Auch ich hatte mal Sex mit Julian Assange

Neue Enthüllungen einer Trafficnutte.

(kl. Scherz. – werde später mal meine personal „Daxkurve“ in der statistic checken ;-))

Jetzt aber im Ernst – Naomi Wolf bringt es auf den Punkt. Dabei ist mir mittlerweile völlig wurscht, ob Miss Anna A. nun wegen angeblicher Kontakte zu Luis Posada Carriles aus Kuba ausgewiesen wurde, ob sie für CIA-Missionen unterwegs war or whatever. Was hier monatelang als „Vergewaltigung“ durch die Gazetten irrte und nun als „sexuelle Nötigung“ in Form von immer „neuen, noch enthüllenderen Details“ aufgemischt wird,  ist und bleibt der blanke Hohn u. ein Schlag ins Gesicht für jedes Vergewaltigungsopfer.  Es ist eine Schmierenkomödie die nicht deutlicher machen könnte, wie es um unsere „Mediendemokratie“ bestellt ist.  Das ganze dann auch noch mit dem label „Feminismus“ auszustatten,  schießt dem Fass dann vollends den Boden aus!  Und klar kreuchen jetzt die Frauen-und Feministinnenhasser wieder aus allen Löchern und freuen sich ihrer so anschaulich dargestellten Bestätigung, wie kroteskt dieser auf den Kopf gestellte „Feminismus“ doch ist.  Nur liebe Leute, es ist eben keiner!

Frau Anna A. die den  „Anarchisten“ in ihr Haus (u.Bett!) eingeladen hat, ist erwachsen und alt genug um zu wissen was Sex ist. Ihr u. ihrer Freundin dürfte auch zweifellos bewusst gewesen sein,  welches mediale Echo ihre Aktionen gegen diesen  „Anarchisten“ und „Staatsfeind No. One“ nach sich ziehen würde. Dass die arme Frau A.  nun also „in Palästina untertauchen“ musste, ist schon ein starkes Stück Weihnachtsgeschichte.

Nachtrag: Da es hier Kommentatorinnen gibt, die vorgeben „Feministinnen“ und „Frauenschützerinnen“  zu sein, während sie selbst keinen Funken Respekt vor Frauen zum Ausdruck bringen, sich unverschämt und selbstherrlich über ihnen gesetzte Grenzen hinwegsetzen u. obwohl sie vor die Tür gesetzt wurden, das Haus weiterhin zuspämmen etc… zitiere ich hier oben nochmal aus einem meiner Kommentare unten im Text in der Hoffnung, dass auch der letzte Ignorant der hier vorbeischaut zumindest mal mitbekommt um was es hier geht:

Ich hab es satt, wie Frauen für blöd verkauft werden, wie erwachsene Frauen dargestellt werden, wie hier die Häppchen rumgereicht werden.

Ich hatte diesen Artikel schon in meinem ersten posting zum Thema verlinkt, setze ihn hier nochmal rein, darin wurde zitiert was die Damen höchstpersönlich zu Protokoll gegeben hatten:

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Geht-es-bei-der-angeblichen-Vergewaltigung-nur-um-ein-geplatztes-Kondom/story/20158936

Und noch ein letzes wiederholtes mal – Assange stand den Damen u. Behörden in Schweden wochenlang zur Verfügung. Er wurde dort nicht belangt. Er wurde weder angeklagt noch wurde ihm Auskunft über seine angeblichen“Untaten“ gegeben. Er sollte erst das Land verlassen, bevor man dann „international und medial“ die Jagd gegen ihn losritt. Wer sich vor diesen Karren spannen lässt und dabei vorgibt, „Feminsistin“ zu sein, hat sie entweder nicht mehr alle beisammen oder intrigiert bewusst u. vorsätzlich.

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"Veterans For Peace"-Protest vor dem Weissen Haus

Zahlreiche Anti-Kriegs Aktivisten wurden bei einer Protest-und Solidaritätgsaktion für Bradley Manning und Julian Assange vor dem Weissen Haus festgenommen, darunter auch der ehemalige CIA-Analyst Ray McGovern, Whistleblower Daniel Elsberg, Chris Hedges und viele andere

Veterans For Peace Protest War Outside White House

MALAK BEHROUZNAMI, REPORTER, TRNN: I’m Malak Behrouznami. In Washington, DC, today, December 16, members from Veterans for Peace and the Australian group GetUp! are gathering in front of the White House as they wait for individuals to handcuff themselves to the White House gates in order to protest, in an act of civil resistance to what they deem to be unjust charges being brought against WikiLeaks founder Julian Assange and his staff. Additionally, protesters are here to call an end to the wars in Iraq, Afghanistan, Pakistan, and Yemen.

