Der Kampf ums Lithium

Interessantes SWR 2 Feature von Gaby Weber über die bolivianischen Lithiumvorkommnisse und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Interessenskonflikte.

Man kann nur hoffen, dass der Weg zum  Lithium ein friedlicher und gerechter Weg sein wird, der nicht von Putschisten und interntionalen Konzernen durchkreuzt wird.

Ps.  Auf welch anmaßende, herrschsüchtige Arte und Weise die CDU in diesem Kampf verhandeln will,  kann hier nachgelesen werden.

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Von Afrika lernen

Wir werden nur lernen, was wir leiden, Wir werden nur haben, was wir teilen, Wir werden nur wissen, was wir tun

Von Afrika lernen – mein Vater hat mal ein essay geschrieben mit dem Titel: „Kann die dritte Welt den Westen heilen?“ Daran musste ich vorhin denken, als ich den Beitrag mit Hermann Scheer über Desertec in Kulturzeit gesehen habe.  Hermann Scheer warnt vor diesem Großprojekt, das wieder nur den gefräßigen und energiehungrigen Industriestaaten zu Gute kommt, nicht aber den Afrikanern selbst.

„Von der Idee her ist dabei die Konzentration von Kapital in ganz wenigen Händen angelegt, bei wenigen Förderländern, bei wenigen großen, längst internationalen Energiegesellschaften“, sagt Scherr. „Da es ohne Energie nicht geht, bedeutet das die existentielle Abhängigkeit der Zivilisation von ganz wenigen Lieferanten.“

Soweit ich es verfolgt habe, war Desertec ursprünglich gar nicht in dieser Form geplant, sondern sollte vornehmlich ein Projekt der Levante sein. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber so habe ich es in Erinnerung. In jedem Fall ist das, was nun draus geworden ist, nichts anderes als eine neue Form des  nun“grünen Kolonialismus“

[…]„Koalition der Aufschieber“ Afrikaner werden durch europäische Eingriffe nicht zu schwarzen Europäern. Das zeigte schon die Niederlage der bisherigen Form der Entwicklungshilfe. Und schon aus diesem Grunde sollten Politiker ihre Unterstürzung für Desertec überdenken. Unisono sind alle vom Saharastrom entzückt. Am meisten die Grünen, die mit Desertec ihre Visionen Realität werden sehen und noch glauben, dass „die Sonne keine Rechnungen schreibt“. „Es ist die Koalition der Aufschieber und die Koalition der Weitermacher, die sich für das Desertec-Projekt interessieren“, so Scheer, „und die Faszination des Großprojektes ausnutzen wollen, und der Gesellschaft signalisieren: ‚Wir haben die Entwicklung schon im Griff. ‚Wir sind die Richtigen. Wir sind die Geeigneten. Wir sind Diejenigen, die das machen.“ Jede Erfahrung in allen Energiekonflikten der letzten Jahre widerspricht dem.

Solche Strukturen von Abhängigkeit können wir erst verlassen, wenn wir zum Beispiel ausgerechnet von den Afrikanern lernen würden, wie man sinnvoll mit Energie umgeht. Wenn nicht, werden wir uns noch wundern, wie die Rechnungen ausfallen werden, die uns die Sonne schreibt.

3sat Kulturzeit

P.S: Auch auf democracy now! gibt es heute viele  interessante Beiträge, zB.:

Voices from Africa: Drought, Crop Shortages, Deforestation and Increasing Number of Climate Refugees Linked to Climate Change

We are in Copenhagen, Denmark, where more than 15,000 participants from 190 countries are taking part in the two-week climate change summit. On Sunday, Democracy Now! producers Mike Burke and Elizabeth Press spoke to several delegates, activists and journalists from across Africa, from Ethiopia to Swaziland

Climate Change and the Global South: A Roundtable Discussion

We host a roundtable discussion with three guests who have extensively studied how climate change is affecting poor populations around the world: Saleemul Huq, a Bangladeshi-born scientist and lead author on parts of the last two reports by the Intergovernmental Panel on Climate Change; Lidy Nacpil of Jubilee South; and Tim Goldtooth of the Indigenous Environmental Network.

