Wikileaks und Südamerika

Aus gegebenem Anlass ein paar links zum portal amerika21 –  Neben Iran, stehen aktuell vor allem die ALBA-Staaten ganz oben auf der „Feindes-Liste“ des US/Europa-Imperiums, mit ein Grund warum ich die Gerüchte um Mrs. Anna A.,  die ja auch von former CIA-Analyst Ray McGovern aufgegriffen u. bestätigt wurden, für plausibel halte.

weitere Aritkel unter: http://amerika21.de/dossier/wikileaks*

(…) Der deutschen Regierung wirft die Juristin vor, die Menschenrechtsverletzungen durch die Finanzhilfen für die umstrittene Staatsführung zu unterstützen: „Nach unseren Informationen hat die Bundesrepublik dem Regime von Porfirio Lobo mehr als 40 Millionen Euro zukommen lassen“. Dabei handele es sich um EU-Gelder, die von dem staatlichen entwicklungspolitischen Unternehmen GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) verwaltet werden und der Modernisierung der bewaffneten Organedienen. „Seither sehen wir neue Ausrüstung bei der Polizei: Schutzbekleidung, Waffen, Motorräder, Gasmasken, Tränengasbomben“, sagte die Demokratieaktivistin. „Die Gelder der deutschen Bundesregierung schüren unmittelbar die herrschende Gewalt, die Bedrohungen, die illegalen Festnahmen und in letzter Konsequenz auch die politischen Morde“, so Flores Lanza.

immerhin:

*und hier noch ein Interview mit Malte Daniljuk (amerika21) zu den Wikileaks-Dokumenten und der US-Botschaft in Honduras. ColoRadio, Dresden, 2. Dezember 2010

siehe auch folgende Blogeinträge:

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Marrakesch

Es gibt Philosophen, die  denken sich die Welt wie sie ist und nie sein könnte analysieren die Antike und Moderne, die rechte und die linke Hand und resultieren daraus, es möge alles so bleiben wie es war, weil es eben so sei wie es doch wäre – alles einerlei.

In Marrakesch gibt es Gewürze und Duftessenzen die einem die Sinne taumeln lassen. Es ist das rak dort, das so anregend ist. Ohne dieses rak wäre auch Marrakesch eine fade Stadt, von der keiner sprechen würde außer jene, die dort das rak gesucht und nicht gefunden hätten und darauf enttäuscht das Weite suchten.

Johnny hatte von Anfang an begriffen, dass es hier nicht um meine persönliche Lebensgeschichte geht.

Aus diesem Grund wollte er mich sogerne darauf  festnageln. Er wollte so gerne meine persönliche Lebensgeschichte zum Anlass nehmen, mir den Weg hinein ins reale Leben zu weisen, mir zu helfen, endlich richtig zu denken, mein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Postiv zu denken, mich den Gegebenheiten anzpassen und das Beste daraus zu machen.

Johnny Be Good, damit meinte er mich. Er selbst heisst ja gar nicht Johnny. Er hat keinen Namen, er ist unsichtbar, ungreifbar, nur eine sanfte Stimme, wohltätig und wegweisend. So wie Bill Gates, der uns hier sein Betriebssystem zur Verfügung stellt und zudem noch wohltätig Millionen spendet.

Johnny meint auch, wer zu Hause mit seinen Kindern zu tun hat, den Abwasch und die Wäsche macht, während ihm die Möglichkeit geboten wird, einen Kurs zu besuchen, durch welchen er seine Kooperationsbereitschaft unter Beweis stellen könne und nebenbei noch Dinge lernen dürfe, die er schon kann, so jemand könne unmöglich für voll genommen werden. Letzlich ginge es in diesem Kurs darum, das richtige Denken zu erlernen, ein Denken das weiter bringt, nach Vorne, hinein die Sklaverei. Denn machen wir uns nichts vor, Selbstverwirklichung ist etwas, das man sich erst verdienen muss. Selbstverwirklichung im Beruf, ja das kommt dann später, erstmal Leistung zeigen. Du hast die Wahl, bringe Leistung, dann wird auch was aus dir. . Das müssen auch deine Kinder lernen, von Geburt an, deswegen brauchen wir mehr Krippenplätze und Bertelsmännische Bildung .

So wirft  Johnny einem dann paradoxerweise auch noch vor, man wolle sich zu Hause beim Putzen,  Kochen, Kinder baden, Malen oder Bloggen selbstverwirklichen wo doch jeder weiss, dass das völliger Humbug ist, denn Selbstverwirklichung ist ja gerade das, was Johnny einen lehren will.. Erst Leistung bringen, Kooperieren und dann was werden.

Der Mann hat sicherlich noch nie ein richiges Bild gemalt, noch ordentlich geputzt oder jemals versucht, sich und der Welt durch das geschriebene Wort irgendetwas begreiflich zu machen. Because painting, writing and cleaning menas struggle. Yes, Johnny, es ist Arbeit, es ist anstrengend, es geht aus einem Konflikt hervor und doch ist es etwas, dass enige Menschen freiwillig und gerne tun. So freiwillig, dass sie gar nicht anders können. Es kann eine regelrechte Qual sein, ein Bild zu malen oder das zu schreiben, was man gerne wissen möchte. Das beglückende daran ist nicht das Schaffen an sich, sondern das Schaffen an sich. Klingt paradox? Ist es auch. Wie erklär ichs meinem Johnny? Vielleicht später…

Kommen wir zurück auf meine persönliche Lebensgeschichte. Diese spielt hier nur insofern eine Rolle, als dass sie einem indonesischen Schattenpuppentheater gleicht. Was sicher auch der Grund dafür ist, warum mich dieses Land so magisch anzieht. Das Theater, die dröhnenden Gongs und  Masken, sie zeigen das wahre Gesicht. Nicht das was dahinterverborgen ist. Das dahinter verborgene, das spielt hier keine Rolle, sowenig wie ich hier eine Rolle spiele. die Wahrheit liegt in der Maske.

Johnny weiss das wohl und es behagt ihm nicht, wenn ich darüber schreibe. Ich habe das in Indonesien oft beobachtet bei Touristen, vornehmlich solchen aus der Luxus-und Leistungsträgerklasse. Sie zogen zwar entzückt die Kamera und schossen viele Fotos, es war ihnen aber anzushen, wie unbehaglich sie sich  fühlten, wenn der Klang der Gongs zu laut dröhnte, wenn es so richtig vibrierte und der Barong ihnen zu nahe kam. Da half ihnen dann die Kamera, sich zu distanzieren und das alles ganz folkloristisch einfzufangen.

Hier mach ich für heute mal einen Punkt und verweise auf eine Philosophische Sternstunde mit Slavoj Žižek, auf die mich heute mein Freund Chesus aufmerksam gemacht hat und die mir mal wieder auf wundersame Weise, viele meiner eigenen Gedanken etwas begreiflicher gemacht hat.  Ich hab sie  in mein TV-Blog als Playlist eingebunden. Enjoy?  Come on Johnny!