Merkels Atompläne Stoppen!

Angela Merkel will die Atomkraftwerke durchschnittlich 12 Jahre länger am Netz lassen. Am 28. September soll das Bundeskabinett über die längeren Laufzeiten entscheiden. Unterzeichnen Sie unseren Bürger/innen-Appell dagegen!

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Deutschland, Deutschland …

via spiegelfechter (click)

Nun hat also unser Bundes-Hortschle erstmals offen ausgesprochen, was schon die Bertelsmannstiftung und das Bundeswehr-Weißbuch 2006 so anschaulich für uns dargelegt haben: Wer regiert die Welt?

Die deutsche Bertelsmann-Stiftung sagt das baldige Ende der globalen US-Dominanz voraus und verlangt eine
dramatische Aufrüstung der Europäischen Union. Wenn der Kontinent den „European Way of Life“ beibehalten wolle,
müsse sich „Europa“ auf dem gesamten Planeten militärisch behaupten, verlautbart das Politik-Institut des
international führenden Medienkonzerns. Für „Krisengebiete weltweit“ habe „eine größere Zahl (…) von
einsatzfähigen Kräften“ bereitzustehen

Hier zeigt sich einmal mehr die Tradition der Bertelsmänner als großer „Widerstands-Medienkonzern“, der schon im 2. Weltkrieg mit seinen richtungsweisenden Schriften den Lauf der Geschichte aktiv mitbestimmt hat:

Josef Goebbels, Reichspropagandaminister: „Die nationale Politik eines Volkes findet ihren beredetsten Ausdruck, ja ihr Symbol, in Buch und Schwert. Wir Männer der nationalsozialistischen Tat könnten ein Leben ohne Buch nicht mehr als lebenswert erachten.“

Wie im Großen so im Kleinen

So weiß auch der DGB-Vorsitzende von NRW um die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit mit der Bertelsmannstifung. Es gilt also an den Reformen im Sozial-, Wirtschafts-, Gesundheits- und Bildungsbereich festzuhalten, weswegen für DGB-Landeschef Schneider eine große Koalition aus CDU und SPD  einer „Koalition der wirtschaftliche Vernunft“ gleichkommt.

In diesem Sinne gilt es auch,  mindestens solange an der Atomenergie festzuhalten, bis auch der Zukunftmarkt der erneuerbaren Energien, fest in deutscher Hand ist, selbstverständlich in jener der Großkonzerene.  Auch der Klimawandel muss von den diversen Lobbysten der Ölindustrie mindestens noch solange hinausgezögert werden,  bis ein uneingeschränkter Zugriff auf nachwachsende Rohstoffe und  auf die Lithiumreserven dieser Welt sichergestellt ist. Schließlich geht es dabei auch um die Zukunft der deutschen Autoindustrie und die Sicherung unserer Exportweltmeisterschaft.

Die LINKEn in NRW und anderswo sollten also zuallerst einmal an ihrem Demokratieverständnis arbeiten und von ihren lächerlichen Forderungen wie einer „Verstaatlichung der Energiekonzerne“ oder „Eine Schule für Alle“ Abstand nehmen und lieber selbst einen Weiterbildungskurs bei einem führenden Bertelsmann-Coach buchen.

Wer wie die LINKEn in NRW behauptet, die DDR sei eine Diktatur gewesen und kein demokratischer Staat, der sollte auch wissen wer im „integrierten Europa“, bzw. in Großdeutschland 2010 das Sagen hat!

Deutschland Deutschland lalalalala

Eil-Aktion: Atomlobby raus aus der Atomaufsicht!

http://www.ausgestrahlt.de/

Liebe Freundinnen und Freunde,

Es ist ein Skandal: Der neue Bundesumweltminister Norbert Röttgen beruft einen der führenden Atomlobbyisten zum Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit und damit zum obersten Atomaufseher der Republik. Gerald Hennenhöfer ist berühmt-berüchtigt, weil er immer wieder in seinem Berufsleben zwischen Atomaufsicht und Atomwirtschaft pendelte und hauptsächlich damit beschäftigt war, Risiken von Atomanlagen zu vertuschen. Sein jüngster Coup war die versuchte Verschleierung des Asse-Skandals noch im Jahr 2008.

