Palästina – bald ein "Independent State of Prison?"

Shir Hever, Wirtschaftswissenschaftlter des Alternative Information Center in Jerusalem, zu Gast bei Pau Jay, von TRNN:

Shir Hever: The declaration of a Palestinian state in September will face impossible borders and a neo-liberal capitalism economy

Shir Hever is an economic researcher in the Alternative Information Center, a Palestinian-Israeli organization active in Jerusalem and Beit-Sahour. Researching the economic aspect of the Israeli occupation of the Palestinian territories, some of his research topics include the international aid to the Palestinians and to Israel, the effects of the Israeli occupation of the Palestinian territories on the Israeli economy, and the boycott, divestment and sanctions campaigns against Israel. His work also includes giving lectures and presentations on the economy of the occupation. His first book: Political Economy of Israel’s Occupation: Repression Beyond Exploitation, has been published by Pluto Press.

That’s why me, myself and I’d prefere that kind of flag:

Ps. Es sei hier auch nochmals auf die Pressekonferenz zur Veröffentlichung der deutschen Übersetzung des „Goldstone Reports“ am 16. Januar in Berlin hingewiesen, veranstaltet von der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden“, sowie folgenden Brief an Herrn Goldstone.

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Mein Freund der Jude

wird der klaren Worte auch nicht müde

http://blip.tv/play/heAlgb6SYAI.html

Ps. und btw:  Rolf Verleger wurde vor einiger Zeit übrigens kurz bevor er einer Einladung der Konstanzer VHS folgen wollte, aus unerklärichen Gründen von den Veranstaltern wieder ausgeladen. Genausowenig statt findet die für den 19. April geplante Podiumsdiskussion im Konstanzer Theater zum Thema „Das blutrote Schwäbische Meer, Rüstungskonzerne vor unserer Tür und ihr Geschäft mit dem Tod“. Und über den Kooperationsvertrag der Uni Konstanz mit dem Rüstungskonzern EADS hört man nichts weiter als garnix.

Mein Freund, der Palästinenser

sucht den Bremser…

Der Palästina Express, von Anis Hamadeh

Ps. Es sei hier auch noch auf Hubert Bergmanns Schreiben an ein Mitglied des Deutschen Bundestages, Arbeitsgruppe Menschenrechte hingewiesen, und auf die kurze filmische Skizze, in der er die Eindrücke seiner Reise in die besetzte „West Bank“ verarbeitet hat.

http://vimeo.com/13000508

While The Big Ones Get Away…

Libyen

In Libyen will also ein Economic Hit Man höchst persönlich das Regiment übernehmen und die Rebellen in die Irre führen? (via) Das ist insofern neu, als dass die Hit-männer bislang ja eigentlich lieber im Hintergrund agierten. Passt aber zum aktuellen Trend von immer offener ausgetragenen Wirtschaftskriegen. Zu dumm nur, dass  in diesem konkreten Fall, das Deutsche Demokratische Entwicklungsministerium anteilsmäßig (so mutmaße ich mal) wohl eher schlechter gestellt sein dürfte, als vorher.

Israel/Palästina

Hier noch ein interessantes Gespräch mit Lia Tarachansky, die in einer israelischen Siedlung im Herzen der besetzten West Bank aufwuchs und die heute als Nahost-Korrespondentin für The Real News tätig ist. Ihr Fokus richtet sich auf die politisch- ökonomischen Aspekte der Besatzung, bzw. auf die Profiteure des Konflikts, (an dieser Stelle ein kurzer Gruß nach Überlingen am Bodensee!) sowie auf völkerrechtliche Fragen und deren Geltungsbereich.

Da das geheimrätliche Fenster zum Hof einstweilen die Jalousinen runter lässt, sei hier noch ein klarsichtiger Nachbar vom See vorgestellt

KLARSCHICHT | Der Blog am Bodensee – Durchblick oder „Schwamm drüber“?

kurzer Auszug:

5) ERINNERUNG & FRAGEN 1

Wir wissen, dass unser Land an dritter Stelle als „Exportweltmeister“ im Rüstungsgeschäft rangiert. Wir wissen dass die Bodenseeregion nicht nur ein Ort der Erholung und Regeneration für viele Millionen Menschen jährlich ist, sondern auch eine Hochburg der Waffenproduktion z.B. sogenannter „Lenkflugkörper“, weiteren Waffengattungen und Aufklärungstechnik. Meist wird dies unter der Umschreibung: „Hightech“ ins öffentlich mediale Bewusstsein lanciert zur Befriedung eventuell kritischer Bevölkerung.

