Bolivien organisiert neuen Gipfel zur Lösung der Klimaproblematik

CHUQUISACA, Bolivien, 20. Dezember 2009 – Boliviens President Evo Morales kündigte  an, in Bolivien eine Weltkonferenz der sozialen Bewegungen zu veranstalten,  als Antwort auf das Versagen in Kopenhagen.

„Die Klimaproblematik resultiert direkt aus der vernunftswidrigen Entwicklung der Industrie“, sagte der Präsident auf einer Feier anlässlich des 49 sten Jahrestags der Foundation of the Culpina municipality, in der Region Chuquisaca.

Morales setzt auf einen technischen und wissenschaftlichen Austausch, der darauf ausgerichtet ist, eine großangelegte, internationale Mobilisierung zum Schutz der Umwelt, vor allem des Wassers zu initiieren.

Die Konferenz wird am 22. April 2010, am internationalen Tag der Mutter Erde stattfinden.

„Es wird ein großartiges Treffen sein, bei dem wir Lösungen für die Klimaproblematik ausarbeiten werden“ sagte Morales und bedauerte, dass in Kopenhagen keine relevanten und verbindlichen Vereinbarungen getroffen wurden, bemerkte jedoch, dass die Zusammenkunft  immerhin die Möglichkeit bot, die Hegemonie der  Industriestaaten zu brechen.

„Wenn wir es jetzt versäumen, wichtige Entscheidungen zu treffen, werden unsere Kinder und die nachfolgenden Generationen mit schwerwiegenden Problemen konfrontiert sein.“ warnte der Präsident

Morales hob noch hervor, dass in Anbetracht des Hungers in der Welt, die Bolivianische Weltkonferenz der sozialen Bewegungen außerdem darauf abziele, eine Nahrungsgarantie für die Menschen zu erarbeiten.

Quelle: Climate and Capitalism


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The true meaning of 2012

So lautet John Perkins letzter Blogtitel in der Huffington Post . Er nimmt Bezug zu der alten Prophezeiung der Mayas und anderer indigener Kulturen, wonach wir in einer Zeit des Umbruchs leben, dahingehend die alte Weltordnung – gegründet auf Ausbeutung, Egoismus, Lug und Trug zu überwinden und durch eine neue Weltordnung basierend auf Mitgefühl, Solidarität und Kooperation zu ersetzten.  Der 21.12.2012 stellt in diesem Prozess einen Zeitpunkt dar, an dem sich nach astrologischen Berechnungen dieser neue Bewusstseinszustand am deutlichsten offenbaren wird.

Natürlich wurde auch wieder einen Emmerich-Hollywood-Spuk  daraus gestrickt, in welchem eine riesige Tsunami-Welle die alte Welt hinfortspült, die eigentliche Botschaft der Prophezeiung aber nicht wirklich thematisiert wird.

The real cause of our current meltdown is predatory capitalism — the mutant form of an economic system that encourages widespread exploitation to benefit a small number of already very wealthy people. A new geo-political system has emerged; today the CEOs of big corporations, rather than governments, control human and natural resources around the globe, as well as politicians and the media. Their arrogance, gluttony, and mismanagement have brought us to the perilous edge. In their relentless drive to amass ever greater fortunes, they have polluted our air, water, and earth, relegated countless numbers to the ranks of the unemployed, and doubled the gap between the few who live in mansions and the many who are malnourished or starving. They exemplify that egotistical regime described in the Popul Vuh.

schreibt John Perkins in seinem Blog.

Auf der Weltbühne in Kopenhagen wurde die hässliche, verlogene Visage der mörderischen Wirtschaftsdiktatoren besonders deutlich offenbar: „Sie haben den Tropenhelm abgelegt, aber darunter bleibt ihr Kopf kolonialistisch.“  Die  Stimmen derjengien, die wirkliche und gerechte Lösungen forderten wurden mehr und mehr verdrängt und ausgesperrt, während die direkten Opfer der Klima-und Umweltkiller mittels teuflischer, hinterlistiger Verträge erpresst werden sollten.

It’s a horrible choice that the United States has put before the world: accept a completely unacceptable agreement that will not solve the climate crisis, or receive no money to deal with the effects of that crisis, which you are already living—the droughts, the floods, the malaria.

kommentiert Naomi Klein die  Klimapolitik der Obama-Administration.

The true meaning of 2012 ?

Evo Morales und seine Freunde weisen den Weg

siehe auch Evo Morales Brief vom Dezember 2008  an den UN-Klimagipfel in Polen: Retten wir den Planeten vor dem Kapitalismus

sowie

Im Kasino von Kopenhagen

Das Klima ist keine Bank – sonst wäre es längst gerettet worden

Von Mohssen Massarrat

The Story of Cap & Trade

Wie Emissionshandel funktioniert

nach „The Story of Stuff“ gibt es nun eine neue, großartige Animation von Annie Leonard – The Story of Cap & Trade

What is The Story of Cap & Trade?

The Story of Cap & Trade is a fast-paced, fact-filled look at the leading climate solution being discussed at Copenhagen and on Capitol Hill. Host Annie Leonard introduces the energy traders and Wall Street financiers at the heart of this scheme and reveals the „devils in the details“ in current cap and trade proposals: free permits to big polluters, fake offsets and distraction from what’s really required to tackle the climate crisis. If you’ve heard about cap and trade, but aren’t sure how it works (or who benefits), this is the film is for you.

