Kein Bock mehr auf Benztown für Bonzen

Ich zitiere mich heute mal selbst, bzw. meinen comment bei flatter:

Geheimrätin meint:
November 13th, 2010 at 15:39

Also bei allem Respekt für wirklich engagierte Gewerkschafter. Aber es gibt Dinge, für die ich echt zu alt bin. Z.B. Kundgebungen von Gewerkschaftern oder Schulreformern die mit dem Zitieren von Bertelsmannstudien(!) für bessere Bildung kämpfen.

Ich platzte nun vorhin, leider wie immer verspätet, genau in eine solche Kundgebung hinein und – nahm sofort wieder Reißaus.

Ne, das kann doch alles nicht mehr wahr sein. Und wie ich meinen Unmut kundtue, quatscht mich ein Gewerkschafter von der Seite an und meinte, es gehe doch auch um meine Bildung! Ich sags ja – die BILDerberger sind mitten unter uns.

Was mach ich also mit dem angefangen Tag – mich an die Arbeit mit dem renovieren. es gibt hier so ein altes kl. leerstehendes “Atelier” in dass ich demnächst umsiedle und mich damit dann der Willkür wuchernder Immobilienhaie entziehe. Soweit ist es schon mit mir gekommen, dass ich die “Eigenintitative” mitlerweile derartig verinnerlicht habe u. lieber auf kleinstem Raum mich zusammenraffe als mich weiterhin der Raffgier und Willkür irgendwelcher Immobilienspekulanten auszusetzen. Denn eins ist klar, es kann nicht nur um höhrere Löhne gehen, es muss vor allem darum gehen, weniger malochen zu müssen und mehr Zeit zu haben um all das tun zu können, was getan werden muss und will! Zum bsp. Zeit für Kinder und Bildung in Form von Leben zu haben. Zeit für Kreativität und solidarisches “schaffe”. Zeit für Gartenbau und innerstädtischen Fortschritt auf der Basis kommunaler Selbstgestaltung.

Sorry an alle engagierten Gewerkschafter, aber das war echt zuviel. In dem Fall halte ich Haus-(gegebenenfalls auch Bahnhof-)besetzungen für wesentlich nachhaltigere Aktionen als Trillerpfeifen und schlaftrunkene Sprüche. Ich sehe einfach keinen Sinn mehr darin.

Ps. ich beziehe mich auf diese Veranstaltung

Morgen, 13.11.2010 in Stuttgart

Demotag von 10.30 bis ca. 15.00 Uhr. Werde mich da vorrausichtl. auch mal wieder „unters Volk“ mischen.

Näheres hier:

13.11.: “GERECHT GEHT ANDERS!” Demo in Stuttgart, danach Demo gegen S21 vom Schlossplatz zum Schlossgarten und Kundgebung am Bauzaun (14:30 Uhr)(PDF-Datei, geänderter Aufruf)

oder auf http://stuttgart21.blog.de/

Ps. Hier noch ein Film-Tip:

http://videos.arte.tv/de/videos/fuer_eine_andere_welt-3515288.html

Für eine andere Welt

Griechenland, Frankreich, Dänemark, Brasilien oder China – überall auf der Welt regt sich entschiedener Widerstand. Hier der Zorn der Jugendlichen, dort die Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen, der Aufstand der vom System Ausgeschlossenen.
Nie zuvor war der Geist der Revolte so stark und so verbreitet. Allein im Jahr 2009 wurden weltweit 524 Aufstände gezählt, und fast ein Drittel davon fand in Europa statt. Alle Proteste werden von jungen Menschen getragen, die ihrem Unmut über die Globalisierung Luft machen wollen.

(Frankreich, 2010, 52mn)
ARTE F

Erstausstrahlungstermin: Di, 9. Nov 2010, 23:03

weitere Ausstrahlungstermine: Freitag, 3. Dezember 2010, 11:25

Urban Priol und Georg Schramm heute abend live in Suttgart

Aus aktuellem Anlaß muss ich meine Blogpause unterbrechen und mal eben eine wichtige Ansage machen:

Heute abend ab 18.00 feiern die Gegen S21-Montagsdemonstranten auf dem Stuttgarter Schloßplatz  ihr 50. Treffen. Zum Jubiäum werden auch Urban Priol und der Meister himself, Georg Schramm erwartet! Wer nicht dabei sein kann, hat die Möglichkeit das Geschehen hier live mitzuverfolgen (bzw. sich anschl. die Aufzeichnung) anzusehen.

http://www.ustream.tv/channel/kanal-1-fluegel-tv

Nachtrag: Die Aufzeichnung wird in Kürze auf http://fluegel.tv/ online getellt. Sodele, hier nun der direkte link

 

Noch ein Hinweis zu der "toten Frau" im Stuttgarter Schloßgarten

Sie lebt!

