Liebe Kitty

Wie du weisst, gehe ich derzeit auf dem Zahnfleisch spazieren. Mein Nervenkostüm scheint mir irgendwie nicht mehr so richtig zu passen, nicht dass ich zugenommen hätte, beileibe nicht. Das Untergewicht hält sich konstant. Evtl. sollte ich darüber nachdenken, eine Mastkur an der See mit anschließender Kreuzfahrt über den Nil zu buchen. Allerdings wissen wir beide sehr genau, dass es dazu nicht kommen wird. Dem militärisch-industriellen Komplex ist einfach nicht zu trauen. Weder am Nil noch anderswo. Schau dir an was sie in Libyen veranstalten. Und das alles nur um ihre Aktienkurse vor dem sicheren Verfall noch mal eben in die Höhe zu jagen, ein wenig Viagra und dann wirds ihnen schon nochmal kommen.

An einen gemütlichen Kibbutzaufenthalt zur Resozialisierung meines Eigenbrötlertums und zur Stärkung der Abwehrkräfte ist derzeit auch nicht zu denken,  unser gemeinsamer Freund Rolf Verleger hat ja schon dargestellt warum.

Was nun die Schwabenmetropole betrifft, so wird dort zwar unaufhaltsam gegen dieses Irrsinsloch im Untergrund geschaufelt, doch wenn es um diesen o.g. Komplex geht, verkriechen sich alle wieder in ihre eigenen Löcher. Außer ein paar roten Fahnenschwenkern, die den Leuen Angst u. Schrecken einjagen – war keiner zu sehen. Kein Wunder, wenn außer dem Wort „Imperialismus,“ das im Gegensatz zu dem erhofften Groschen, gefühlte 200 mal fiel, weiter nicht viel zu hören war. Und solange das Blut im Trinkwasser, das hier so üppig aus den Hahnen quillt, nicht gesehen wird, das Wasser dafür aber den Durscht löscht, scheint ja doch noch alles in bester Ordnung zu sein.

Naja immerhin ein paar bebrillte händymänner machten Fotos, ich lächelte und winkte ihnen freundlich posend zu. Man kann ja nie wissen, ob sie nicht auf dem Tisch irgendeines Headhunters landen und der Entdeckung meines angeknaxten Talents doch noch einmal dienlich sein könnten.  Meiner durchkreuzten Hollywood-Karriere am Konstanzer Theater will ich jedenfalls nicht länger nachtrauern. Schon gar nicht kurz vor Karfreitag. Da gilt es sich auf die Wiederauferstehung zu konzentrieren. Und ich will hier auch niemanden anklagen, nein Kitty, das steht mir nicht zu. Ich hätte ja die Möglichkeit gehabt, das Mikro in die Hand zu nehmen und mein Anliegen mit dessen Hilfe akustisch zu verstärken. Es wurde mir schließlich gereicht. Und ich  konnte es nicht annehmen, weil dieses verdammte Nervenkostüm auseinanderzufallen drohte.

Der einzigen, der ich heute also einen Vorwurf machten könnte, bin ich, Kitty.

Bis bald

Just me.

PS. Solange sich die Menschen noch nicht mal darüber wundern, dass eine „No Fly Zone“ als Lenkflugautobahn für durchgeknallte Bombenraser herhalten darf, solange wundere ich mich auch nicht darüber, dass es Menschen gibt, die glauben den Chinesischen Machthabern ginge es um Aufklärung, Menschenrechte und Humanismus.

Advertisements

Mein Freund der Jude

wird der klaren Worte auch nicht müde

http://blip.tv/play/heAlgb6SYAI.html

Ps. und btw:  Rolf Verleger wurde vor einiger Zeit übrigens kurz bevor er einer Einladung der Konstanzer VHS folgen wollte, aus unerklärichen Gründen von den Veranstaltern wieder ausgeladen. Genausowenig statt findet die für den 19. April geplante Podiumsdiskussion im Konstanzer Theater zum Thema „Das blutrote Schwäbische Meer, Rüstungskonzerne vor unserer Tür und ihr Geschäft mit dem Tod“. Und über den Kooperationsvertrag der Uni Konstanz mit dem Rüstungskonzern EADS hört man nichts weiter als garnix.

[update 2] Will die Uni Konstanz Kriegs-Uni werden?! Ein Boykottaufruf!

