synchronizität

Seit Monaten schon gehe ich fast täglich mit meinem Hund und meinem kleinen Sohn in einem einzigartigen, naturbelassenen Gelände spazieren, unweit der Insel Mainau.

Eine wilde Riedlandschaft mit einzigartigen Vögeln, Störchen und allerlei anderem Getier. Ziemlich weit hinten und abgelgen befindet sich außerdem der Motorsportclub der hier immer wieder Motorcrossrennen organisiert. Während unserer Spaziergänge haben wir bislang aber nie auch nur einen Menschen dort crossen sehen. Mein Söhnchen liebt diese Gegend wie keine andere und es vergeht kein Tag an dem er mich nicht dort hin zerren will…

Letzte Woche verleidete uns erstmals ein wütender, tobender PKW-Fahrer unsere Tour, indem er uns anbrüllte, dies hier wäre Privatgelände!  Ich  fragte daraufhin, wem denn dieses riesige Naturreich hier gehören sollte? „Des isch Privatgelände!!!“

Heute nun dachte ich, jetzt spinn ich total, das ganze Gebiet war gesperrt! Ein riesiges Sperrschild, mitten in der Landschaft!

gelaende

Ist die ganze Welt jetz total irre geworden?! Werden jetzt überall Sperren und Stopp-Schilder aufgestellt?

Wir fuhren an eine andere Stelle, dasselbe Schild! Und noch an 2-3 weiteren Plätzen!

Also google ich amol was do los isch:

Granaten-Funde: Freizeitgebiet gesperrt

Auf dem ehemaligen Militärgelände und heutigen Freizeitgebiet Bettenberg wurden bei Straßenbauarbeiten Granaten gefunden. Jetzt suchen Experten nach scharfer Munition. Der Berg wurde deshalb komplett für die Öffentlichkeit gesperrt.

Konstanz – „Um Gefahr für die Bevölkerung zu vermeiden, bestand dringender Handlungsbedarf“, sagte Bürgermeister Kurt Werner. Spaziergänger dürfen das 170 Hektar große Gelände nicht betreten.

Verbotsschilder zeigen auf die Gefahr hin, außerdem wird ein Sicherheitsdienst kontrollieren. Die Modellflieger und der Motorsportclub (MSC), der am Bettenberg sein Training und die Rennen veranstaltete, sind ebenfalls betroffen.

Einzig der Schäfer und der Jagdpächter dürfen die Flächen weiter nutzen, sie bekommen entsprechende Sicherheits-Unterweisungen.

Der Platz wurde bis 1978 von den französischen Streitkräften und danach bis 1996 von der Bundeswehr genutzt. Die Bundeswehr habe ihre Flächen entmunitioniert, sagte Dietmar Götze von der Bundesanstalt für Immobilienfragen, der Eigentümerin des Geländes. Daher sei man allgemein von einer geringen Gefahr ausgegangen. So wurde der Bettenberg als Naherholungsfläche genutzt, Kinder suchten dort ihre Abenteuer. Man habe immer angenommen, dass die Flächen untersucht wurden, sagte MSC-Vorsitzender Dieter Ihmann.

Nach den Granaten-Funden sei die Gefährdung aber neu bewertet worden, sagte Kurt Werner. Als alle Beteiligten jüngst wegen der Verlängerung der Genehmigung für den Motorsportclub zusammensaßen, habe man schnellen Handlungsbedarf gesehen, berichtete Gabriele Seefried, erste Landesbeamtin im Landratsamt Konstanz. Wie viele und welche Kampfmittel auf dem Gelände liegen, sei nicht klar, sagte Dietmar Götze. Aber es sei auch scharf geschossen worden, so von den deutschen Streitkräften vor 1945 und danach von den Franzosen.

Bei den Straßenarbeiten wurden unter anderem Spreng- und Wurfgranaten gefunden. Götze stufte den Bettenberg als keinen gravierenden Fall ein: „Das Gelände ist nicht mit Kampfmitteln verseucht.“ Er warnte aber vor Leichtsinn. Wer Munition mitnehme, mache sich zudem strafbar.

Die Bundesanstalt für Immobilienfragen hat die Untersuchung des gesamten Bereiches nach Kampfmitteln beantragt. Alle Beteiligten fordern, mögliche Funde schnell zu entfernen. Spezialisten der zentralen Stelle in Hannover werden den Bettenberg nun unter die Lupe nehmen. „Sie haben große Erfahrung in solchen Dingen“, berichtete Dietmar Götze. So wird in Archiven, unter anderem in Frankreich, geforscht, welche Kampfmittel überhaupt zum Einsatz kamen und in welchen Bereichen.

Zeitzeugen aus Wollmatingen oder Konstanz werden ebenfalls gesucht. Mit Sonden wird dann nach Störfeldern gesucht, das können Metallsplitter, Nägel oder eben Munition sein. Man werde beim Entfernen der Munition stufenweise vorgehen. So werden die Spazierwege und die Vereinsflächen Vorrang haben, um sie möglichst schnell wieder freizugeben. Ein Zeitrahmen wurde nicht genannt, doch im Einzelfall könne das schnell gehen. Die Kosten trägt der Bund.

