Nachtrag zu: Dreht Hugo jetzt durch?!

Es ist ja nichts neues, dass Chavez auf Atomenergie baut, die Art und Weise wie er sich und sein Vorhaben, sich von Iran bezüglich dem Aufbau eines nueklearen  Dorfes helfen zu lassen,  in Szene setzt, finde ich einfach nur abstossend. Da ich wenig über die aktuelle Energiegewinnung in Venezuela weiss, habe ich  mal etwas recherchiert, vor allem danach, wie es in  puncto Ausbau und Entwicklung erneuerbarer Ernergiequellen aussieht.  Bei der Deutschen Energie Agentur dena fand ich folgenden Bericht:

Geschäftsreise nach Venezuela
Vom 05.10. bis 09.10.2009 findet eine AHK Geschäftsreise nach Venezuela zu den Technologieschwerpunkten Solar-, Bio- und Windenergie statt. Die Präsentationsveranstaltung ist am 6. Oktober in Caracas geplant.
Zwar stehen Erneuerbare Energien in Venezuela noch ganz am Anfang ihrer Nutzung, allerdings kann über die „nationale Politik für alternative Energien“ innerhalb des Sozial- und Wirtschaftsentwicklungsprogramms der Nation für den Zeitraum 2007 – 2013 ein deutlicher Schub erwartet werden. So wurden u.a. bereits das „Comité de Energías Renovables (CER)“ und das Nationale Register für Erneuerbare Energien (RNER, Amtsblatt Nr. 38.683) eingerichtet.

Das Bioenergiepotenzial Venezuelas basiert hauptsächlich auf einer jährlichen Holzproduktion von über einer Mio. m³ und der Produktion von Pflanzenölen im Umfang von ca. 96.000 Tonnen pro Jahr. Über den Aufbau einer eigenen Bioethanolproduktion auf der Basis von Zuckerrohr will Venezuela künftig 10% seines Treibstoffbedarfes decken. In einem ersten Schritt sollen bis zum Jahr 2012 mindestens 20 Destillerien errichtet werden. Ferner werden der Aufbau einer Infrastruktur zur Entsorgung eines täglich anfallenden MüIlaufkommens von 30.000 Tonnen und die Einrichtung von geordneten Deponien mit Anlagen zur energetischen Nutzung der Deponiegase erwogen.

Im Solarenergiebereich fördert die Regierung derzeit die Anwendung von Off-Grid Systemen zur Elektrifizierung netzferner Siedlungen. Durch die Weiterführung des Regierungsprojektes „Sembrando Luz“ (Licht säen) sind aktuell 2.000 Systeme zur häuslichen Elektrifizierung sowie zahlreiche Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung und Wasserentsalzung geplant. Darüber hinaus besteht Bedarf an einer Machbarkeitsstudie für den Aufbau einer Siliziumproduktion mit einer Produktion von 2.500 Tonnen pro Jahr sowie weitere Beratungsleistungen in den Bereichen Polysiliziumreinigung und Produktion von Zellen.

Der Plan „Piloto Nacional de Generación Eólica“ (Nationaler Pilotplan zur Windkrafterzeugung) definiert vier potenzielle Standorte für Windparks. Allein in Pueblo Nuevo auf der La Guajira-Halbinsel sind ca. 250 km² Küstengebiet für die Erschließung und Installation von 1.500 MW vorgesehen. Im Offshore-Bereich des Golfes von Venezuela ist in zugänglichen, ruhigen und flachen Gewässern ein theoretisches Potenzial für eine Kapazität von über 10 GW ermittelt worden.

Ich verstehe einfach nicht, warum nicht weiter in Richtung Solarenergie investiert (bzw. warum das dann nicht reichen sollte) und eine dezentrale Energieversorgung ausgebaut wird, die auch zu der Struktur der neu entstandenen Kommunen in Venezuela passt,   warum Chavez überhaupt auf Atomkraft setzen will,  wo die damit verbundenen Gefahren und Probleme allseits bekannt sind. Will er unbedingt Atommüll anhäufen und tödliche Geschäfte damit machen?

Was die Iraner betrifft, klar pokern die. Bislang geht es natürlich darum, die eigene Macht zu demonstrieren um sich so vor dem US- Imperialismus  behaupten zu können. Wenn Chavez  unbedingt meint, an dieser Pokerpartie teilhaben zu müssen, dann finde ich das einfach nur erbärmlich. Die Welt gewinnt weder an Sicherheit,  wenn Iran, Venezuela, Russland und China dieselbe Politik wie ihre imperialistischen Gegner betreiben, noch lösen sich dadurch irgendwelche Probleme. Sie sollten vielmehr den Weg in die Zukunft einschlagen und Obama und dem Westen signalisieren, dass eine Entspannungspolitik tatsächlich angestrebt wird. Die zivilen Friedens-und Freiheitsbewegungen sollten hier den größt möglichen Druck ausüben, sich noch besser vernetzen und weder spalten noch ruhig stellen lassen.

Finde ich.

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SPD ganz abwählen! LINKE stärken und die Grünen mit ins Boot holen

An Dreistigkeit kaum zu überbieten, was der ehemalige Sozialdemokrat Müntefering nach den Landeswahlen heute verlauten ließ:

SPD im Aufwind!

auf der Bundesebene keinen Parteienzusammenschluss zwischen SPD und LINKE

siehe Interview mit Klaus Kleber

Die feiern sich hier als Sieger, ist das noch zu fassen!

Genossen, es ist an der Zeit die SPD endlich abzuschreiben! Ich fordere alle wahren Sozialdemokraten auf, bei der Bundestagwahl nur noch die LINKE zu wählen. Die SPD muss erstmal ganz raus hier! Irgendwohin auf Selbstfindung.  Denn wer sich selbst und seine Wähler so dermaßen ans Messer liefert, darf auf keinerlei Sympathien mehr hoffen.

Die Grünen sollten sich besinnen, bevor es auch für sie zu spät ist. Die Basis muss sich einmischen und die Oberen an ihre Ursprünge erinnern. Die LINKE sollte sich in puncto Umweltschutz mit den Grünen einigen, keine Kohlekraftwerke, 100 Erneuerbar ist machbar! Die Grünen mögen sich wieder auf Friedenspolitik besinnen und kapitalistische Tendenzen zugunsten einer gerechten Sozialpolitik überwinden. Hier müssen sie sich den LINKEN annähern und von ihnen lernen, sonst kann es keinen wirklichen Richtungswechsel geben.

  • Für Frieden und Abrüstung
  • weg mit Hartz IV
  • keine Ein-Euro-Sklaverei
  • 10 Euro Mindestlohn
  • gegen Rente mit 67
  • für eine internationale Wirtschafts-und Finanzreform
  • und eine  Steuerreform durch Umverteilung von oben nach unten…

dafür steht die LINKE

und diese Ziele müssen und können (!) umgesetzt werden. Nichts anderes als einen radikalen Richtungswechsel brauchen wir, um diese Welt noch vor dem Untergang zu retten. Wer die FDP wählt, wählt den Untergang.

Mein Wort zum Sonntag, bzw. Montag