An alle Konstanzer Studis, Nerds, Netzaktivisten und Berufsblogger! Bitte um Eure Hilfe!

Da ich selbst technisch völlig unversiert bin und außerdem mittem im Umzugsstress,  bitte ich Euch auf diesem Wege um tatkräftige Unterstüzung dahingehend, einen Boykott – bzw. Protestaufruf gegen die Uni Konstanz zu starten.

Worum geht es?

Es geht darum, dass neben diversen Schulen im Bodenseeraum, auch die Uni Konstanz einen Kooperationsvertrag mit dem Rüstungskonzern EADS abgeschlossen hat, genauer gesagt mit Astrium und Cassidian:

! http://www.astrium.eads.net/de/pressezentrum/astrium-und-cassidian-kooperieren-enger-mit-der-universitat-konstanz.html !

Gegen Libyen wird gerade ein Krieg vom Zaun gebrochen, weil der dortige Lametta-Diktator nicht zuletzt mit Waffen vom Bodensee sein eigenes Volk abschlachtet. Es gibt so gut wie keinen kriegerischen Konflikt auf dieser Welt, der nicht getragen wird von unserer heimischen Waffenindustrie. Gleichzeitig werden die EADS-Technologien gegen Flüchtlinge eingesetzt.

Wissen die Studenten eigentlich von diesem Kooperationsvertrag? Wie sieht es mit den Dozenten und Professoren aus? Wir brauchen uns wahrlich an keiner internationalen „Friedensmission“ der Welt zu beteiligen, solange wir hierzulande alles daran setzen, Kriege aus reinem Profit -und Wachstumsfetichismus am Laufen zu halten, um uns so den zweifelhaften Exportweltmeistertitel zu sichern.

Weitere Hintergrundinfos zur Rüstungsindustrie am Bodensee (EAD Astrium, Cassidan etc) siehe:

http://klarschicht.wordpress.com/

http://waffenvombodensee.webnode.com/

[update1] siehe jetzt auch aktuell auf der waffenvombodensee-seite:  Uni Konstanz lässt sich kaufen!

[update 2] siehe auch:

Ghaddafis Freunde

Hintergrund. Deutsche Unternehmen rüsteten das libysche Regime unter Muammar Al-Ghaddafi mit Wissen der Bundesregierung seit Jahren auf. Giftgas inbegriffen

Von Winfried Wolf

http://www.jungewelt.de/2011/03-24/022.php

Also, bitte Jungs u. Mädels, lasst euren Cappuchino stehen und legt mal los – wir brauchen eine schlagkräftige Boykott – u. Protestaktion gegen diesen Irrisinn! Boykott Kriegs-Uni Konstanz!

Zur Einstimmung an alle Konstanzer Studies, so haben das 2009 die Düsseldorfer gemacht, als sich Rheinmetall auf deren Campusgelände pofilieren wollte:

Nachtrag: Um das hier auch nochmal aufzugreifen und festzuhalten:

Abschied aus der Zivilproduktion und von 93 Beschäftigten

Tognum AG, einer der größten Bodensee-Rüstungsbetriebe mit Sitz in Friedrichshafen, konzentriert sich noch stärker als bisher auf das Geschäft mit dem Militär. Nicht anders ist der Rückzug des Unternehmens aus der stationären Brennstoffzellentechnologie zu erklären, der überraschend zum Jahresanfang verkündet wurde. Denn gerade diese Technologie könnte eine alternative Energieversorgung in Krankenhäusern, Schwimmbädern und kleinen Kommunen gewährleisten. Doch Vorstandschef Volker Heuer sieht keine Möglichkeit, „dass sich das Geschäft kommerziell gestalten lässt“. >>>weiter auf seemoz

Wäre es nicht auch endlich an der Zeit für eine kleinen Meuterei?! Wer um Himmels Willen braucht solche kriegsgeilen Vorstandsvorsitzenden?

Georg Elser war ein Kommunist und das war auch gut so!

Und genau aus diesem Grund wurde er Jahrzehntelang totgeschwiegen. Noch nicht mal die Konstanzer, die ihm ein Denkmal setzten, (das aussah wie ein guillotiniertes Haupt!) hatten den Mumm, denjenigen einzuladen und reden zu lassen, der wirklich eine Ahnung von Elsers Leben hatte.  Hellmut Hasis nämlich, der die ausführlichste Elser Biografie geschrieben hat, die es gibt.

