Können die Linken das Korrektiv der vergilbten Grünen sein?

Und wenn ja, wie?

2 Leseempfehlungen:

ps. Roberto merkte in seinem Text an, dass einige der S21-Gegener über diesen seinen Beitrag nicht so erfreut waren, manche sogar sauer wurden…tja so ist das leider, wo das Aussprechen unliebsamer Wahrheiten lediglich Abwehrmechanismen hervorruft, dort übernimmt dann der Selbstbetrug die Rolle des Korrektivs. Soviel „Chancengleichheit“ darf dann doch sein, nicht wahr?

Offen gestanden habe ich persönlich das Parteiengedöns längst satt. So habe ich mich der vorgeschriebenen Doktirn der „Eigeninitiative“ unterworfen. What the hell sollte ich auch sonst tun? Mit dem Spaten vor Gericht ziehen, und dort nach dem versenkten Grundgesetz graben? Dazu braucht man wohl eher einen Presslufthammer. Also mach ich jetze erschtamol eine uff schwäbische Hausfrau, die sich nebenberuflich als Njukammer (Spar)-Buchautorin erprobt und zudem noch an ihrem Eigenheim der Extraklasse bastelt.  Also ihr Grünen, Euer Dosenpfand könnt ihr wegen mir gerne behalten!

flatteur!

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Erleuchtung garantiert?

Sodele, der Mappus ist erstmal wech vom Blech.

Inpuncto „Different Saddam same shit“ werden wir erschtamol gucke was da komme…

Ich hätte ja wenigstens DIE LINKE in den Landtach jewählt, wenn ich nicht versäumt hätte, Briefwahl zu beantragen, bevor ich dann meinen Wahlberechtigungsschein auf dem Fluchtweg aus dem Hartz IV Knast verloren habe u. mich an diesem so „sagenhaft zeitenwendlerischen Tage“ meilenweit entfernt des zuständigen Wahllokals, dem Aufbau meines neuen temporären Standorts widmete… Und hätte ich persönlich mit meiner Stimme DIE LINKE dann in den Landtag gwählt, hätte ich uns u. der Welt dadurch vermutlich den Mappus in einer schwachz-roten Groko(tz)-orgie erhalten.

Also, qué será será…wollen wir mal sehen, ob  nun der Geißlerwolf mit dem grün-roten Häubelein, die zornigen Geißlein gegen sich aufbringt…

So oder so, als ich gestern auf einer großen unbebauten Wiese mit Blick über die Stadt, dieses nagelneu errichtete ca. 3 m² große Käfig gesichtet hatte, in welchem irgendwelche schwäbischen Ordnungshüter ihr freifliegendes Laub geschichtet haben, wusste ich, dass auch u. gerade hier die Erleuchtung eben nicht garantiert ist.

Blicken wir also erstmal wieder ein wenig über den Tellerrand hinaus, in die revoltierende Welt:

Zeitenwende – das Jahr des "Wutbürgers" hat endlich sein Ende gefunden…

und ein neues, geschlichtetes,  aufstrebenendes Waxtumsjahr tritt seinen Wettlauf gegen die Zeit an. Denn, wie wir alle wissen, läuft deren Haltbarkeitsdatum 2012 ab. Danach gibt es nur noch Frieden auf Erden, Solidarität und Wohlgefallen, Nächstenliebe und Vollbeschäftigung.

Unsere christlich-liberale Regierung hat beim Weichenlegen in diese glorreiche Zukunft weder Kosten noch Mühen gescheut –  unteridisch, effizient und zielsicher führt sie uns aus dem tiefen Tal der Krise in die noch tieferen Täler der Krisenbewältigung.

Neben unserer verschlankten, effizienteren Bundswehr, die fortan nur noch von freiwillig heroischen Tapferkeitshelden gestellt wird, befrieden vor allem unsere“verantwortungsvollen Unternehmer“ und deren „gut venetztes soziales Gewissen“ (frei nach Mappus) nicht nur den Nahen, Mittleren u. Fernen Osten, nein auch Vollbeschäftigung und Wohlstand für alle rückt in greifbare Nähe!

Das Foto zeigt Vertreter beider Firmen beim Abschluss eines Kooperaiuonsvertrages (MoU) im Februar 2010. Unterschrieben von Kamesh Gupta (Chief Operating Officer der Firma Tata Industrial Services) und Christian Haun (Vice President International Sales bei der Firma Diehl-BGT).

Das Foto zeigt Vertreter beider Firmen beim Abschluss eines Kooperationsvertrages (MoU) im Februar 2010. Unterschrieben von Kamesh Gupta (Chief Operating Officer der Firma Tata Industrial Services) und Christian Haun (Vice President International Sales bei der Firma Diehl-BGT).

Also liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, begraben sie ihre Wut und beweisen Sie Mut! Werden Sie Mutbürger! Denken Sie an Martin Luther und seine weisen Worte:

„Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, so pflanzte ich heute noch ein Apfelbäumchen“

So war auch der Gründer der Waffenfirma Diehl Defence, Karl Diehl aus Überlingen am Bodensee zu Tränen gerührt,  als zu seinem 80. Geburtstag Bäume in Israel gepflanzt wurden!