Die Stadt strebt an, am Bettenberg Erholung und Naturschutz in Einklang zu bringen. Denn auf dem Gelände leben viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Manche profitieren durch eine sanfte Nutzung, da sie auf nicht bewachsenen Boden angewiesen sind. Für die künftige Nutzung seitens des MSC werde ein Konzept erstellt, kündigte Werner an.

http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Granaten-Funde-Freizeitgebiet-gesperrt;art372448,3815056

Oha…

also des Pirvatgelände(!) „gehört“  der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Wer ist das überhaupt?

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist eine bundesunmittelbare rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn. Sie untersteht der Rechtsaufsicht des Bundesministerium der Finanzen. Hauptaufgabe der BImA ist die Verwaltung und Verwertung der Liegenschaften des Bundes nach kaufmännischen Grundsätzen.

…weiterlesen im wiki

Hmm…was ed ned allet jiebt….

Spazierten hier jetzt also seit Jahrzehnten zigtausende, friedliebende Menschen, Ornithologen und Naturliebhaber in einem militärisch völlig verseuchten Gebiet rum, Motorsportler crossten durchs Gelände, das ja aber eigentlich doch gar  nicht so mit Kampfmitteln verseucht sei?! Ja was denn nu?

Und nu werden also Zeitzeugen gesucht… was denn für Zeitzeugen, solche die hier geballert haben? Jemand der weiss wo sich die scharfe Munition eingegraben hat, auf den 170 Hektar Land?  Und Jäger und Schäfer bekommen Sicherheitsanweisungen, soso…ob die Lämmlein sich wohl auch dran halten werden?!

Mein Gott, wir sind hier quer Feld ein und überall rumspaziert und hätten also jederzeit dabei drauf gehen können? Ich fasse es nicht…

Der tobende  PKW-Faher jedenfalls darf sich freuen, sein Privatgelände wurde nun gesperrt!

[…]Nach § 51 Naturschutzgesetz darf jeder die freie Landschaft zum
Zweck der Erholung unentgeltlich betreten. Zum Betreten gehören
auch natur- und landschaftsverträgliche sportliche und spielerische
Betätigungen in der freien Landschaft.
Zum Schutz vor Gefahren für Leib und Leben darf der Allgemeinheit
das Betreten von Grundstücken in der freien Landschaft durch Sperren
verwehrt werden. Das vorliegende Betretungsverbot ist in diesem
Sinn geeignet, erforderlich und auch verhältnismäßig[…]

Allgemeine Verfügung der Stadt Konstanz PDF

Aha… Werde das ganze jedenfalls mal im Auge behalten. Vor allem auch was das hier  genau zu bedeuten hat:

Die Stadt strebt an, am Bettenberg Erholung und Naturschutz in Einklang zu bringen. Denn auf dem Gelände leben viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Manche profitieren durch eine sanfte Nutzung, da sie auf nicht bewachsenen Boden angewiesen sind. Für die künftige Nutzung seitens des MSC werde ein Konzept erstellt, kündigte Werner an.

(Zwischenfrage:  Würde es nicht reichen, die Kampfstoffe einfach zu entfernen,  wären  Natur und Erholung dann nicht wieder im Einklang? Was genau strebt die Stadt denn hier an?! Gibts da irgendwelche Pläne? Wieso soll für den der MSC ein Konzept entwickelt werden ? Kann der hier nun nicht mehr bleiben? Wenn doch entmunitioniert wird?)

Fragen übe Fragen…

PS: vielleicht hülfe  hier ja ein kleines Förderprogramm der Interreg,, sollte eine Entmunitionierung allein das „Natur und Erholung in Einklang bringen“ nicht gewährleisten könen? (nur so ne Idee von mir, weil ich mich damit gerade etwas intensiver beschäftige..):

Förderbereiche der Interreg

Abgeleitet aus den aktuellen endogenen und exogenen Herausforderungen sowie den übergeordneten Zielsetzungen der Europäischen Union ergeben sich zwei Schwerpunkte für das Interreg-Programm „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“.

Diese sind erstens die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Region und der dort ansässigen Unternehmen sowie zweitens

die langfristige Erhaltung und Verbesserung der Attraktivität der Region als Standort für Wohnen und Arbeiten.

Die beiden Schwerpunkte lassen sich wiederum in sechs Aktionsfelder unterteilen:

1.   Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

1.1 Förderung von Innovationen und Wissenstransfer

1.2 Förderung von Netzwerken und Kooperationen

1.3 Förderung des Humankapitals (!) und der Mobilität

2.   Standortqualität und Ressoucenschutz

2.1 Förderung der Standortattraktivität

2.2 Erhalt und Verbesserung der Infrastruktur

2.3 Erhalt der natürlichen Ressourcen und des kulturellen Erbes sowie Schutz vor Naturgefahren

Ergänzt wird die Programmstrategie durch die horizontalen Querschnittsziele der nachhaltigen Entwicklung und der Chancengleichheit der Geschlechter sowie der Nichtdiskriminierung.

Eine schematische Darstellung der Schwerpunkte, Aktionsfelder und Querschnittsziele können Sie hier einsehen.

Na ist doch ganz wunderbar organisiert hier,  die Lokalpolitik…(kommt einem das alles nicht irgendwie bekant vor???!!)

Ach ja, wir werden sehn, machen wir erstmal Urlaub

Urlaub in Deutschland!