After killing the beast – What comes next?

http://leecamp.net/

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Bin Laden – tot und lebendig

noch eine Leseempfehlung,  Tom Engelhard auf TomDispatch ( auch sehr hörenswert als Ergänzung, der podcast)

Trifft sich ziemlich genau mit dem, was auch ich in meinen Posts kurz angedeutet habe. Bin Laden is dead, long lives Bin Laden.

Back in the 1960s, Senator George Aiken of Vermont offered two American presidents a plan for dealing with the Vietnam War: declare victory and go home. Roundly ignored at the time, it’s a plan worth considering again today for a war in Afghanistan and Pakistan now in its tenth year.

As everybody not blind, deaf, and dumb knows by now, Osama bin Laden has been eliminated.  Literally.  By Navy Seals.  Or as one of a crowd of revelers who appeared in front of the White House Sunday night put it on an impromptu sign riffing on The Wizard of Oz: “Ding, Dong, Bin Laden Is Dead.”

And wouldn’t it be easy if he had indeed been the Wicked Witch of the West and all we needed to do was click those ruby slippers three times, say “there’s no place like home,” and be back in Kansas.  Or if this were V-J day and a sailor’s kiss said it all.

Unfortunately, in every way that matters for Americans, it’s an illusion that Osama bin Laden is dead.  In every way that matters, he will fight on, barring a major Obama administration policy shift in Afghanistan, and it’s we who will ensure that he remains on the battlefield that George W. Bush’s administration once so grandiosely labeled the Global War on Terror.

Admittedly, the Arab world had largely left bin Laden in the dust even before he took that bullet to the head.  There, the focus was on the Arab Spring, the massive, ongoing, largely nonviolent protests that have shaken the region and its autocrats to their roots.  In that part of the world, his death is, as Tony Karon of Time Magazine has written, “little more than a historical footnote,” and his dreams are now essentially meaningless.

Consider it an insult to irony, but the world bin Laden really changed forever wasn’t in the Greater Middle East.  It was here.  Cheer his death, bury him at sea, don’t release any photos, and he’ll still carry on as a ghost as long as Washington continues to fight its deadly, disastrous wars in his old neighborhood. read on…

To show that state terrorism is more powerful than individual terrorism is bizar

Tariq Ali auf democracy now!

“Did Pakistani Gov’t Know Where Osama bin Laden Was Hiding?”

siehe auch Tariq Ali’s Kommentarim LRB-Blog

Who told them he was there?

(…)

In 2006 on my way back from Lahore I encountered an acquaintance from my youth. Shamefacedly he confessed that he was a senior intelligence officer on his way to a European conference to discuss better ways of combating terrorism. The following conversation (a lengthier version can be found in The Duel: Pakistan on the Flightpath of American Power) ensued:

‘Is OBL still alive?’
He didn’t reply.
‘When you don’t reply,’ I said, ‘I’ll assume the answer is yes.’
I repeated the question. He didn’t reply.
‘Do you know where he is?’
He burst out laughing.
‘I don’t, and even if I did, do you think I’d tell you?’
‘No, but I thought I’d ask anyway. Does anyone else know where he is?’
He shrugged his shoulders.
I insisted: ‘Nothing in our wonderful country is ever a secret. Someone must know.’
‘Three people know. Possibly four. You can guess who they are.’
I could. ‘And Washington?’
‘They don’t want him alive.’
‘And your boys can’t kill him?’
‘Listen friend, why should we kill the goose that lays the golden eggs?’

Now the Americans have killed the goose themselves. What was the bounty promised and to whom? Would that they also now brought to an end the war and occupation that was supposedly fought to take out Osama and that has already led to civilian casualties that are, at the very least, four times higher than the casualties of Twin Towers. Will they? Like hell they will.

Tariq Ali’s website

Das Wachstum kommt nicht mehr aus Europa, sondern aus dem Nahen Osten, aus Indien oder Brasilien

Ok. letztlich ist es ja doch völlig unerheblich ob dieser bin ladenhüter nun tatsächlich gekilled wurde, (verhaften u. verhören wollte man ihn wohl deswegen nicht, weil die US-Folterknäste längst überfüllt sind, nicht zuletzt mit whistleblowern aus den eigenen Reihen ?), oder ob er  sich immer noch irgendwo im dekadenten Dubai oder anderswo dialysieren lässt, ob er viell. schon seit jahren tot ist oder längst neu gestylt die Hauptrolle in einer ganz andren Soap übernommen hat, who cares about it?

schließlich ist heuer überall Revolution angesacht:

Die Musels fordern latustark ihr „Change you can believe in“,  im ehemaligen Pharaonenland gehen die Leute für Demokratie u.  faire Löhne auf die Straße,übernehmen, wenn’s sein muss,  auch mal eine ganze Fabrik, die Iraner wollen einen sekulären Staat im Namen des Propheten und die Afrikaner entwickeln gerade ihre Alternative zum IWF.