Wir wollen die Entscheidung des Umweltministers nicht hinnehmen. Deshalb rufen wir Dich zu einer Eil-Aktion auf: Unterzeichne den Offenen Brief an Röttgen und fordere ihn auf, die Berufung Hennenhöfers umgehend zurückzunehmen!
http://www.ausgestrahlt.de/aktionen/atomaufsicht

Vom Uranabbau zum Atommüll

atommuellfaesser_02Das Vorhaben der schwarz-gelben Geisterfahrer,  nun  den Ausstieg aus dem Atomausstieg zu vollziehen, sollte eigentlich die Massen der Atomkraftgegener auf die Straße jagen. Mitglieder der Anti-Atombewegung starteten bereits am 26. September 2009  mit Aktionen, Mahnwachen und einer Belagerung der Koalitionsverhandlungen, eine Chronik der Aktionen findet sich hier. Jeder der sich gerne an weiteren Aktionen beteiligen und darüber informiert sein will, kann sich hier den newsletter von ausgestrahlt.de abbonieren.

Weitere Hinweise:

Wer von Euch wusste eigentlich, dass  bis vor kurzem auch in Deutschland  Uran abgebaut wurde?! Ich jedenfalls habe erst heute davon erfahren,  via  nuking the climate:

[…]  nämlich zwischen 1946 und 1990 von der SDAG Wismut in Thüringen und Sachsen. 7163 Minenarbeiter starben dort an Lungenkrebs.
5237 davon wurden als Strahlenopfer anerkannt. (Quelle: Peter Diehl: Uranium Mining on Eastern Germany: The WISMUT Legacy) Nach der Wende wurde der Abbau eingestellt, nicht weil die Vorräte erschöpft waren, sondern weil der Abbau mit seinen Gefahren in der BRD nicht durchsetzbar ist.

Die Wismut ist also ein gutes Beispiel dafür, dass die Risiken des Uranabbaus innerhalb der BRD nicht zu verantworten sind. Wir können uns die Atomkraft nur leisten, weil wir das Uran aus anderen Ländern importieren und die Risiken des Abbaus auf andere Länder und deren (v.a. indigene) Bevölkerung abwälzen.

Die Atomindustrie verschweigt das gerne: “Wegen der unkomplizierten Verfügbarkeit des Brennstoffs Uran bezeichnet man Kernenergie auch als heimische Energiequelle.” (Quelle: www.kernenergie.de)

download PDF: Altlast Wismut – von Michael Beleites – Ausnahmezustand, Umweltkatastrophe und das Sanierungsproblem im deutschen Uranabbau

! Hier gibt es einen interessanten Beitrag des Bayerischen Rundfunks zur Wismut: Podcast zum Download ! (sehr interessant, unbedingt anhören! Anm. G.)

Mehr Infos über die Wismut gibt es auch bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wismut_(Unternehmen)

Die ausführliche Filmdokumentation “terra incognita- DIE WISMUT” gibt es hier zu bestellen: www.wismut-buga-dvd.de

Desweiteren kann man sich jetzt den Film Nuking the climate – strahlendes Klima – eine Spurensuche nach der Herkunft von Atomstrom” in voller Länge online ansehen, es wird aber darauf hingewiesen, dass  man sich freuen würde, wenn der  Film in guter Vorführqualität und gegen einen kleinen Unkostenbeitrag nach wie vor bestellt werden würde.

Der Film zeigt, dass Atomstrom ein globales Produkt ist. Er informiert die NutzerInnen von Atomkraft hierzulande über die Risiken für Mensch und Umwelt, die beim Uranabbau woanders verursacht werden. Australien hat die weltweit größten Uranvorkommen und dient als Beispiel dafür, woher das Uran kommt, wo es hingeht und was davon übrig bleibt… weiter zum Film

hier noch 2 Beiräge zum Alptraum Atommüll

Bericht des Auslandjournals vom 30.09.2009

Pranorama vom27.08.2009

siehe auch:

Update Atom Endlager Asse

dieser Beitrag wurde auch auf duckhome gepostet

Nachtrag zu: Dreht Hugo jetzt durch?!

