Private Pocket Programm

Bei PPP denke ich immer an John Perkins „Bekenntnisse eines Wirtschaftskillers“, wir erinnern uns:

Perkins’ Aufgabe als Economic Hit Man im Dienst einiger amerikanischer Großkonzerne war es, Entwicklungsländer durch gezinkte Prognosen zu überteuerten Industrieprojekten zu überreden. Die absehbare und gewollte Verschuldung der betreffenden Länder diente der amerikanischen Regierung als Druckmittel, um politisch-ökonomische Eigeninteressen durchzusetzen. Ein Augen öffnender Bericht über die Skrupellosigkeit des Imperiums und seinen Treibsatz, die „corporatocracy“.

Die Korporatokratie frisst sich doch längst durch alle Lebensbereiche. Ersetze „Amerikanische Regierung“ durch Bertelsmann, INSM etc ppp... Was bleibt, ist der Ruin. Der Ruin der Länder und Kommunen und der Ruin der Demokratie.

Am Beispiel Berlin zeigt folgender neue Film der Kampagne PPP-Irrweg die Folgen sogenannter Öffentlich-Privater-Partnerschaften auf und fordert die Offenlegung der dazugehörigen Geheimverträge.

Flüssiges Berlin?

Zur Rolle Bertelsmann beim Abbau des Sozialsstaats und der Demokratie siehe linksammlung im Beitrag: [Update2] Verfassungsfeinde (Auftakt)

flatteur!

Wer will darf heute mal wieder zu Lothar D. flatteuren.

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Die Zukunft unserer Kinder

John Perkins in der Huffington Post:

Während beide politische Parteien ihre Zeit damit verbringen, sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben, für jede Krise mit der wir als Land konfrontiert werden, sollten wir gewissenhaft genug sein, uns nicht in Parteilichkeiten der beiden Seiten einer Madaille verwickeln zu lassen.

Zu oft werden wir von politischem „Doublespeak“ auf der Ebene der Emotionen beinflusst, anstelle uns die Realitäten anzusehen, die von unserer Korporatokratie gestaltet wurden.

Jedesmal wenn ich über Aktionen lese, die wir unternehmen um uns vor sogenannten Terroristen zu schützen, wundere ich mich über die Engstirnigkeit dieser Strategie. Während ich solche Menschen in Bolivien, Ecuador, Ägypten, Guatemala, Indonesien, Iran und Nicaragua getroffen habe, kam ich dort doch nie mit jemandem zusammen, der zur Waffe greifen wollte.

Martin Luther King Jr. sagte „Eine Nation die daran festhält, Jahr für Jahr mehr Geld für Rüstung auszugeben als für soziale Programme, nähert sich ihrem spirituellen Untergang.“

Ich weiss wohl, dass es irre Männer und Frauen gibt, die töten weil sie sich nicht kontrollieren können, Serien-und Massenmörder. Ich bin auch sicher, dass Mitglieder von Al Qaeda, den Taliban und anderen Gruppen vom Fanatismus angetrieben werden, aber sochle Extremisten können beträchtliche Zahlen von Nachfolgern nur aus einer Bevölkerung rekrutieren, die unterdrückt wird und Not leidet.

Die Zukunft unserer Kinder ist eng verwoben mit den Kindern aus den Fischerdörfern in Somalia, den Bergen von Burma (Myanmar) und dem kolumbianischen Dschungel.

Jede Geburt eines Kindes ist der Vorbote einer Möglichkeit für Frieden und soziale Veränderung zum Wohle Aller. Jeder Dollar der für die Rüstung ausgegeben wird, ist ein verlorener Dollar für den Frieden.

http://www.huffingtonpost.com/john-perkins/our-childrens-futures_b_447203.html

http://www.johnperkins.org/

The true meaning of 2012

So lautet John Perkins letzter Blogtitel in der Huffington Post . Er nimmt Bezug zu der alten Prophezeiung der Mayas und anderer indigener Kulturen, wonach wir in einer Zeit des Umbruchs leben, dahingehend die alte Weltordnung – gegründet auf Ausbeutung, Egoismus, Lug und Trug zu überwinden und durch eine neue Weltordnung basierend auf Mitgefühl, Solidarität und Kooperation zu ersetzten.  Der 21.12.2012 stellt in diesem Prozess einen Zeitpunkt dar, an dem sich nach astrologischen Berechnungen dieser neue Bewusstseinszustand am deutlichsten offenbaren wird.

