Ohne Abschiedsbrief in den Tod, den kleine Sohn allein zurück in der Wohnung gelassen

Mark Madoff, der Sohn des Banksters und grössten Wirtschaftsbetrügers der Geschichte Bernard Madoff wurde erhängt in seiner Wohnung in New York aufgefunden.  Genau 2 Jahre nachdem der Vater sich seinen Söhnen offenbart hatte, die daraufhin Anzeige gegen den Vater erstatteten.

Die Frau von Madoff, die zusammen mit den beiden Kindern aufgrund von fortwährenden Drohungen einen anderen Namen angenommen hatte, war zu der Tatzeit mit einem der Kinder in Florida. Sie erhielt dort eine Nachricht (auf welchem Weg konnte ich bislang nirgendwo lesen edit: dachte ich mirs doch, laut Huffington Post via e-mail, hatte ich wohl überlesen!) von Mark Madoff, sie möge nach dem gemeinsamen 2 jährigen Sohn sehen, der bei ihm in der New Yorker Wohung war.

Ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden.

Ich halte diese Nachricht hier einfach mal fest, weil hier leider mal wieder meine VT-Glocken bimmeln und ich den Fall weiterhin verfolgen werde.

Natürlich hab ich keine Ahnung, was dieser Mark Madoff für ein Typ war, er war jedenfalls verantwortungsvoll genug, seinen Wallstreet-Gangster-Dad anzuzeigen und an der Aufklärung des „Jahundertbetrugs“ mitzuwirken.  Ob er nun so depressiv geworden ist, dass er es fertig bringt, sich trotz der Anwesenheit seines kleinen Söhnchens mit einer Hundeleine zu erhängen, kann ich nicht beurteilen. Ich kann da nur von mir selbst ausgehen, ich hätte auch im depressivsten Zustand (den ich schon auch kenne)  meine Kinder irgendwo hin in Sicherheit gebracht, bevor ich mich vom Acker mache. Es läuten wie gesagt die Glocken – und das hat nun leider mal wieder gar nix mit Weihnachten zu tun.

PS. vermutlich gehe ich aber doch einfach nur viel zu sehr von mir selbst aus. Ich kann mich in dererlei Familienverhältnisse schlichtweg nicht hineindenken. Die Vorstellung, der kleine Junge hätte seinen an der Hundeleine baumelnden Daddy zuerst gefunden und noch bevor irgendjemand bei ihm gewesen wäre, macht es mir einfach unmöglich nachzuvollziehen, dass jemand, auch wenn der ein depressiver, frustrierter Millardärssohn ist, sein Kind, für das zu sorgen er bis dato offensichtlich noch in der lage war,  einer solchen Situation tatsächlich ausliefert.

hier ein paar Medienberichte:

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Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und das Celler Loch kein Einzelfall!

Habe hier bei Markus Kompa (lesen!) ein ganz grandioses Video gefunden, guckst du hier:

Im Anschluss noch 2 Leseempfehlungen zum Sonntag:

BayernLB Ex-Tochter Hypo Alpe Adria Bank in Journalistenmord verwickelt?

Dr. Alexander von Paleske —- Am 23. Oktober 2008 explodiert eine auf einem Motorrad angebrachte Bombe in der Stara Vlaska Strasse der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Sie reißt zwei Menschen in den Tod, weitere werden verletzt.

Ein investigativer Journalist muss sterben
Die Opfer sind der investigative kroatische Journalist und Herausgeber der Wochenzeitung Nacional Ivo Pukanic, und der Marketing – Direktor des Blattes, Niko Franjic.

Nun stehen die angeblichen Mörder in Belgrad vor Gericht. Es sind der serbische Mafiaboss Sreten Jocic und zwei weitere Angeklagte. Ihnen wird Auftragsmord und Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Für 1,5 Millionen Euro sollen sie Pukanic verfolgt und schließlich mit einer Bombe getötet haben, nachdem ein erster Mordanschlag im April 2008 fehlgeschlagen war.

weiterlesen

und nochmal Markus Kompa: Banken-Geheimdienst

siehe auch die Ergänzungen zu Gladio u. zur Schweizer P26 im Beitrag zu Hermann Scheer

Gevatter Ackermann und die geplünderte Republik

Gevatter Ackermann wird für seine herausragenden Leistungen“, dem Staat Milliardenbeträge abzupressen, zum Bankster des Jahres 2009 gekürt. Die Geplünderten der Republik neigen ihr Haupt in Demut und Dankbarkeit.