Ihm gebe ich hier und heute das Wort.

GEORG ELSER
und die neue Tendenz zur (rechten) Entpolitisierung

Nr. 36

Überlegungen von Hellmut G. Haasis
nach einer Kurzbesprechung
von Gunther Hartwig (gha)
(Südwestpresse 27. Dezember 2010, S. 2)

Die Südwestpresse, die Stuttgarter Zeitung und andere Provinzblätter glänzten über vier Jahrzehnte mit der VERDRÄNGUNG Elsers aus ihren Blättern und unserem Geschichtsbild.

Seit 1969 war Elsers einmalige Tat gegen Hitler (Bürgerbräukeller München 8. November 1939) erforscht, 1970 kam das Gestapo-Verhörprotokoll heraus und wurde immer wieder nachgedruckt.

Genügend Zeit, den toten Elser kennen zu lernen. Unsere Journalisten hielten sich bis heute zurück. Meine Elser-Biografie (Erstedition von 1999) nahmen sie nicht wahr. Elser fehlte der gutbürgerliche Stallgeruch, mit diesem Widerstandskämpfer konnte man nicht ANGEBEN, keine SENSATION VERKAUFEN.

Nun bringen die beiden Berliner Professoren Peter Steinbach und Johannes Tuchel eine alte Arbeit als Taschenbuch heraus (Georg Elser. Der Hitler-Attentäter).

Mit einem Schlag erwacht der altgediente Berlin-Korrespondent der Südwestpresse Gunther Hartwig und schwingt sich gegen seine bisherige politisch-kulturelle Linie zu einer Lobeshymne für Elser auf.

Ungläubig reibe ich meine Augen, was ist da passiert? Offenbar bekommen inzwischen Anhänger des NEOLIBERALISMUS das Bedürfnis, in den gnadenlosen Zeiten von PROFITGIER und massenhaftem Absturz in ein PREKÄRES LEBEN sich wenigstens einen einzigen Anständigen an die Brust zu heften.

Möglichst mehrere.

Moderne Heiligen unserer BANKER, SPEKULANTEN, POLITIKER, LOBBYISTEN und sonstiger KRIMINELLER?

Gunther Hartwigs Minirezension zu Georg Elser stellt Elser neutral vor – schon ein Fortschritt. Von Quellenarbeit versteht Hartwig nichts, wie soll ein Journalist darin auch Erfahrung haben? Elser hat bei Hartwig keinen politischen Charakter, ist kein Linker, kein Wort davon, dass er die KPD wählte (und damit durchaus recht hatte).

Elser wird gereinigt, entpolitisiert, so dass er dem reduzierten Milieu des Neoliberalismus zumutbar ist.

Lesen wir Gunther Hartwigs Schluss im Original:

„Ausführlich werden Dokumente der Gestapo ausgewertet, dazu Vernehmungsprotokolle. So wird es am Ende möglich, die Motive des Attentäters zu erkennen und ein objektives Urteil über diesen ‚lange verkannten Widerstandskämpfer’ zu fällen. Es gab, so zeigt sich, bereits frühzeitig Menschen im Dritten Reich, die das Unheil voraussahen, das Hitler über die Deutschen und ganz Europa brachte, und die den Mut hatten, sich dem Diktator in den Weg zu stellen.“

Wer bei der Sprache genau hinsieht, kann an diesem Beispiel aufs genaueste sehen, wie ein MYTHOS, eine LEGENDE, eine LÜGE, eine VERHARMLOSUNG, eine VERDUMMUNG geboren wird.

Wir sollten die Stelle nochmals lesen, wo der BETRÜGER Gunther Hartwig die ideologische Weiche stellt – und Hand an die Korrektur der Geschichte legt.

Der linke libertär-sozialistische Schreiner Elser passt auf einmal für alle, auch für Rechte, Reaktionäre, Nationalisten und Ausbeuter, weil er das „Unheil“ verhindern wollte. Mitten im Absatz springt der Journalist von der Einzahl (Elser war ein Einziger) auf die Mehrzahl über – obwohl er außer Elser niemand zu nennen vermag.

