Vorwärts ins 19. Jahrhundert oder zurück in die Zukunft?

Als Ergänzung zu Robertos Beitrag: Konservativ, progressiv – diese Unterscheidung wird täglich dümmer! und Feynsinns Steuergeschenke

hier noch ein interessantes Gespräch mit Professor Crotty auf the real news

(Wie hüben so drüben: Agenda 2010 Global und Total)

James Crotty: Right-wing billionaires use crisis to weaken social safety net

Professor Crotty is a macro economist with broad interests whose research in theory and policy attempts to integrate the complementary analytical strengths of the Marxian and Keynesian traditions. His writings have appeared in such diverse journals as the American Economic Review, the Quarterly Journal of Economics, the Cambridge Journal of Economics, the Review of Radical Economics, Monthly Review, the Journal of Post Keynesian Economics, and the Journal of Economic Issues, and in many edited collections. His research interests include: economic methodology; the implications of radical uncertainty for macro theory and policy; theories of financial markets and their implications for understanding financial booms and crises; Marxian and Keynesian perspectives on investment theory; the structure and performance of the global neoliberal economy; theories of competition and their impact on theories of macro dynamics; the financialization of the nonfinancial firm; and the political economy of South Korea.

siehe auch: 6 wesentliche Gründe für das Wiederaufleben der Rep’s

Advertisements

[UPDATE] Stuttgart 21 – Bei Einsatz Mord

UPDATE 2: Keine Tote bei Räumung des Stuttgarter Schlossgartens?

Ergänzend zu: Kochlöffel oder Knüppel – Von Toronto nach Stuttgart 21

Eine 60 jährige Frau wurde laut  http://stuttgart21.blog.de/ bei den sogenannten „Räumungsarbeiten“ im Schloßgarten von der Polizei zu Tode geprügelt.

http://stuttgart21.blog.de/2010/10/01/tote-frau-raeumung-schlossgartens-9501716/

Sprach-und Fassungslosigkeit.

Nachtrag: An alle die diese Meldung für eine „Ente“ halten, und das dann so auch noch so als Faktum artikulieren, ohne überhaupt mal genauer nachzufragen: Das ist keine Ente, sondern traurige Realität.  Bekannt gegeben wurde, dass die Frau auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb, nachdem sie von der Polizei niedergeprügelt wurde. Das ist die Realität. Es wurde auf der Veranstaltung heute abend auch zu einer Schweigeminute für sie, die ihr Leben ließ für eine Demokratie, die mit Knüppeln, Aushungern, Plündern und Rauben niedergeprügelt wird, aufgerufen.

Was ist Demokratie? Das Wort brauche ich hier nicht zu erklären, das kann jeder der es nicht kennt, nachschlagen. Eines ist Demokratie jedenfalls nicht – es bedeutet nicht, dass es damit getan ist, eine Regierung zum Rücktritt zu zwingen, nur um sie dann gegen eine neue, ebenso korrupte auszutauschen. Wir müssen unser Leben selbst verwalten und gestalten, unser Leben leben! Und das geht nur mit Solidarität und zum Wohle aller hier lebenden. Eine Leipzigerin hat das heute abend sehr schön in Worte gefasst. Sie kam eigens aus Sachsen angereist, um hier wieder dabei zu sein und daran zu erinnern, was Demokratie wirklich bedeutet und was nicht. Das kann soviel ich weiss morgen in der Mediathek von fluegel.tv nochmals abgerufen werden.

Wir haben wirklich keine Zeit mehr zu verlieren – es geht hier auf diesem Planeten tatsächlich um Leben oder (Aus) – Sterben.

[UPDATE] Kochlöffel oder Knüppel – Von Toronto nach Stuttgart 21

UPDATE:  >>>Stuttgart 21 – Bei Einsatz Mord

Are extraordinary police powers and cuts to social safety net the G-20 plan for the future?

fragte Paul Jay die Welt, als die Polizei im Juni diesen Jahres die sozialen Proteste in Toronto  brutalst möglich nieder preschte.