Der Stuttgar21-Blog machte auf eine Aussage einer Bekannten der Frau aufmerksam, die in einem entsprechenden Artikel in den Stuttgarter Nachrichten folgendes kommentiert hatte:

KT16

11:12 Uhr, geschrieben von Ivana

Ich kenne die Frau

Die Frau lebt. Sie wurde tatsächlich reanimiert. Sie wurde dabei wohl an Rippen und Brustbein verletzt, aber mittlerweile geht es ihr gut. Es gibt darüber übrigens einen Bericht in der Bild-Zeitung (15.10.2010). Dort ist auch ein Bild von ihr zu sehen. Ich arbeite im Verkauf, sie ist eine Kundin von mir und war gestern bei uns im Laden (Stuttgart-Vaihingen). In der Zeitung steht, dass sie Ihrer Tochter gesagt hat, wenn sie stirbt, dann soll auf ihrem Grabstein stehen „Opfer von S21“. Das hat sie so aber nie gesagt. Sie ärgert sich sehr über den Bericht der Bild-Zeitung. Also, es gibt kein Phantom! Die Frau ist real und wenn Sie so wollen, ist sie tatsächlich „verstorben“, aber nach der Reanimation ist sie wieder wohlauf.

Stuttgart 21 und darüber hinaus – Die Firma von Herrn Mappus: Siemens

Einen ausführlichen Bericht über die Atomgeschäfte von Siemens findet sich auf der Seite der IPPNW – aus aktuellem Anlass wird er heute hier verlinkt:

Die unverantwortlichen Atomgeschäfte von Siemens*

Ein kurzer Überblick

Die Siemens AG ist einer der weltweit führenden Atomkonzerne. Seit 2001 firmiert das Atomgeschäft unter „Framatome ANP“, einer Beteiligungsgesellschaft von Siemens. Nach Auffassung der IPPNW sind diese Atomgeschäfte unverantwortlich. Siemens hat alle deutschen Atomkraftwerke gebaut und baut neue Atomkraftwerke. Siemens spart bei der Sicherheit und bei der Wartung und Instandhaltung von Atomkraftwerken. Der Atomkonzern beschäftigt in Atomkraftwerken Hilfskräfte und Leiharbeiter. Atomkraftwerke hat Siemens immer wieder in Erdbebengebieten errichtet. Trotz ungelöster Entsorgung setzt Siemens weiterhin auf die Atomenergie. Siemens sorgt mit seinen Atomexporten für die Verbreitung von Technologie und Know-how, die auch für die Entwicklung von Atombomben hilfreich sein können.

weiterlesen bei ippnw!


Das ist die Firma von Vetter Mappus, bei der er immer noch unter Vertrag steht! Es folgt ein kurzer Auszug aus Wikipedia, bezügl seines Werdegangs:

Ausbildung und Beruf

Von 1972 bis 1976 besuchte er die Grundschule in Mühlacker-Enzberg und danach bis zum Abitur 1985 das Theodor-Heuss-Gymnasium in Mühlacker. Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Standard Elektrik Lorenz in Pforzheim leistete er ab 1987 seinen Grundwehrdienst beim Raketenartilleriebataillon 122 in Philippsburg, das damals der 12. Panzerdivision unterstellt war.

(…)Von 1995 bis 1997 arbeitete er teilzeit im Bereich Vertrieb von Telekommunikationsanlagen bei der Siemens AG in Stuttgart. Seither ist er mit einem Rückkehrrecht bei Siemens freigestellt. Im August 2010 verkündete Mappus, er wolle die Beurlaubung zum Ende der Legislaturperiode im Frühjahr 2011 wohl auslaufen lassen.[1]

Politische Tätigkeit

(…)

Von 1998 bis 2004 war Mappus politischer Staatssekretär im baden-württembergischen Ministerium für Umwelt und Verkehr und von 2004 bis 2005 Umwelt- und Verkehrsminister; 2000 wurde der damalige Staatssekretär von Ministerpräsident Erwin Teufel zum Interregio-Beauftragten ernannt, um die Deutsche Bahn dazu zu bewegen, einen eigenwirtschaftlichen Regionalverkehr als Ersatz für die entfallenden IR-Züge zu schaffen[3]. Er wurde am 21. April 2005 als Nachfolger von Günther Oettinger, der Ministerpräsident des Landes wurde, in einer Kampfabstimmung gegen Peter Hauk zum Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion gewählt. Nach der Landtagswahl am 26. März 2006 wurde er mit großer Mehrheit in diesem Amt bestätigt.

Er ist ein klarer Befürworter des Projektes Stuttgart 21.

Wahl zum Ministerpräsidenten

Am 24. Oktober 2009 erklärte Mappus seine Bereitschaft, Nachfolger des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Oettinger zu werden, der im Zuge der Bildung der neuen schwarz-gelben Regierungskoalition in Berlin als neuer EU-Kommissar nominiert wurde.[4] (…)

Kontroversen

Rechtstreit mit Thomas Knapp

Im Zuge der umstrittenen Trauerrede, die der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger 2007 anlässlich des Todes von Hans Filbinger hielt, machte der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Knapp auf einem Kreisparteitag auch Mappus schwere Vorwürfe, wonach dieser unter anderem am rechten Rand fische. Da Knapp eine Unterlassungserklärung ablehnte, stellte Mappus einen Antrag auf einstweilige Verfügung, die allerdings vom Landgericht Karlsruhe am 31. Mai 2007 abgelehnt wurde.[8][9]

Homosexualität

Stefan Mappus hat in der Vergangenheit den Christopher Street Day Stuttgart als „abstoßend“ bezeichnet. 2005 äußerte Mappus, er und 90 Prozent der Fraktion hätten ein Problem „mit dem frivolen, karnevalesken Zurschaustellen von sexuellen Neigungen, wie es bei dieser Veranstaltung geschieht.“ Als im Sommer 2009 die damalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) etwa ein Adoptionsrecht für Homo-Paare gefordert hatte, übte Mappus Kritik: „Kinder sind denkbar ungeeignet für Experimente im Bereich der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und bedürfen dem besonderen Schutz [sic] der Gesellschaft“.[10]

Stefan Mappus sprach sich dagegen aus, Lebenspartnerschaften in den Trauzimmern der Standesämter zu schließen. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen) warf Mappus daher im Oktober 2009 vor, er habe zu verantworten, „dass sich schwule und lesbische Paare in baden-württembergischen Kfz-Zulassungsstellen trauen lassen“ müssten.[11]

Neofaschismus

Im Jahre 2003 hatte Mappus in seiner Heimatstadt Pforzheim die umstrittene Ausstellung Neofaschismus in der BRD zu verhindern versucht, weil in dieser einigen Politikern inhaltliche Nähe zum Rechtsextremismus unterstellt wurde. [12]

Steuerbetrugsdaten

Im Februar 2010 traf Mappus auf Drängen der FDP in seiner Funktion als Ministerpräsident die Entscheidung, dass die angebotenen Daten zu Steuerhinterziehungen weder vom Land Baden-Württemberg gekauft, noch an das Bundeszentralamt für Steuern weitergeleitet würden. Mappus wurde dafür sowohl aus eigenen Reihen,[13] als auch von der Opposition heftig kritisiert.[14]

 

Karikatur von Eva Stegen

 

Übrigens: Jedes Jahr erzeugen die beiden Neckarwestheimer Atomkraftwerke über 30 Tonnen an hochgiftigem und für Jahrtausende strahlenden Atommüll. Eine sichere „Endlagerung“ kann und wird es nie geben. Der Atommüll soll für 40 Jahre in den Tunnelröhren in Neckarwestheim „geparkt“ werden. Und dann? Ein Endlager in Neckarwestheim? Als mögliche Standorte im Ländle kommen beispielsweise Gebiete entlang der Donau von Ulm bis Riedlingen oder westlich des Bodensees im Kreis Konstanz in Betracht sowie Regionen im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb. Die Skandale um die sogenannten Endlagerstandorte Morsleben, Asse und Gorleben zeigen: Das Problem des Jahrmillionen strahlenden Atommülls ist völlig ungelöst.

