Noch ein Linktipp von unterwegs – Wahl zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland ungültig?

bin gerade unterwegs und kann mich aktuell nicht nähers damit beschäftigen, möchte die Information aber dennoch weitergeben: http://bundeswulff.wordpress.com/

Wahl zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland ungültig

133 Wahlfrauen und Wahlmänner aus Nordrhein-Westfalen aufgrund einer von einem nicht geschäftsfähigen Präsidium des Landtages von Nordrhein-Westfalen vorgenommenen konstituierenden Landtagssitzung am 09.06.2010 in die Bundesversammlung zur Wahl des 10. Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland entsandt. hier weiterlesen>>>

Nachtrag: 2 weitere links:

1. die nrhz zur ungültigen BuPrä-Wahl

2.Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bundespräsident Christian Wulff
Wegen Gen-Mais-Skandal

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Obama und die Lobbyisten

Hunger, Armut, Gift und Gene

Rückblick (Textauszug aus einem Spiegelartikel vom 12.11. 2008)

Obama will Rechte von Lobbyisten einschränken

Ein grundlegender Wandel im Washingtoner Politikbetrieb war eines der zentralen Wahlversprechen von Barack Obama. Jetzt will der künftige US-Präsident erste Fakten schaffen und die Rechte von Lobbyisten massiv einschränken.

Washington – Es soll ein Zeichen sein, ein Signal für den von Barack Obama so oft versprochenen Wandel: Der künftige US-Präsident und sein Übergangsteam wollen den Einfluss von Lobbyisten eingrenzen und dabei mit aller Konsequenz vorgehen: Obama werde die „schärfsten und weitreichendsten ethischen Richtlinien“ anwenden, die es je bei einem Übergangsteam gegeben habe, sagte John Podesta, Chef von Obamas Übergangsmannschaft. (…)

so lautete noch im letzten Jahr Obamas Kampfansage.

Islam Siddiqui

Neben der Nominierung des Agro-Gentechnik und Monsanto Lobbyisten Rajiv Shah zum Leiter der Entwicklungshilfebehörde USAID, wurde kürzlich ein weiterer Lobbyist dieser Kategorie von Obama für das  Amt des Chef-Unterhändlers  für Agrarfragen vorgeschlagen. Islam Siddiqui, der derzeitige Vizepräsident von CropLife America, einem Dachverband von  Monsanto, Syngenta, Bayer und BASF.

Ein Zusammenschluss von über 80 Umwelt-, Landwirtschafts- und Verbaucherschutzorganisationen  versuchen nun Obama dazu zu bewegen, diese Nominierung rückgängig zu machen und erinnern ihn an sein Wahlversprechen.

Marcia Ishii-Eiteman, Wissenschaftlerin und Aktivistin im Pesticide Action Network of North America gehört mit ihrer Organisation zu den führenden Protestlern, die sich gegen die Nominierung Siddiquis stark machen.

Amy Goodman führt ein Interview mit ihr auf democracy now!

Die Sendung im Anschluss mit  Raj Patel, Autor des Buchs „Stuffed and Starved: Markets, Power and the Hidden Battle for the World’s Food System“ ist ebenfalls zu empfehlen, es geht darin um die Farce des  Welternährungsgipfel, auf welchem vor allem die  „Führer“ der reichsten Länder dieser Erde mit Abwesenheit glänzten, um Hunger und wachsende Armut, auch  in den USA, wo mittlerweile  fast 50.000 Menschen an Hunger leiden.

noch eine Leseempfehlung:

Freitag: Hunger nach Profit

Finanzinvestoren haben in den vergangenen Jahren Millionen Hektar Ackerfläche in Entwicklungsländern gepachtet – der Landraub bedroht Hunderttausende Kleinbauern

Amerikanische Gentechnikfarmer laden ein

Im Save our Seeds Blog wird heute auf eine Gentechnik–Show in der Amerikanischen Botschaft in Berlin hingewiesen, die am 19. 11.2009 stattfindet. Man freut sich auf eine lebhafte Diskussion:

“Nach einem einleitenden Vortrag stehen unsere Besucher aus den USA den Gästen unserer Veranstaltungen für eine detaillierte und hoffentlich recht lebhafte Diskussion zur Verfügung. Die beiden Farmer werden berichten, welche Saaten sie anbauen und insbesondere warum sie zunehmend moderne gentechnisch verbesserte Sorten einsetzen. Welche Auswirkungen haben ihre Entscheidungen auf wirtschaftlicher Ebene und wie haben sich ihre Anbauverfahren verändert?  Befinden sie sich in einer unangemessenen Abhängigkeitssituation zu den Saatgutanbietern?  Welche Auswirkungen hat ihre Sortenwahl auf den Zustand ihrer Felder?  Das Spektrum der Fragen an unsere Landwirte sollte so umfassend wie möglich sein.”

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Es wäre sicherlich ganz besonders lebhaft und anregend,  wenn an dieser Diskussion auch der Kanadische Farmer Percy Schmeiser teilnehmen würde, wir hatten im Juni schon den Trailer „David gegen Montanso“ verlinkt, den es mittlerweile auch in deutscher Übersetzung zu sehen gibt

Am 17.10. 2009 hielt Percy Schmeiser einen Vortrag in Kiel:

Percy Schmeiser in Kiel Teil 1: Vorstellung durch Bernward Geier und Hintergründe zum Thema Gentechnik von Percy Schmeiser

Percy Schmeiser über seinen Prozeß vor dem obersten Gerichtshof Kanadas

Frau Schavan, der Bioökonomierat und ein Bambi für Neusprech

– Ergänzend zum Blogeintrag: Das Weltbild der Frau Schavan, in den ich nachträglich noch 2 links zum  Save Our Seeds Blog eingefügt hatte.

Auf einen der beiden links möchte ich hier nun nochmal gesondert aufmerksam machen, wäre schade, wenn der unterginge.

Es geht um den sogenannten Bioökonomierat, der von keiner geringeren als unserer Forschungsministerin initiert bzw. mit 2 Millionen Euro alimentiert wurde und der  meines Erachtens einen güldenen Pokal in Sachen Neusprech verdient hätte. Das Ziel, das dieser Bioökonomierat verfolgt – den ausführlichen Erläuterungen im Save Our Seeds Blog (bitte unbedingt lesen!) einfach mal ein wenig vorweg gegriffen – ist folgendes:

[…] „Um diesen Herausforderungen optimal zu begegnen, müssen Wissenschaft, Agrar-, Ernährungs-, Chemie-, Energiewirtschaft und Politik auf der einen sowie Produzenten und Verbraucher auf der anderen Seite zukünftig optimal zusammengeführt werden.” Dafür sind dann auch Sozial- und Geisteswissenschaften gefragt,  die „die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Fragen des Verhaltens und der Akzeptanz neuer Technologien” zu bearbeiten haben. Denn „Die aktuelle Debatte zur Grünen Gentechnik unterstreicht beispielhaft, dass ein für Forschung und Innovation aufgeschlossenes gesellschaftliches Klima sowie verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen notwendig sind, um die Chancen dieser Technologie in Deutschland im internationalen Wettbewerb besser erschließen zu können (…) Nur mit einer hohen gesellschaftlichen Akzeptanz können entsprechende Voraussetzungen für eine bioökonomische Forschungslandschaft in Deutschland geschaffen werden.”

http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/07/28/globale_biooekonomie_und_nationale_biomasse/