Also wollen wir der Welt schnell noch mal den in Vergessenheit geratenen Oberschurken ins Gedächtnis rufen.  Weil Oberschurken (wenn auch nur symbolische) müssen liquidiert und umgehend aus der Luft ins Meer geworfen werden, so verlangt es schließlich die US-Sharia. Und die letzten Turban-Krieger, kriegen ihren Märtyrer  gratis. Mögen sie auferstehen aus den Gruben der Bleiversenkung und ihn heilig sprechen! (nachtrag: das mit der Auferstehung aus den Gruben war natürlich sarkasmus pur u. kein Aufruf meinerseits! nur damit das hier nicht wieder irgendjemand in den falschen Hals kriegt! :-/)

Ach ja und wusstet ihr’s schon?

(…) Das Wachstum kommt nicht mehr aus Europa, sondern aus dem Nahen Osten, aus Indien oder Brasilien”, sagte Zoller dem Blatt. Dennoch wolle Cassidian den Umsatz in den nächsten zehn Jahren von knapp sechs auf zwölf Milliarden Euro verdoppeln. Neue staatliche Abnehmer wie Indien oder Brasilien erwarteten, dass bei Aufträgen rund die Hälfte der Wertschöpfung in ihrem Land stattfinde.

2010 machte das Unternehmen einen operativen Gewinn von 457 Millionen Euro, acht Millionen mehr als im Vorjahr. Der Umsatz war aber um mehr als zehn Prozent gestiegen. Cassidian beschäftigt 31.000 Mitarbeiter.

Der Krieg in Libyen zeige zwar, dass Kampfflugzeuge wie der Eurofighter nach wie vor gebraucht würden, sagte Zoller dem Bericht zufolge. Doch klassische Militäraufträge verlören an Bedeutung. In seiner beruflichen Laufbahn werde er keine neue Generation von Kampfflugzeugen mehr erleben. Wachsen werde vor allem das Geschäft mit Sicherheitsausrüstung für Polizei und Grenzschutz. In diesem Bereich werde bald die Hälfte des Umsatzes erzielt.

http://www.unternehmer.de/cassidian-will-in-schwellenlandern-wachsen-109066

“natürlich freuen wir uns wenn sich wichtige Produkte, wie äh, der Eurofighter, äh, sich im Einsatz bewähren, äh und natürlich heißt das, dass Exportperspektiven damit vielleicht, äh, etwas realisticher, äh werden…”

Die missbrauchte UNO – updated

(update siehe unter Cynthia McKinney-link)

Libyen

während sich die „Zuschauer“ der globalen kriegerischen Auseinandersetzungen ihre Köpfe darüber zerbrechen, worum es  –  aktuell in Libyen – nun tatsächlich geht, bzw. wer auf welcher Seite welche Ziele verfolgt, will ich hier anhand einiger Leseempfehlungen versuchen, die verschiedenen Teilaspekte zusammenzutragen, in der Hoffnung, dadurch ein vollständigeres Bild aufzeigen zu können.

Die UNO-Resolution 1973  erlaubt es den Westmächten, den libyschen Luftraum zu sperren und «alle schweren Waffen, die die Zivilbevölkerung bedrohen», zu zerstören. (vergessen wir bitte niemals, dass es sich bei diesen schweren Waffen um diejenigen schweren Waffen handelt, mit denen „wir“, also die Westmächte, diesen Dikator einst so freimütig ausgerüstet haben)

Jean Ziegler, der diese Resolution zum Schutze der Zivilbevölkerung ausdrücklich befürwortet, bringt nun in seiner aktuellen Kolumne das ganze Sicherheitsrat-Dilemma auf den Punkt:

Montag, den 28. März: Vor dem versammelten Uno-Menschenrechtsrat im Genfer Völkerbundspalast stand die Aussenministerin der USA. Die blonden Haare frisch geföhnt, das obligatorische eiskalte Lächeln im Gesicht. Sie schien bewegt. «Heute», sagte Hillary Clinton, «beginnt eine neue Epoche für den Menschenrechtsrat. Ganze Völker stehen auf, die Freiheit, die Demokratie, die Menschenrechte zu erkämpfen.»
Dann lobte sie die Resolution 1973 des Sicherheitsrates. Sie erlaubt es den Westmächten, den libyschen Luftraum zu sperren und «alle schweren Waffen, die die Zivilbevölkerung bedrohen», zu zerstören. Auch ich bin für diese Resolution. Libysche Truppen standen schwer bewaffnet vor Bengasi, der Millionenstadt in der Kyrenaika. Ghadhafi hatte den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Blutbad versprochen. Hätte die Uno nicht eingegriffen, wäre es zu einem neuen Srebrenica gekommen. Dann wären, wie in jener bosnischen Stadt im Juli 1995, wieder Tausende ermordet worden. Und Europa hätte wieder zugeschaut.