Und was nun das Thema Vollbeschäftigung betrifft, so kann uns hier ein kurzer Blick in die jüngere Gechichte der Nation,  durchaus zu neuen, mutigen Ideen für die Gestaltung unserer Zukunft verhelfen:

Nach der Bombardierung der Friedrichshafener Industrieunternehmen, die im Zweiten Weltkrieg Rüstungsgüter herstellten (Luftschiffbau Zeppelin, Maybach, Dornier und Zahnradfabrik), sollten diese unterirdisch „bombensicher“ verlagert werden. Für diesen Zweck kamen rund 800 Häftlinge aus dem KZ Dachau. Sie schufen von Oktober 1944 bis April 1945 im Westen von Überlingen ein rund 4 km langes Stollensystem, das nicht vollendet und nicht mehr bezogen wurde. Den Aushub aus dem Berg schütteten sie in den Bodensee; auf ihm wurde später der Überlinger Campingplatz errichtet. Mindestens 168 Häftlinge überlebten Haft und Arbeitsbedingungen nicht. 97 von ihnen sind auf dem KZ-Friedhof Birnau begraben.
Der größte Teil des Stollens ist heute weiterhin zugänglich. Etwa 3,6 km sind noch begehbar, 2,5 km mit dem Pkw und 1,5 km mit Lkw befahrbar. Zugänglich ist die Anlage über einen in den 60-er Jahren neu geschaffenen Eingang. Aufgrund des Kriegsfolgegesetzes hat der Bund die Verantwortung für die Anlage übernommen, sie wird daher von der Bundesvermögensverwaltung betreut. Zwischen 1983 und 1989 wurde die Stollenanlage vom Bundesvermögensamt grundlegend saniert, insbesondere durch das Einbringen einer dichten Spritzbetonschicht auf allen Oberflächen.

quelle

HÄPPY NEW YEAR!

siehe dazu folgende Beiträge aus unserem Archiv:

S21 – Das Schlichtungsverbrechen

Und noch eine Leseempfehlung:

S21-Schlichtung: Geradezu ein Verbrechen

Die Schlichtung von Stuttgart ist eine Niederlage von epochaler Bedeutung: Zukunftsfähigkeit wurde verschwendet

Von Ekkehart Krippendorff

Lassen wir beiseite all das viele Positive, das über den Sieg des Demokratischen über die Arroganz des Parteienstaates gesagt und geschrieben wurde. „Stuttgart 21“ wird gebaut werden, mit oder ohne oder mit teilweiser Erfüllung aller Auflagen. Der unbestreitbare demokratische Gewinn (wie lange wird er vorhalten?) kann nicht über die Niederlage in der Sache hinwegtäuschen.

Aber diese Niederlage ist größer als der nun freigegebene Bau – es ist eine Niederlage von epochaler Bedeutung. Hier bestand die einmalige Gelegenheit, das parteitaktisch platte Gerede von der „Zukunftsfähigkeit Deutschlands“, die sich an diesem Projekt bewähren müsse, ernst zu nehmen: Ja, es ging hier um diese Zukunftsfähigkeit, um eine, so provinziell ein Bahnhofsgebäude auch sein mag, paradigmatische Entscheidung darüber, welche Zukunft die deutsche und die westliche kapitalistische Industriegesellschaft insgesamt will. Diese Frage zu diskutieren, wurde unter Heiner Geißlers weithin gerühmter Schlichtungsstrategie so gut wie völlig unterlassen und erdrückt vom detaillierten Sachverstand der Experten beider Lager. Und die waren sich weitgehend einig, dass ein Abbruch des ganzen Unternehmens bereits aus Kostengründen nicht mehr möglich oder nicht mehr vertretbar sei.weiter auf Lebenshaus Alb

Unsere Blogartikel zum Thema: Der Geißlerwolf – oder wie mit ein wenig Mehl und Kreide die Demokratie tiefergelegt wird

mehr unter: http://gheimraetinsarchive.wordpress.com/?s=stuttgart+21

PS. Das Stuttgart21 Blog scheint, wie der Inhalt des letzten Beitrags dort, mittlerweile ebenso ein Fall fürs Museum zu sein. Schade. Bei Abriss Aufstand ist aber weiterhin aktiv!

[Update] Der Geißlerwolf – oder wie mit ein wenig Mehl und Kreide die Demokratie tiefergelegt wird

kann man heute nochmals detailiert auf den Nachdenkseiten lesen:

Stuttgart 21 PLUS – ein raffinierter Zug, die Gegner schachmatt zu setzen

Nun liebes Geißenkind Nr. 7 liegt es an Dir und deiner Mutter, dem Wolf den Bauch aufzuschneiden, Wackersteine reinzupacken und das gefrässige Untier doch noch in der Grube zu versenken, die es sich selbst gegraben hat.

[UPDATE] siehe auch:

Winfried Wolf: Schwere Niederlage der S21-Gegner …