Wer sein Leben lang malocht hat und ein paar Jahre vor Renteneintritt seinen job verloren hat, sei es weil die Maloche seine Gesundheit ruiniert hat, oder weil er duch eine jüngere, konstengünstigere Arbeitskraft ersetzt wurde,  sei es weil die Firma ausgelagert hat oder bankrott gegangen ist, unwesentlich – der Geschädigte verzichtet natürlich „freiwillig“ zu Gunsten des barmherzigen Gevatters auf seine Rentenbeiträge, gegebenenfalls natürlich auch auf seine Erwerbsminderungsrente. Und nicht nur das, er läßt sich sogar freiwillig in ein 25 Quadratmeter großes Wohnklo umsiedeln, sofern er zu den Auserwählten gehört, denen ein solcher Luxus überhaupt in Aussicht gestellt wird. Alle anderen finanzieren die überschüssigen Quadratmeter selbstverständlich aus eigener Tasche, auch wenn ihnen diese gerade von einem staatlich subventionierten Handtaschenräuber entrissen wurde –  wen kümmert das schon, es bleiben ja immer noch ein paar Rippen, aus denen ganz sicher noch was rauszuschneiden ist.

Wer noch jung und bei Kräften ist und meint, er könne sich erlauben, trotz seines Niedriglohns Kinder in die Welt zu setzen, wird freilich einsehen, dass gerade für ihn und seine Brut kein Elterngeld zur Verfügung steht, denn es ist schließlich ein Naturgesetz, dass nur dem, der auch hat, gegeben werden kann. Auch wer das Glück hat,  mit seinem Einkommen noch ein paar Euro über dem Existenzminimum zu liegen, weiss mitlerweile, dass er nur durch eine drastische Wohngeldkürzung Anspruch auf Hartz IV – und somit auch auf eines dieser 25 m² Luxus-Wohnklos hat und wird die Kürzung folglich mit großer Dankbarkeit begrüßen.

Wer krank ist, sollte sich so lange wie möglich schonen und Arztbesuche zumindest so lange hinauszögern, bis er so geschwächt ist, dass er diesen nicht mehr selbstständig aufsuchen kann. Würden nämlich alle Patienten so verantwortungsbewusst handeln, könnten sich die Hausärzte endlich ihre teuren Praxen sparen und ihre Dienste einfach mobilisieren. Und auch wenn die Ärzte dann bei ihren Hausbesuchen oftmals nicht mehr tun könnten, als den Totenschein auszustellen, so würden dann doch immerhin die Kassen ganz erheblich entlastet, was sich leztlich nur positiv auf die Versicherungsbeiträge auswirken würde.

Freuen wir uns also, der Sozialstaat hat endlich feddich und der Weg in die grenzenlose Freiheit kann ungehindert gepflastert werden – gepflastert durch unsere Eigenverantwortung und Solidarität mit den Mächtigen dieser Welt. Unsere Devise ist des Schmiedes Glück – spekulieren wir damit und säen es aus, auf dem fruchtbaren Ackerland der freien Märkte!

flatteur!

unser kl. flatteur geht heute  an das Welt-Wohnklo-Musikprojekt von Wilfried Schmickler

Leseempfehlung: Jean Ziegler über Griechenland

FLUCHTGELDER. Gemäss Schätzungen der Europäischen Zentralbank liegen in der Schweiz 36 Milliarden Euro unversteuerter Fluchtgelder griechischen Ursprungs. Diese Steuer- und Kapitalflucht ist permanent: Im Januar 2010 flossen griechische Fluchtgelder von drei, im Februar von fünf Milliarden Euro zu ausländischen Banken.
Derweil erlebt das griechische Volk eine Erpressung, wie sie in der jüngeren Geschichte unseres Kontinents einmalig ist. Ein Blick zurück: Während langer Jahre regierte in Athen die Clique um den scharf rechten Kostas Karamanlis. Als politischer Handlanger der griechischen Hochfinanz half er gewissenhaft bei der Plünderung des Landes. Beispiel: Die Gebühren und Ticketsteuern der griechischen Flughäfen wurden dank einem Geheimvertrag mit der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs auf sechs Jahre hinaus verpfändet. Die aufgenommenen Millionenkredite verschwanden.

weiter zum Artikel: Athen im Widerstand

Wirtschaftssteuerung

Weitere Leseempfehlungen

Jochen Hoff hat auf duckhome eine sehr schöne Serie gestartet: Einnahmen erhöhen anstatt Deutschland kaputt sparen – heute geht es um Wirtschaftssteuerung

hier seine vorigen Themen:
Einnahmen erhöhen anstatt Deutschland kaputt sparen – Abschreibungen
Einnahmen erhöhen anstatt Deutschland kaputt sparen – Luxussteuer
Einnahmen erhöhen anstatt Deutschland kaputt sparen – Vermögens- und Erbschaftssteuer

Zum Thema Wirtschaftssteuerung sei außerdem auf diesen Beitrag von Hartmut Finkeldey hingewiesen, in dem es um zockende Kommunen geht, die gegen Ackermann klagen  dabei aber anscheinend darüber hinwegtäuschen wollen, dass sie selbst für ihr verantwortungsloses Handeln zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gestellt gehören.