IM SCHATTEN LIBYENS. Aber dann kam die Uno-Resolution 1975. Damit wurde die Weltorganisation von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy aufs abscheulichste missbraucht. Die Resolution betrifft die Elfenbeinküste. Dort standen sich bis zum 4. April Laurent Gbagbo und Alassane Ouattara, die beiden Gegner der umstrittenen Präsidentschaftswahlen vom November letzten Jahres, bewaffnet gegenüber. Resolution 1975 erlaubt militärische Massnahmen «gegen die auf die Zivilbevölkerung gerichteten schweren Waffen». Die Luft-Boden-Raketen der Helikopter des französischen Expeditionskorps zertrümmerten den Präsidentenpalast und schossen das Wohnhaus Gbagbos in Brand. Er musste sich den Soldaten seines Konkurrenten ergeben.
Frankreichs Grosskapitalisten – unterstützt von den amerikanischen Ölkonzernen – hatten gewonnen. Ihr Mann ist jetzt Präsident des weltgrössten Kakaoproduzenten, vor dessen Küste riesige Erdölreserven lagern. (weiter lesen…)

In diesem Schatten Libyens steht nun ja aber auch Libyen itself, oder nicht?! Und das nicht allein aufgrund der riesigen Erdölreserven, die es unter einem neuen, dem Westen genehmen Regiment, sicherzustellen gilt.

Cynthia McKinney hat ein paar jener Artikel zusammengestellt, von denen gestern auch einige in meinem Postfach landeten. (und für deren verlinkung mich der neue Nachdenkseiten-Papst, Jens Berger einmal mehr als geistig minderbemittlete VTlerin bezeichnet hat, danke nochmals dafür, an dieser Stelle! Ich werde es meinen international organisierten Hochstaplerfreunden rückmelden und sie bei der Gelegenheit auch gleich fragen, ob sie nicht dazu bereit wären, sich einem Kreuzverhör im weltwichtigsten Blog, dem Spiegelfechter, zu stellen, als kleines Abschiedsgeschenk …)

Zurück zum Thema, wer’s lesen will, kann’s hier lesen: Cynthia McKinney – All About Oil or All About Banking?.

Peter Dale Scott

The present NATO campaign against Gaddafi in Libya has given rise to great confusion, both among those waging this ineffective campaign, and among those observing it. Many whose opinions I normally respect see this as a necessary war against a villain – though some choose to see Gaddafi as the villain, and others point to Obama.

My own take on this war, on the other hand, is that it is both ill-conceived and dangerous  — a threat to the interests of Libyans, Americans, the Middle East and conceivably the entire world. Beneath the professed concern about the safety of Libyan civilians lies a deeper concern that is barely acknowledged: the West’s defense of the present global petrodollar economy, now in decline..

The confusion in Washington, matched by the absence of discussion of an overriding strategic motive for American involvement, is symptomatic of the fact that the American century is ending, and ending in a way that is both predictable in the long run, and simultaneously erratic and out of control in its details. >>> read on

Abschließend sei hier noch auf ein interview mit Ray McGovern auf democracy now! hingewiesen, in welchem dieser uns das neue“Security Team“ des Welt-Präsidenten Obama vorstellt:

President Obama is expected to announce a major shuffling of his national security team today. Under his plan, CIA Director Leon Panetta will move to the Pentagon to replace the retiring Robert Gates. Gen. David Petraeus will become the new head of the CIA. U.S. Marine General John Allen will be nominated to become the U.S. commander in Afghanistan, a position currently held by Petraeus. And Ryan Crocker will be nominated to be U.S. ambassador to Afghanistan. Leon Panetta has headed the CIA for the past two years and has led a massive escalation of the use of unarmed drones in Afghanistan and Pakistan. Many analysts say the nomination of David Petraeus to head the CIA will further increase the militarization of the spy agency. We speak with Ray McGovern, former senior CIA analyst and co-founder of Veteran Intelligence Professionals for Sanity –direkter link zur Sendung 

weitere Blogbeiträge zu Libyen: