Lieber Gott, ich lach mich schlapp

guckst du hier warum: Wenn Christus…

wünsche allen eine erholsame, alptraumfreie Nacht!

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Genial: Reiner Kröhnert und Das Jesus Comeback

Premiere am 19.November 2009 im Pariser Hoftheater in Wiesbaden

Reiner Kröhnert darf  wohl ohne Übertreibung als prophetischer Ausnahmekabarettist bezeichnet werden, ein Ausnahmekabarettist, der  seiner Zeit immer ein wenig (oder auch mehr) voraus ist. Sein neues Programm sollte man sich daher auf keinen Fall entgehen lassen und am besten gleich in den Terminkalender festtackern! Hier die Tourdaten

Nach dem „Da Vinci Code“ und dem Geheimnis um die Qumranrollen, wird nun im „Jesus-Comeback“ endlich auch das letzte Messiasrätsel gelöst.

Die Großen der Weltgeschichte ließ er bereits reihenweise aufmarschieren, und auch die Bösen kamen bei ihm, gelegentlich sogar posthum, zu Wort. In seinem neuen Programm lässt Reiner Kröhnert das wahrhaft Gute wieder auferstehen. Diesmal treten all die Kohls, Schröders und Merkels, die Hitlers und Honeckers in den Schatten des einzigen unangefochtenen Wahrheitenverkünders des christlichen Abendlandes. JESUS IS BACK! Fleischlich auferstanden im Hier und Heute, knöpft er sich all jene vor, die immer noch mit seinem Namen in seinem Namen Schindluder treiben.

Und schon hat die CDU ein Problem, und selbst der heilige Stellvertreter himself kommt extra aus Rom angereist, um sich in Reiner Kröhnerts neuestem Satirestreich mal so richtig die Leviten lesen zu lassen.

Ein kabarettistischer Abend im Dienste der Wahrheit, der absoluten Wahrheit…

Rückblickend sei beispielsweise an Kröhnerts  großartigs Bühnenprogramm Königin der Macht und vorher noch „Angie goes to Holywood“ erinnert, das folgendes beinhaltet:

Ein Kinofilm soll entstehen, ein Highlight der Zelluloidkultur, ein Blockbuster, der auch international seinesgleichen sucht, ein „Vom Ostwinde verweht“ für Herz und Hirn. „Crash“ soll der Streifen heißen und vom Untergang des Abendlandes soll er handeln und Frau Merkel soll die Hauptrolle spielen und der Rest der üblichen Verdächtigen – die Schröders, Stoibers, Münteferings und wer sich da sonst noch im politischen Rampenlichte suhlt – darf auch mitmachen. Dazu wird gecastet, wie bei „Deutschland sucht den Superpolitiker“ und gecoacht wie bei einer Daily-Soap. Dazwischen sorgt eine lautstarke Kinski-Wiedergeburt für nachhaltige Irritationen und auch sonst lauern einige „historische Überraschungen“ auf die erwartungsfroh gespannten Zaungäste des Dreharbeiten-Spektakels.

„Angie goes Hollywood“ – das komplette Programm auf youtube

Man stelle sich vor…

…Jesus Christus kehrte in diese Welt zurück,  als aufgeklärter Moslemoder gar als heiliger Kommunist..

Chesus, der die Fische in den Netzen der Raffgierindustrie dezimierte, wie ein Dieb in der Nacht und sie den  hungrigen Piraten in Hülle und Fülle direkt  in ihre Hängematten springen liesse…

Würde dann den Raffgierindustriellen, religiösen Fundamentalisten,  und Ungläubigen gleichermaßen die Kinnlade hinunterklappen?

Und was wenn dieser kommunistische Piratenkönig, nicht allein käme, sondern, inshallah ein Heer von Kriegern hinter sich wüsste, die allmächtig vereint die Neue Weltordnung  der heiligen Einfältigkeit errichtetn wollten? Würde die Welt in ihrer Komplexität diese heilige Einfältigkeit ergreifen können oder würde sie sprachlos ob ihrer schier unerschöfplichen Vielfalt einfach kapitulieren?

Die Kapitulation des Kapitals vor dem Reichtum der Besitzlosigkeit…

Wenn Eigentum verpflichtet und Besitzlosigkeit frei macht, wer möchte da arm und gefangen bleiben?

Die Antirevolutionäre Osterbotschaft des katholischen Klerus in Venezuela

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Erzbischof Baltasar Porras

Der katholische Klerus in Venezuela hat mit einer sozialen Revolution im Sinne eines Rudi Dutschkes gar nichts am Hut.  So veröffentlichte die Venezolanische Bischofskonferenz (CEV) ein von vier hochrangigen Vertretern des katholischen Klerus´ unterzeichnetes Kommuniqué zu Ostern,  in welchem die Regierung Chávez  verantwortlich gemacht wird  für Unsicherheit, wachsendes Unrecht und den „drohenden Zusammenbruch des demokratischen Systems“.

In einem Antwortschreiben nahm am Dienstag nun das Ministerium für Kommunikation und Information (MINCI) zu dem Brief der Bischofskonferenz Stellung. Dieses Kommunique sei im Stil politischer Extremisten verfasst, „die versuchen, eine Atmosphäre der Destabilisierung in unserem Land zu schaffen“.

Dies, so heißt es in der Stellungnahme weiter, sei jedoch „keine Überraschung“.

Das Ministerium erinnert daran, dass sich die katholische Kirchenspitze in Venezuela seit der Wahl von Hugo Chávez 1998 gegen dessen sozialen und politischen Reformkurs gewandt hat. Die Bevölkerung wisse um diese historische Wahrheit ebenso „wie um die Beteiligung einer kleinen Gruppe von Bischöfen am Putsch 2002, bei dem sie – zumindest mit ihrer Präsenz in (dem Präsidentenpalast) Miraflores – die Etablierung eines faschistischen Systems in unserem Land unterstützt haben“.

Quelle

Auch wenn es sicherlich auch  zahlreiche soziale Projekte gibt, die von den  Kirchen ins Leben gerufen wurden und die auch zu eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen beitgetragen haben , so lässt sich wohl kaum bestreiten dass die katholische Kirche von jeher mit den Reichen und Mächtigen der Welt, auch mit Despoten und Diktatoren, paktiert hat. So haben beispielsweise Mitglieder des Ordens  Opus Dei in zahlreichen Staaten Lateinamerikas großen wirtlichafltichen Einfluss gewonnen. Besonders in Chile und Peru stiegen die Absolventen der Opus-Uni in Pamplona mit ihrem neoliberalen Wirtschaftsprogramm in höchste Positionen der Wirtschaftspolitik auf.

weiter infos dazu bitte hier klicken

lugo

Fernando Lugo

Dass es neben den reaktionären auch andere, progressive Kräfte innerhalb der katholischen  Kirche gibt, soll hier nur kurz am Beispiel des Befreiungstheologen Fernando Lugo verdeutlicht werden:

[…] Nachdem er schon zuvor an der Spitze der Protestbewegung gegen den scheidenden Präsidenten Nicanor Duarte Frutos stand, entschied sich Lugo, ein unscheinbar wirkender Mann mit grauem Bart und Brille, zur Bewerbung um das höchste Staatsamt. Dass er Erfolg hatte, ist auch ein Resultat der Basisarbeit der [extern] Befreiungstheologen. Denn auch wenn diese Strömung durch eine Offensive des Vatikans in den 80er Jahren geschwächt wurde, haben ihre Anhänger in sozialen Bewegungen weiter gewirkt und so maßgeblich zum politischen Aufbruch in Lateinamerika beigetragen.

Linke Symbiose mit der Religion

„Das ganze Land ist meine Kathedrale“, war lange Zeit auch Lugos Motto. Nicht nur mit solchen Losungen begründete er von Beginn an sein politisches Engagement im Religiösen. Die Chancen dieses Ansatzes wurden von der Opposition gegen die herrschende Colorado-Clique schnell erkannt. Rund 20 soziale Organisationen vereinten sich zur Patriotischen Allianz für den Wandel (APC), als deren Spitzenkandidat Lugo mit 41 Prozent der Stimmen gewählt wurde. Das Bündnis reicht von den Christdemokraten bis hin zur Kommunistischen Partei Paraguays. Ohne Zweifel kam Lugo der Umstand zugute, dass er ein politischer Neuling und damit der Vetternwirtschaft unverdächtig ist. Gewichtiger aber noch war sein Ruf als „Bischof der Armen“. (…)

Vatikan gegen Befreiungstheologen

Diese auf den ersten Blick vereinzelten Konflikte zwischen den linken Staatsführungen und der katholischen Kirche in Lateinamerika gehen mit einer zunehmend aggressiven Politik des Vatikans gegen die Befreiungstheologen einher. Die Auseinandersetzung mit Rom findet auf verschiedenen Ebenen statt. Zunächst tritt der amtierende Papst Joseph Alois Ratzinger („Benedikt XVI.“) vehement einer politischen Exegese der Bibelgeschichte entgegen. Dem Bild eines „sozialistischen“ Jesus widersprach er in einem seiner jüngsten Bücher: Man könne die biblische Botschaft nicht als „soziales Programm“ interpretieren.

Die Auseinandersetzung Ratzingers mit der wieder erstarkenden Befreiungstheologie beschränkt sich aber nicht nur auf die theologische Diskussion. Im März vergangenen Jahres ließ er den progressiven Jesuiten [extern] Jon Sobrino mit einer so genannten [extern] Notifikation maßregeln. Dem 69-Jährigen wurde damit seine Lehrerlaubnis an der katholischen Zentralamerikanischen Universität in San Salvador entzogen. […]

Quelle Telepolis

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Chesus

Tja, wenn die Völker dieser Erde sich emanzipieren und solidarisch und kooperativ ihre Lebensumstände so umgestalten, dass ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes und demokratisches Leben Wirklichkeit wird, kann das für die herrschende Kaste nur bedeuten, dass ihre Tage gezählt sind. Und apropos Jesus, der von seinen Anhängern auch gerne als der Herr der Herren bezeichnet wird, er  dürfte  sich dagegen als weltgrößter Revoluzzer sehr über diesen Prozess der Emanzipation der Völlker im Zeichen von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden freuen. Und wer könnte schon wirklich auschließen, dass dieser vielleicht sogar maßgeblich und unsichtbar an an diesem Befreiungs-Prozess mitwirkt….

Abschließen hier noch ein kurzer Einblick in diesen Prozess der sozialen Revoution am Beispiel Venezuelas,  von Patricia Pitchon

Durch die Einführung von Nachbarschaftsräten können viele Menschen sich erstmals in einem politischen Prozess engagieren, der nicht nur Wahlen, sondern auch Problemlösung an der Basis bedeutet. Auf diese Weise werden die Menschen in ihrem Verantwortungsgefühl bestärkt und lernen, sich mit den lokalen Problemen zu befassen und lokale Lösungen zu finden. Natürlich wird es bei diesen sozialen und politischen Prozessen viele Varianten geben, und sie sind sicher noch in einem Experimentierstadium. Aber auf diesem Wege können die Armen, die Bedürftigen und Teile der unteren Mittelschicht ein Gefühl der Einbindung in das Schicksal ihres Landes entwickeln.
Es ist der Beginn einer basisdemokratischen Bewegung und einer Transformation der Machtstrukturen. Um einen Nachbarschaftsrat aufzustellen, wird zunächst von rund 200 bis 400 Familien in einer Gemeinde eine Versammlung einberufen, und anschließend wird die gesamte Gemeinde von Haus zu Haus eingeladen, daran teilzunehmen. Dabei wird jeder gebeten, 20 Menschen für ein Promotorenteam zu wählen. Dieses führt dann in der Kommune eine Volkszählung durch und erstellt Berichte über lokale Probleme. Bei den anschließenden Gemeinderatswahlen werden etwa 13 Kandidaten für Zuständigkeitsbereiche wie Technologie, Bildung, Sicherheit, Gesundheit und so weiter aufgestellt. Vorstand, Aufsichtsrat und Finanzausschuss werden ebenfalls gewählt. Viele sehen in diesen Gemeinderäten das Grundelement der neuen Gesellschaft.

Venezuela hat etwa 26 Millionen Einwohner, viele leben in den wenigen großen Städten. Inzwischen gibt es nicht nur in den Städten, sondern im ganzen Land bereits mehr als 15 000 Gemeinderäte. Das bedeutet, dass auch schutzbedürftigere und isoliertere Gemeinden, die bisher von den Politikern aus der Stadt immer ignoriert wurden, mit einbezogen werden.
Es gibt eine interessante Geschichte über ein Dorf hoch oben in den Anden, das etwa drei Stunden Autofahrt von der Stadt Merida entfernt in einer atemberaubenden Gebirgslandschaft liegt: Ein ehemaliger Regierungsbeamter berichtet, dass dieses relativ abgelegene Dorf bereits durch Rechtsberater einer unabhängigen NGO über das Wahlverfahren informiert war, als die Regierungsvertreter ankamen, um ihnen bei der Bildung eines Gemeinderats behilflich zu sein. Eigentlich wollten die Beamten das Promotorenteam aufstellen, aber die Dorfbevölkerung erklärte ihnen, dass sie die neuen Verfahren verstanden hätte und deshalb das Team und die Ratsmitglieder selbst wählen würde. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass es einerseits Zeit braucht, alte Gewohnheiten zu ändern (Beamte sind es gewohnt, der Bevölkerung zu sagen, was sie zu tun hat), und dass andererseits tatsächlich neue Strukturen entstehen (die Dorfbewohner werden selbstbewusster)

Quelle

Dieser Blogbeitrag wurde auch auf duckhome gepostet