Wüstenstrom: Kurz und knapp

Sozusagen das Resümee des Artikels:

Wüstenstrom aus der Sahara – Pro und Contra

Solarstromerzeugung in Nordafrika ist nötig – für die dortigen Länder selbst. Dafür ist EU-Hilfe angesagt. Und wenn diese damit ihren eigenen Energiebedarf gedeckt haben und wir noch nicht – und der Sahara-Strom tatsächlich deutlich billiger sein sollte – kann man vielleicht in zwei bis drei Jahrzehnten über den Bau von Übertragungsleitungen reden, und zwar für dann konkret nachvollziehbaren und kalkulierbaren Bedarf.

Hermann Scheer

Wüstenstrom aus der Sahara – Pro und Contra

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Note: kleines update (Verweis auf ähliche Projekte) unten im Text

Während die die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW zurecht davor warnt,  den erfolgreichen dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien „in Bürgerhand“ durch eine zentralisierte Wüstenstromerzeugung in der Hand großer Energiekonzerne, Banken und Versicherungen zu torpedieren, sollte die andere Seite der Medaille jedoch nicht einfach ausgeblendet werden:

Afrikanische Länder wurden von vorneherein in die Desertec-Initiative eingebunden.  In den ersten Jahren würde den Plänen zufolge der Großteil der erzeugten Energie zur Stromversorgung vor allem in diesen Ländern eingesetzt werden. Die Kraftwerke könnten dort mit Meerwasserentsalzungsanlagen gekoppelt auch Probleme der Wasserknappheit lösen helfen.

Der dritte Weg auf dem dieses Projekt wohlbringen für die ganze Welt (und vor allem für Afrika!) umgesetzt werden sollte, wäre m. bescheidenen Meinung nach also der, es in die Hände  neutraler Instanzen zu legen und es nicht der Regie der  Konzerne, Versicherungen und Banken zu überlassen.

Wenn der Welthandel generell in Zukunft gerechter geregelt sein soll, wäre dieser Weg auch hier unumgänglich.*

Es müsste also m.E. eine neue Instanz im Rahmen der Vereinten Nationen gegründet werden, die dererlei Unternehmungen demokratisch kontrolliert und zum Wohle aller Länder und Menschen regelt.

*PS: möchte diesbezügleich nochmals auf  Jean Ziegler verweisen:

Was gäbe es für Alternativen zur WTO?
Ein wichtiges Gegengewicht zur WTO ist schon jetzt die UNCTAD (UN-Konferenz für Handel und Entwicklung), sie arbeitet viel mit der Zivilgesellschaft zusammen. Eine neue Organisation zur Regelung des Welthandels sollte auf jeden Fall unter dem Dach der UNO angesiedelt werden, was ja bei der WTO nicht der Fall ist.

siehe auch Das Mittelmeerprojekt im Buch der Synergie Textauszug:

[…] An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, daß es natürlich noch mehrere andere Projekte für internationale Verbundnetze gibt.

Das Projekt ‚Synthesis’ betrifft beispielsweise ein internationales Verbundnetz von Gleichstrom-Hochspannungsleitungen, mit denen die verschiedenen Zentren der Energiegewinnung in den Wüsten rund um die Erde miteinander verbunden werden können (…)

Jos Meeuwsen von der TU Eindhoven ergänzt im Oktober 2007 diese Pläne mit der Aussage, daß das Stromnetz der Zukunft ähnlich strukturiert sein müsse wie heute das Internet. Jeder sollte in der Lage sein, ‚Strompakete’ ins Stromnetz ‚herunter- oder hochzuladen’. Das Netz wird vor allem vom jeweiligen Energiemix abhängig sein, aber neue Techniken müssen dafür sorgen, daß der ‚Zwei-Wege-Verkehr’ möglich ist und das dann dezentralisierte Netz trotzdem stabil bleibt. Aus diesem Grund müssen Energietechnik, Informationstechnik und Stromelektronik so integriert werden, daß das entstehende Stromnetz dann weitgehend dem Internet gleicht.[…]

Dieser Blogeintrag wurde auch auf duckhome gepostet

Nachtrag: Hermann Scheers Resümee  der ganzen Geschichte

Und das Licht scheint in der Finsternis

und die Finsternis hats nicht ergriffen…

oder vielleicht doch bald?
Ein  Blick in die Zukunft

Warum Milliarden und Trilliarden und Billonen und weiss der Himmel viele Dollars für Waffen, Schrott und Schwachsinn ins Weltall projezieren, wenn das Licht der Welt und der Frieden auf Erden und im All den Menschen ein Wohlgefallen ist?