Der Waffenindustrie im Grunde ja entgegenstehend zeigen jene „Erinnerungsarbeiter“ auf die durch Militarisierung beruhenden Schrecken unserer jüngeren Geschichte, machen diese transparent und mahnen gleichzeitig für die jetzige und künftigen Generationen. „Nie wieder“!

Wie ist es möglich, dass am Ortsrande von Überlingen, eine Geburtstagsfeier der besonderen Art inszeniert wird (Oktober 2010), wo unter den Augen der schweigenden Öffentlichkeit vor versammelter Lokalpolitik und Prominenz Kriegswaffen, zur Schau gestellt werden und sich Honoratioren wie Herr Stadtrat Wilhelmi als Vertreter der Stadt über diese Produktionsleistungen, in überschwenglichem Lob ergehen.

„Ein Glücksfall für Überlingen…. auch mit Blick auf das gesellschaftliche Engagement, auf Sponsoring……ich finde großartig was sie hier machen.“, so Stadtrat Raimund Wilhelmi. Cocktails und Häppchen mit den Namen der Raketen wurden gereicht um „stilgerecht anzustoßen auf den Erfolg“.

So der Bericht des Südkurier vom 26.10.2010 unter seiner Überschrift: „Prosit auf 50 Jahre Lenkflugkörper vom Bodensee“.

Wie weit muss so etwas wie Moral gesunken und historisches Bewusstsein eingeebnet worden sein, wenn dies gerade an jenem Ort gefeiert wird, an dessen anderen Ortsrand die Nazis eine Außenstelle des KZ Dachau unterhielten und dort KZ und Zwangsarbeiter, „Bombensicheren Raum schaffend“* für die Rüstungsproduktion unter totalitärer und menschenverachtender Herrschaft ihr Leben lassen mussten.

Zitat Südkurier am 15.08.2009: „Aus dem Urlaub in die Kälte des KZ Stollens“

Fragen:

Sind die heutigen Waffen denn besser, menschenfreundlicher, zielgenauer, sauberer und sicherer?

Auf jeden Fall aber „Arbeitsplatz- und Gewerbesteuer sicherer“ und die Arbeitsbedingungen ihrer Herstellung höchst komfortabel und bestens entlohnt.

Gibt es also grundsätzliche Unterschiede?

Sind etwa die KZ- und Zwangsarbeiter der Firma Diehl, unter der Naziherrschaft historisch „weniger Wert“ als jene, die in Überlingen zu Tode gebracht wurden und denen man regelmäßig gedenkt? Wird an die Überlinger Opfer erinnert unter Ausschluss der Opfer welche zu jener Zeit unter der Firma Diehl Opfer wurden, weil jene Firma heute die Nähe ihrer „Altlasten“ scheut?

Vielleicht unter dem Aspekt Verhältnismäßigkeit?

Ist etwa die Menge an Arbeitsplätzen im Rüstungsbetrieb Diehl heute mehr wert als ihre damaligen Opfer geschweige denn vor allem jener Opfer, welche durch die heutigen Arbeitsplätze bedingt sein können oder schon waren oder sind?

Führt jene Firma Diehl deren Hauptsitz sich in Nürnberg befindet, die sich heute in zig Teilfirmen und Kooperationen aufgesplittet hat und damals wie heute ein Familienbetrieb ist, nicht ins „historische Abseits“ wenn sie damals u.a. jüdische Zwangsarbeiter zu Tode brachte und heute immer mehr Spuren zum „jüdischen“ anbahnt. Zur Kooperation mit israelischen Rüstungsfirmen nämlich. „Wiedergutmachung“ der perversen Art, die zu weiterem Tod und Leid führt, dieses mal unter den Opfern Israels: Dem palästinensischen Volk!

Wird, wer diese Fragen heute nicht stellt, nicht zu einem „Sklaven“, der in Abhängigkeit nicht nur von seinem Arbeitsplatz, sondern auch in der Verstrickung in gesellschaftlichen Aktivitäten gipfelt?

Verwischt die Zeit historisches Bewusstsein, eine sich hieraus ergebende Moral und den Auftrag verantwortungsvolleren Handelns für die Zukunft?

Oder blenden die intelligenten Waffen mit ihren hohen Umsätzen, die Politik, die sich schnell in einer sexy speedigen Sprache verplappert wo Hightechflugkörper mit Sprengstoffhäppchen und Marzipanraketen versüßt, noch jeden Körper in das stumme Ghetto der Zwänge einer kapitulierten Lokalpolitik gelenkt hat. Politik, die in den Fängen der Rüstungsindustrie zappelt oder sich gar gerne dort bewegt?

http://klarschicht.wordpress.com/

sehr gute Ergänzung zu http://waffenvombodensee.webnode.com/