PS: Neben verschiedenen alarmierenden Sicherheitsmängel befinden sich die Reaktoren auf instabilem Untergrund. „Eine Gipsschicht wird durch Grundwasser ausgelaugt, wodurch Hohlräume entstehen, die spontan einstürzen können. Ende 2002 kam es auf einem Acker nahe Besigheim ohne Vorwarnung zu einem 18 Meter tiefen Erdeinbruch, 4,5 km vom AKW entfernt und in geologisch vergleichbarem Untergrund. Die Atomaufsicht argumentiert zwar, dass die Bewegung des Untergrundes laufend durch empfindliche Messgeräte überwacht wird. Trotzdem wurden seit 1988 im Laufe der Zeit mehrere neue, bisher nicht bekannte Hohlräume im Untergrund unter den AKW entdeckt. Es ist daher zu befürchten, dass weitere unbekannte Hohlräume entstehen oder bereits existieren, und die Standsicherheit der Anlage gefährden. Ein Einbruch unter dem Reaktor oder anderen kritischen Bereichen könnte wichtige Komponenten massiv beschädigen und dabei auch mehrere der redundanten Sicherheitssysteme gleichzeitig betreffen.“ (…) Zwischenlager Neckarwestheim Um die Energieversorger von ihren Lager- und Transportnöten für den entstehenden Atommüll zu befreien, vereinbarte die rot-grüne Bundesregierung im Atomkonsens von 2000 den Bau von Zwischenlagern an allen Reaktorstandorten mit einer Aufbewahrungsdauer von 40 Jahren. Neckarwestheim ist der einzige Standort, an dem ein unterirdisches Lager für 151 CASTOR-Behälter mit bis zu 1.600 Tonnen Atommüll angelegt wurde. Ab November 2003 wurden zwei Tunnelröhren in den Kalkstein über den Gipsschichten des instabilen Untergrundes getrieben, woraufhin sich der Untergrund unter dem Verwaltungsgebäude senkte und der Bau zeitweilig unterbrochen werden musste. Das Lager nahm schließlich am 6. Dezember 2006 seinen Betrieb auf. 2009 stellte ein Gutachter im Zusammenhang mit dem Skandal um den Betonhersteller Godel fest, dass auch im Zwischenlager teilweise minderwertiger Beton verwendet worden war.

mehr darüber unter:

Gefahrenquelle Atomkraftwerk Neckarwestheim

AKW Neckarwestheim von SüdwestenDas Atomkraftwerk Neckarwestheim befindet sich im nördlichen Baden-Württemberg am Neckar zwischen Ludwigsburg und Heilbronn in einem ehemaligen Steinbruch und besteht aus den beiden Reaktorblöcken Neckarwestheim I und Neckarwestheim II. Die Anlage wurde von der zu Siemens gehörenden Kraftwerkunion KWU errichtet und wird von der EnBW Kernkraft GmbH betrieben, an der die EnBW mit 99,8% und die Deutsche Bahn AG mit 0,2% beteiligt sind. Etwa 30% des Bahnstroms stammen aus Neckarwestheim.

weiter…

Also liebe Kinder und renintente Rentner, Eltern, Bürger -innen u. außen, Berufsdemonstranten und Anarchos – lasst euch nich knüppeln, sondern macht heiter weiter! Und das nicht nur in Stuttgart!

* Anmerkung zum verlinkten Artikel  auf der IPPNW-Seite – Der Bericht stammt aus dem IPPNW-Archiv und dient als Hintergrundinformation bezügl der Atomgeschäfte von Siemens und ist unbedingt und absolut lesenswert! Neuerdings scheint es die Strategie von Störern zu sein, mittels dem Einstreuen von  irrelevanten Kommentaren,  die Leserschaft vom eigentl. Gegenstand der Publikation abzulenken. So spielt es hier auch keine Rolle ob Siemens heute noch mit der Fa. Framatome verbandelt ist oder nicht – darum geht es hier überhaupt nicht. Die Firma von der hier die Rede ist, heisst Siemens und es geht hier auch einzig und allein um die unverantwortlichen Atomdeals dieser Firma!

mehr zu Siemens siehe Ergänzungen zu

Albtraum Atommüll