STOPP ! Eine andere Welt ist pflanzbar!

Solarfarm im Weltall wird Realität

Satelliten werden seit 45 Jahren mit Solarenergie versorgt (Foto: nasa.gov)
San Francisco (pte/15.04.2009/12:15) –

Das kalifornische Energieversorgungsunernehmen Pacific Gas & Electric (PGE) http://www.pge.com hat angekündigt, eine Solarfarm im Weltraum errichten zu wollen. Der Konzern will dabei mit dem Startup-Unternehmen Solaren kooperieren, das die Solarfabrik im Weltall bauen soll. Wie das Branchenportal Cnet berichtet, wurde vereinbart, dass Solarens Space Solar Plant (SSP) 200 Megawatt Energie an PGE liefert. Laut Gary Spirnak, CEO von Solaren, sollen die Lieferungen ab 2016 aufgenommen werden.

Solarparks im Weltraum werden schon seit längerem von Experten und Wissenschaftlern diskutiert. Bislang wagte sich jedoch noch kein Unternehmen an die Umsetzung. Solaren will nun Solarpanele mit Satelliten in den Weltraum schicken, wo sie stets optimal zur Sonne ausgerichtet werden und Sonnenenergie gewinnen. Die Elektrizität wird an Bord des Satelliten in Hochfrequenz umgewandelt und auf diese Weise zur Erde geschickt. Der Empfänger stellt die Rückwandlung in elektrischen Strom sicher und speist diesen in das Netz ein.

„Die SSP-Station wird das erste derartige System sein, das im Weltraum Solarenergie für die Nutzung auf der Erde gewinnt“, sagt Spirnak. Als Grundtechnologie werden herkömmliche Kommunikationssatelliten zum Einsatz kommen. „Diese Satelliten nutzen seit 45 Jahren Sonnenengergie, um die eigenen Komponenten mit Strom zu versorgen. Sie senden wiederum Hochfrequenzsignale zur Erde, um Daten zu übertragen“, erläutert der Solaren-CEO. Die Solarfarm nutze denselben Umwandlungsprozess.

Der Hauptvorteil der Solarfarm im Weltraum ist, dass Solarenergie rund um die Uhr gewonnen werden kann. „Selbst wenn es auf der Erde Nacht ist oder bewölktes Wetter herrscht, können die Solarsatelliten die Energiegewinnung zu 100 Prozent durchführen“, streichen die Solaren-Entwickler hervor. Während die Argumente für die Technologie auf der Hand liegen, bereiten die Kosten für eine derartige Anlage Probleme und hinderten die Entwickler bislang an der Realisierung. „Wir haben Prototypen der SSP-Station konstruiert und zugleich ein Entwicklerprogramm ins Leben gerufen, um eine Kostenreduktion zu erreichen“, sagt Spirnak.

Neben den Labortests plant Solaren jedoch auch Feldversuche, in deren Rahmen Testsatelliten ins All geschickt werden sollen. Die technischen Herausforderungen für die Realisierung des Solarparks sind dennoch enorm. Zu diesem Schluss kam beispielsweise eine Untersuchung im Auftrag des Pentagons aus dem Jahre 2007. Demnach wäre ein einfacher Kraftwerkssatellit mehr als zehnmal so groß wie die ISS. Allein der Transport der einzelnen Komponenten würde eine enorme finanzielle Belastung bedeuten. Auftraggeber PGE gibt sich dennoch zuversichtlich und vertraut auf die Erfahrung der Solaren-Techniker. Zwar gibt es keine genaueren Informationen zu finanziellen Details. PGE-Sprecher Jonathan Marshall meint jedoch, dass die Kosten vergleichbar seien mit jenen, die bei Verträgen über andere erneuerbare Energien anfallen würden.
pressetext.austria

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