Suttgart 21 bestätigte nun diese Vorahnung aufs Neue:

In Stuttgart regiert jetzt und demnächst der Polizeiknüppel

Donnerstag 30. September 2010

„Das ist Krieg“, sagt André, ein Freund aus Stuttgart. „Auch wenn die Medien das Gegenteil behaupten: Ja, die Polizei geht mit Schlagstöcken gegen uns vor“, berichtet Gangolf Stocker, einer der Demonstranten-Sprecher. „Am schlimmsten sind die Gaspatronen, mit denen die Polizisten bewusst auf die Augen von Schülern und Rentnern zielen“, erklärt Axel Wieland, BUND-Vorsitzender aus Stuttgart. SeeMoZ sprach am Donnerstag mit Demonstranten im Stuttgarter Schlossgarten.

Die friedlichen Demonstrationen gegen Stuttgart 21 gerieten am Donnerstag, 30.9., zu einer Straßenschlacht. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Pferdestaffeln ein, Knüppel und Reizgas. „Die Gewalt ging eindeutig von der Polizei aus,“ berichteten Demonstrationsteilnehmer übereinstimmend gegenüber SeeMoZ. Einige meldeten sich per Handy direkt vom Stuttgarter Schlossgarten neben dem Bahnhof.

Ein Sprecher der “Parkschützer” sprach von 300 bis 400 Menschen mit Augenverletzungen, darunter auch Schüler. Ein Mädchen habe eine Gehirnerschütterung erlitten, sagte Matthias von Herrmann, ein weiterer Sprecher der Gegner. Von massivem Gewalteinsatz bei der Auflösung von Blockaden berichtete auch die frühere Verdi-Landesvorsitzende und Vorstandmitglied im Landesverband der Linken, Sybille Stamm. Sie habe neben Demonstranten gestanden, die sich an einen Zaun gekettet hatten, und sei ohne Vorankündigung von Polizisten zu Boden geworfen, getreten und mit Reizgas besprüht worden.

weiterlesen auf seemoz

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit musste ich mir im Radio auch noch ein unsägliches Interview mit einem Stuttgarter Einsatzleiter anhören, der meinte, wer von „Gewaltlosigkeit“ und dergleichen „netten Dinge“ redete,  sollte sich doch im Klaren darüber sein, dass diejenigen Eltern, die ihre Kinder nicht vor dem Terror der Staatsgewalt in Schutz nähmen und sie an Demonstationen teilnehmen ließen, die zudem noch „undemokratisch“ seien ,  wären wohl selbst mehr als unverantwortlich. Schließlich würde hier im „Namen der Dekomkratie und der Rechtsstaatlichkeit“ geprügelt und das auch noch mit Vorwarnung! Die hätten ja alle schleunigst wegrennen können, hat sie ja keiner gezwungen, sich freiwillig niederprügeln zu lassen!

Das schreibe sich bitte auch jeder hinter seine rot-grünen Ohren, der meint, auch in Zukunft seinen „Unmut“ über die Regierungsgeschäfte und deren „demokratischen Hintermänner“  öffentlich kundzutun!

Also liebe kleinen Leutchens, schaut Euch hier an, was Euch erwartet, wenn ihr es weiterhin wagen solltet, auf die Straße zu gehen!

Ist es da nicht viel „intelligenter“, einer ordentlichen Tätigkeit im Niedriglohnsektor nachzugehen? Ist es da nicht „würdevoller“ einfach mal zu arbeiten?!

Also liebe Kinder, ab in die Küche mit Euch! Der Rach zeigt Euch schon allen,  wo der Fleischerhammer hängt! Ihr habt die Wahl, Kochlöffel oder Knüppel!

weitere Beiträge betreffend der Polizeigewalt auf dem G20 in Toronto:

http://gheimraetinsarchive.wordpress.com/tag/g20/

zu Stuttgart 21:

Stuttgart 21 = Benztown für Bonzen – Was Sie immer schon über Stuttgart 21 wissen wollten…

Stuttgart 21 – Bei Abriss Aufstand