„So wird es am Ende möglich, die Motive des Attentäters zu erkennen und ein objektives Urteil über diesen ‚lange verkannten Widerstandskämpfer’ zu fällen. Es gab, so zeigt sich, bereits frühzeitig Menschen im Dritten Reich, die das Unheil voraussahen, das Hitler über die Deutschen und ganz Europa brachte, und die den Mut hatten, sich dem Diktator in den Weg zu stellen.“

Ansonsten offenbart uns die lange Beobachtung dieses Berliner Meinungsmacher ein merkwürdiges Profil. Vor ungefähr zwei Jahren entfuhr ihm bei einer Idee der LINKEN die entlarvende Bemerkung: Diese Idee sei „NICHT SATIFAKTIONSFÄHIG“.

Hoppla, was soll das? SATISFAKTION entstammt dem Reglement der SCHLAGENDEN BURSCHENSCHAFTEN. Wenn dort ein Grasdackel den andern beleidigt, muss der Angepöbelte SATISFAKTION fordern: Er hat den Beleidiger auf SCHARFE SÄBEL herauszufordern.

Zur Wiederherstellung der VERLETZTEN EHRE haben sie sich gegenseitig das Gesicht mit Säbeln zu durchfurchen. – So erzieht sich ein Teil unserer AKADEMISCHEN ELITE.

Kommt Gunther Hartwig aus diesem Milieu? PROSIT.

Alter Briefkopf des Steinbruchs Georg Vollmer in Königsbronn-Itzelsberg, neben dem Namenssigel GV sehen wir rechts das schon lange abgebrochene Sprengstoffhäuschen, aus dem sich Georg Elser im Frühjahr 1939 zehn Kilo Industriesprengstoff Donarit 3 besorgte.

Hartwig ist mit seiner verfälschenden Tendenz nicht allein. Schon 1999 warf sich der rechtsextremistische Moralphilosoph LOTHAR FRITZE ins Zeug, um Elser ANZUPÖBELN.

Fritze gestand in einem Interview: Auf die Idee, Elser die acht Todesopfer im Bürgerbräukeller 1939 persönlich anzulasten, sei er gekommen, als er vor dem 60. Jahrestag erstmals von Elsers Anschlag hörte und sich empörte, dass Elser dafür anerkannt werde. Das sei DER EHRE ZU VIEL.

Darauf brachte Fritze am 8. November 1999 in der FRANKFURTER RUNDSCHAU einen „moralphilosophischen“ Totalverriss heraus, sprach Elser das Recht ab, gegen Hitler ein Attentat unternehmen zu dürfen. Von Hitlers Millionen Toten sprach Fritze nicht, die waren dem Moralfilosofen unwichtig.

Warum sollte Elser kein Recht zum Anschlag haben? Weil es nicht auszuschließen war, dass er in dem Saal auch „UNSCHULDIGE MENSCHEN“ treffe.

Waren Hitlers schwerkriminelle Schläger- und Mordbanden UNSCHULDIGE?

Am 8. November 1939 bekamen Einlass in den Bürgerbräukeller nur „ALTE KAMERADEN“, die den BLUTORDEN trugen. Diese „Ehrung“ hatten sie dafür bekommen, dass sie am 8. November 1923 zu dem bewaffneten Nazi-Pack gehörten, das die bayerische Regierung samt Juden, Sozialisten, Sozialdemokraten, Kommunisten und Andersdenkenden an die Wand stellen oder aufknüpfen wollte.

Nur die Kellnerin war ein wirklich unbeteiligtes Opfer. Sie zahlte dafür, dass sie den verhassten Diktator und seine blutige Gefolgsleute bedienen wollte, denen viele den Tod wünschten. Wie viele Deutsche begriff sie nichts von den Gefahren im Umfeld eines blutrünstigen Diktators. Bei einem solchen Bluthund muss mit einem TYRANNENMORD gerechnet werden. Ein uraltes Problem – durch Erziehung verdrängt.

Die anderen sieben Todesopfer waren nazistische Mordwillige, die schon vor 1923 in Hitlers Blutstrategie bei der Zerstörung der Republik mitgewirkt hatten. Wer von ihnen in der Umgebung des Chefs umkam, war nicht UNSCHULDIG.

Außerdem sollten wir die Nazis endlich in ihrer Selbsteinschätzung ernst nehmen. Sie predigten, dass es nichts Ehrenvolleres gäbe, ALS FÜR DEN FÜHRER DAS LEBEN ZU GEBEN.