Natürlich wurde auch wieder einen Emmerich-Hollywood-Spuk  daraus gestrickt, in welchem eine riesige Tsunami-Welle die alte Welt hinfortspült, die eigentliche Botschaft der Prophezeiung aber nicht wirklich thematisiert wird.

The real cause of our current meltdown is predatory capitalism — the mutant form of an economic system that encourages widespread exploitation to benefit a small number of already very wealthy people. A new geo-political system has emerged; today the CEOs of big corporations, rather than governments, control human and natural resources around the globe, as well as politicians and the media. Their arrogance, gluttony, and mismanagement have brought us to the perilous edge. In their relentless drive to amass ever greater fortunes, they have polluted our air, water, and earth, relegated countless numbers to the ranks of the unemployed, and doubled the gap between the few who live in mansions and the many who are malnourished or starving. They exemplify that egotistical regime described in the Popul Vuh.

schreibt John Perkins in seinem Blog.

Auf der Weltbühne in Kopenhagen wurde die hässliche, verlogene Visage der mörderischen Wirtschaftsdiktatoren besonders deutlich offenbar: „Sie haben den Tropenhelm abgelegt, aber darunter bleibt ihr Kopf kolonialistisch.“  Die  Stimmen derjengien, die wirkliche und gerechte Lösungen forderten wurden mehr und mehr verdrängt und ausgesperrt, während die direkten Opfer der Klima-und Umweltkiller mittels teuflischer, hinterlistiger Verträge erpresst werden sollten.

It’s a horrible choice that the United States has put before the world: accept a completely unacceptable agreement that will not solve the climate crisis, or receive no money to deal with the effects of that crisis, which you are already living—the droughts, the floods, the malaria.

kommentiert Naomi Klein die  Klimapolitik der Obama-Administration.

The true meaning of 2012 ?

Evo Morales und seine Freunde weisen den Weg

siehe auch Evo Morales Brief vom Dezember 2008  an den UN-Klimagipfel in Polen: Retten wir den Planeten vor dem Kapitalismus

sowie

Im Kasino von Kopenhagen

Das Klima ist keine Bank – sonst wäre es längst gerettet worden

Von Mohssen Massarrat

John Perkins auf Democracy Now!

hoodwinkedJohn Perkins spricht mit Amy Goodman über sein neues Buch „Hoodwinked“,  über die Krise,  den Putsch in Honduras, über die schmelzenden Gletscher im Himalaya und über Wege aus der Misere.

Sein neues Buch erschien bei Random House und ist seit heute im Handel erhältlich.

P.s. Zu John Perkins These zu Honduras siehe auch unseren Blogbeitrag vom 6. August 2009: Chiquita, Dole, die CIA und der Putsch in Honduras

Chiquita, Dole, die CIA und der Putsch in Honduras

Post von John Perkins
John Perkins, der gerade an seinem neuen Buch  Hoodwinked arbeitet, das im November 2009 bei Randome House erscheint, reiste kürzlich nach Zentralamerika. Jeder mit dem er dort sprach war überzeugt davon, dass der Militärputsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten von Honduras, Manuel Zeyla, von 2 Konzernen arrangiert worden war, mit tatkräftiger Unterstützung der CIA. Und dass die USA und ihr neuer Präsident nicht wirklich für Demokratie eintreten.

Ich jedenfalls kaufe  keine Chiquita Bananen und auch sonst keine Früchte von Dole. Die FDP wähle ich auch nicht. Und jeder, der sich selbst als Demokrat bezeichnet,  dürfte das ähnlich handhaben. Oder täusche ich mich da?

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