Es ist ja nichts neues, dass Chavez auf Atomenergie baut, die Art und Weise wie er sich und sein Vorhaben, sich von Iran bezüglich dem Aufbau eines nueklearen  Dorfes helfen zu lassen,  in Szene setzt, finde ich einfach nur abstossend. Da ich wenig über die aktuelle Energiegewinnung in Venezuela weiss, habe ich  mal etwas recherchiert, vor allem danach, wie es in  puncto Ausbau und Entwicklung erneuerbarer Ernergiequellen aussieht.  Bei der Deutschen Energie Agentur dena fand ich folgenden Bericht:

Geschäftsreise nach Venezuela
Vom 05.10. bis 09.10.2009 findet eine AHK Geschäftsreise nach Venezuela zu den Technologieschwerpunkten Solar-, Bio- und Windenergie statt. Die Präsentationsveranstaltung ist am 6. Oktober in Caracas geplant.
Zwar stehen Erneuerbare Energien in Venezuela noch ganz am Anfang ihrer Nutzung, allerdings kann über die „nationale Politik für alternative Energien“ innerhalb des Sozial- und Wirtschaftsentwicklungsprogramms der Nation für den Zeitraum 2007 – 2013 ein deutlicher Schub erwartet werden. So wurden u.a. bereits das „Comité de Energías Renovables (CER)“ und das Nationale Register für Erneuerbare Energien (RNER, Amtsblatt Nr. 38.683) eingerichtet.

Das Bioenergiepotenzial Venezuelas basiert hauptsächlich auf einer jährlichen Holzproduktion von über einer Mio. m³ und der Produktion von Pflanzenölen im Umfang von ca. 96.000 Tonnen pro Jahr. Über den Aufbau einer eigenen Bioethanolproduktion auf der Basis von Zuckerrohr will Venezuela künftig 10% seines Treibstoffbedarfes decken. In einem ersten Schritt sollen bis zum Jahr 2012 mindestens 20 Destillerien errichtet werden. Ferner werden der Aufbau einer Infrastruktur zur Entsorgung eines täglich anfallenden MüIlaufkommens von 30.000 Tonnen und die Einrichtung von geordneten Deponien mit Anlagen zur energetischen Nutzung der Deponiegase erwogen.

Im Solarenergiebereich fördert die Regierung derzeit die Anwendung von Off-Grid Systemen zur Elektrifizierung netzferner Siedlungen. Durch die Weiterführung des Regierungsprojektes „Sembrando Luz“ (Licht säen) sind aktuell 2.000 Systeme zur häuslichen Elektrifizierung sowie zahlreiche Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung und Wasserentsalzung geplant. Darüber hinaus besteht Bedarf an einer Machbarkeitsstudie für den Aufbau einer Siliziumproduktion mit einer Produktion von 2.500 Tonnen pro Jahr sowie weitere Beratungsleistungen in den Bereichen Polysiliziumreinigung und Produktion von Zellen.

Der Plan „Piloto Nacional de Generación Eólica“ (Nationaler Pilotplan zur Windkrafterzeugung) definiert vier potenzielle Standorte für Windparks. Allein in Pueblo Nuevo auf der La Guajira-Halbinsel sind ca. 250 km² Küstengebiet für die Erschließung und Installation von 1.500 MW vorgesehen. Im Offshore-Bereich des Golfes von Venezuela ist in zugänglichen, ruhigen und flachen Gewässern ein theoretisches Potenzial für eine Kapazität von über 10 GW ermittelt worden.

Ich verstehe einfach nicht, warum nicht weiter in Richtung Solarenergie investiert (bzw. warum das dann nicht reichen sollte) und eine dezentrale Energieversorgung ausgebaut wird, die auch zu der Struktur der neu entstandenen Kommunen in Venezuela passt,   warum Chavez überhaupt auf Atomkraft setzen will,  wo die damit verbundenen Gefahren und Probleme allseits bekannt sind. Will er unbedingt Atommüll anhäufen und tödliche Geschäfte damit machen?

Was die Iraner betrifft, klar pokern die. Bislang geht es natürlich darum, die eigene Macht zu demonstrieren um sich so vor dem US- Imperialismus  behaupten zu können. Wenn Chavez  unbedingt meint, an dieser Pokerpartie teilhaben zu müssen, dann finde ich das einfach nur erbärmlich. Die Welt gewinnt weder an Sicherheit,  wenn Iran, Venezuela, Russland und China dieselbe Politik wie ihre imperialistischen Gegner betreiben, noch lösen sich dadurch irgendwelche Probleme. Sie sollten vielmehr den Weg in die Zukunft einschlagen und Obama und dem Westen signalisieren, dass eine Entspannungspolitik tatsächlich angestrebt wird. Die zivilen Friedens-und Freiheitsbewegungen sollten hier den größt möglichen Druck ausüben, sich noch besser vernetzen und weder spalten noch ruhig stellen lassen.

Finde ich.