Sie bekamen in München ein Ehrengrab als MÄRTYRER DER BEWEGUNG, dort drin sollten wir sie lassen – und nicht zu Zeugen gegen das beste Attentat auf die ganze Naziführung zu machen. Denn Elser hätte mit Hitler auch dessen komplette Führungsclique hinüber nach WALHALLA schicken können, wohin sie alle gehörten.

Und Elser wartete nicht bis Juli 1944, wie die wankelmütige, viel zu lange nationalsozialistische Militäropposition um Stauffenberg.

Ps. Was hierzulande die Bodensee-Gschichtsvergessenen noch so alles unter Verschluss halten,  bzw. nach eigenem Gutdünken klittern,  werden wir auch noch zu hören bekommen. Das Leiden -zu  schwer und zuviel.

Noch ein kleiner Nachtrag: alldenjenigen,  die immer noch bei dem Wort Kommunismus zusammenzucken und die den Kapitalismus noch immer für einen Freiheitskämpfer halten, sei hiermit nochmals ganz deutlich gesagt: Georg Elser war weder Stalinist, noch Maoist, Georg Elser ein Humanist und zwar einer, der eigenverantwortlich handelte. Was passiert wäre, hätte er den Hitler und seine Chargen in die Luft gesprengt, wissen wir nicht. Was aber passiert ist, Hitler und seine Chargen walten zu lassen, das wissen wir!

My Soul

Für alle die schonmal aufgrund ihrer großen Klappe plötzlich verschwunden sind, die eingeklappst, psychopharmasakriert, dämonisiert oder guantanamosiert wurden, für alle deren Flucht vor Krieg, Hunger und Verfolgung  in einem Lager endete.

Und für all die normalen, gesunden, angepassten, schweigsamen, anständigen, für die arbeits-und strebsamen, für diejenigen, die in Freiheit und Wohlstand ihr üppiges Leben genießen.

Die Rolle der Parteien, der Kirche, der Presse…

click, hear and see...

Noch eine Anmerkung: Während der Kommentar zur Rolle der Linken im obigen Bericht noch in Bearbeitung ist, sei hier noch auf die Rolle der  hier als „zumindest offen“  beschriebenen Grünen während ihres Regiments hingewiesen:

Claudia Roth, Bündnis 90 / Die Grünen:
„Für mich ist die Lieferung von Rüstungsgütern in Regionen, in denen es möglicherweise zu einer Verschärfung von schon bestehenden Spannungen kommen könnte, auszuschließen. Und da ist der Nahe Osten natürlich eine Region.“

Mit diesem Anspruch vereinbart Rot-Grün im Jahr 2000 konkrete politische Grundsätze. Darin heißt es: Genehmigungen für Kriegswaffenexporte werden nicht erteilt für Länder:
„. . . in denen ein Ausbruch bewaffneter Auseinandersetzungen droht oder bestehende Spannungen und Konflikte durch den Export ausgelöst, aufrechterhalten oder verschärft würden“.

Doch die Realität sieht anders aus. Die Regierung Schröder verstößt gegen ihre eigenen Grundsätze. Das belegt der erst vor kurzem fertiggestellte Rüstungsexportbericht für das Jahr 2001.

Das Jahr 2001 beginnt mit Gewaltszenen in Nahost. Israelis und Palästinenser bekriegen sich. Eine Spirale der Gewalt.

Und trotzdem: Rot-Grün genehmigt weiter Kriegswaffenexporte in das Krisengebiet. Deutsche Waffen fließen in nahezu alle Staaten des Nahen Ostens.

Eine Bilanz in D-Mark.
Israel ———————————- 71 Millionen
Ägypten —————————— 30 Millionen
Saudi-Arabien ——————— 75 Millionen
Jemen ——————————– 6 Millionen
Oman ——————————— 30 Millionen
Emirate —————————— 84 Millionen
Katar ——————————— 5 Millionen
Bahrain —————————— 1 Million
Kuwait ——————————- 4 Millionen
Insgesamt: 306 Millionen D-Mark

In der rot-grünen Regierungszeit erreichten die Rüstungsexporte ihren historischen Höststand. Es ist mir absolut unerklärlich, dass diese Radikalopportunisten laut Forsa nach Umfragen z. Zt. auf 25 % kommen.

mit Dank an den Altautonomen!

siehe dazu auch die damalige rot-grüne Atompolitik, sowie die lukrativen Atomgeschäfte der Fa. des Herren Mappus – Siemens