Ps. Genau das ist es was auch James Hanson kritisiert und weswegen er auf ein Scheitern in Kopenhagen hofft. Er hofft auf ein Scheitern des Wahnsinns und auf einen Sieg der Vernunft.  Andere wiederum setzen weiterhin auf Wahnsinn.

Von Afrika lernen

Wir werden nur lernen, was wir leiden, Wir werden nur haben, was wir teilen, Wir werden nur wissen, was wir tun

Von Afrika lernen – mein Vater hat mal ein essay geschrieben mit dem Titel: „Kann die dritte Welt den Westen heilen?“ Daran musste ich vorhin denken, als ich den Beitrag mit Hermann Scheer über Desertec in Kulturzeit gesehen habe.  Hermann Scheer warnt vor diesem Großprojekt, das wieder nur den gefräßigen und energiehungrigen Industriestaaten zu Gute kommt, nicht aber den Afrikanern selbst.

„Von der Idee her ist dabei die Konzentration von Kapital in ganz wenigen Händen angelegt, bei wenigen Förderländern, bei wenigen großen, längst internationalen Energiegesellschaften“, sagt Scherr. „Da es ohne Energie nicht geht, bedeutet das die existentielle Abhängigkeit der Zivilisation von ganz wenigen Lieferanten.“

Soweit ich es verfolgt habe, war Desertec ursprünglich gar nicht in dieser Form geplant, sondern sollte vornehmlich ein Projekt der Levante sein. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber so habe ich es in Erinnerung. In jedem Fall ist das, was nun draus geworden ist, nichts anderes als eine neue Form des  nun“grünen Kolonialismus“

[…]„Koalition der Aufschieber“ Afrikaner werden durch europäische Eingriffe nicht zu schwarzen Europäern. Das zeigte schon die Niederlage der bisherigen Form der Entwicklungshilfe. Und schon aus diesem Grunde sollten Politiker ihre Unterstürzung für Desertec überdenken. Unisono sind alle vom Saharastrom entzückt. Am meisten die Grünen, die mit Desertec ihre Visionen Realität werden sehen und noch glauben, dass „die Sonne keine Rechnungen schreibt“. „Es ist die Koalition der Aufschieber und die Koalition der Weitermacher, die sich für das Desertec-Projekt interessieren“, so Scheer, „und die Faszination des Großprojektes ausnutzen wollen, und der Gesellschaft signalisieren: ‚Wir haben die Entwicklung schon im Griff. ‚Wir sind die Richtigen. Wir sind die Geeigneten. Wir sind Diejenigen, die das machen.“ Jede Erfahrung in allen Energiekonflikten der letzten Jahre widerspricht dem.

Solche Strukturen von Abhängigkeit können wir erst verlassen, wenn wir zum Beispiel ausgerechnet von den Afrikanern lernen würden, wie man sinnvoll mit Energie umgeht. Wenn nicht, werden wir uns noch wundern, wie die Rechnungen ausfallen werden, die uns die Sonne schreibt.

3sat Kulturzeit

P.S: Auch auf democracy now! gibt es heute viele  interessante Beiträge, zB.:

Voices from Africa: Drought, Crop Shortages, Deforestation and Increasing Number of Climate Refugees Linked to Climate Change

We are in Copenhagen, Denmark, where more than 15,000 participants from 190 countries are taking part in the two-week climate change summit. On Sunday, Democracy Now! producers Mike Burke and Elizabeth Press spoke to several delegates, activists and journalists from across Africa, from Ethiopia to Swaziland

Climate Change and the Global South: A Roundtable Discussion

We host a roundtable discussion with three guests who have extensively studied how climate change is affecting poor populations around the world: Saleemul Huq, a Bangladeshi-born scientist and lead author on parts of the last two reports by the Intergovernmental Panel on Climate Change; Lidy Nacpil of Jubilee South; and Tim Goldtooth of the Indigenous Environmental Network.

Zum (vorläufigen!) Rücktritt des CRU-Direktors Phil Jones

verweise ich hier nur kurz auf folgenden Artikel:

Phil Jones als Direktor zurückgetreten

Was die Manipulation der Klimaforscher betrifft, da wurde doch nun wahrlich oft genug Stellung zu genommen und erläutert was es mit diesem „Trick“ von dem die Rede war, aufsich hatte. siehe:

Noch ein kurzes Update zum Klimawandel

Die Kopenhagen Diagnose

Rahmstorf und andere geben sich doch wirklich alle Mühe und äußern sich offen und ehrlich. Auch James Hanson legt alle seine Daten offen. Es sind vor allen Dingen die Medien die verzerrt darstellen. Und die Menschen lesen eben lieber Nachrichten als wissenschaftl. Reports.

Dass überall Stiftungen eine Rolle spielen wissen wir doch zu genüge, hier geht es aber um Inhalte und Information. Die kommen in den Medien leider kaum noch durch.

P.s. Auch J.Jahnke nimmt sich heute auf seinem Infoportal dieser Thematik an.