Ich finde, wir sollten es Ihnen gleich tun, die Feiertage nutzen und draußen vor dem Reichstag, lautstark und mit geballten Fäusten, die „Frohe Botschaft“ verkünden!

Denn wer um Himmels Willen, braucht schon diesen ganzen Deutschen Kitsch?!

Leseempfehlung: Johan Galtung über den Zustand unserer Welt

sehr schöner Text von  Johan Galtung: Danke, Wikileaks! heute auf Lebenshaus Alb

fällt schwer, sich da eine kurzes Zitat herauzuziehen, da ich aber weiß, dass kaum jemand nur einen link anklickt, werde ich trotzdem etwas anschauliches hervorheben, also, bitte  unbedingt den ganzen Text lesen, er ist es wert!

Um in einer anarchistischen Welt die Interessen zwischen einzelnen Nationen auszugleichen, haben Staaten ein System geschaffen, das offenbar versagt hat. Es zeigt sich an den zahlreichen Kriegen, die es hervorgebracht hat. Das System zerfällt augenscheinlich immer mehr – genauso wie zuvor der Kolonialismus geschwächt und zerbrochen ist und eigentlich nur noch im US-Imperialismus überlebt hat, der nun ebenfalls immer schwächer wird – so wie es Wikileaks sehr deutlich veranschaulicht hat.

Im Gegensatz dazu haben nun die nationalistischen Tendenzen Aufwind. Eine Nation ist eine Gruppe von Personen mit einer gemeinsamen Sprache und einer Kultur (einschließlich Religion), dazu gehört auch eine Geschichte, eine Vision für eine gemeinsame Zukunft und ein Bekenntnis zur „Heimat“. Es gibt auf der Welt ungefähr 2000 Nationen und nur 200 Staaten. Das bedeutet, dass die Mehrzahl der Staaten viele Nationen beherbergt, normalerweise angeführt von einer Leitnation. Der nun stark zunehmende Nationalismus bietet ganz sicher auch keine guten Lösungen für die Weltprobleme.

Wir brauchen und verdienen etwas Besseres, nichts Perfektes, aber Besseres. Wir können nicht weiter Globalisierung auf der Grundlage der gegenwärtig vorherrschenden Absurditäten und Irrationalitäten betreiben. Trotzdem ist irgendeine Art Globalisierung unbedingt notwendig, schon alleine wegen der neuen Transport- und Kommunikationsweisen.

Der verstorbene Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker hat den Begriff „Welt-Innenpolitik“ geprägt – er hatte die Vision einer globalen Kultur und eines Weltstaates. Zu seiner eigenen Nachhaltigkeit würde ein solches System nämlich notwendigerweise eine lebensfähige natürliche Umwelt schützen und vier menschliche Grundbedürfnisse zu befriedigen trachten: Überleben, Wohlstand, Identität und Freiheit.

Da Gewalt eine Folge von ungelösten Konflikten ist, liegt der Schlüssel zum Überleben in der Lösung dieser Konflikte.

Um den Wohlstand der Menschen zu garantieren, müssen die materiellen Grundbedürfnisse befriedigt werden – Ernährung, Wohnen, Bekleidung, Gesundheit und Bildung. Menschen brauchen ein Einkommen zum Leben. Die Ressourcen dazu stehen zur Verfügung, das einzige Problem ist, dass sie gegenwärtig extrem ungleich verteilt sind.

Eine globale Identität verlangt nach Einheit in der Vielfalt. Sie steht für Offenheit und Respekt gegenüber der reichen Vielfalt kultureller Ausdrucksweisen. Gleichzeitig impliziert sie die Anerkennung eines gemeinsamen Zieles: des Menschen Glück. Das bedeutet ebenfalls, dass alle Weltsichten respektiert werden, die umgekehrt auch die anderen respektieren. Es wäre einfach falsch, die Kultur einer Nation allen anderen aufzudrängen. Das wäre auch nicht nachhaltig, sondern würde ständig Widerstand hervorrufen.

Freiheit bedeutet, die Wahl zu haben, das eigene Glück in den vorhandenen Kulturen und Strukturen zu finden. Freiheit fördert und regt die unbegrenzte Kreativität der Gattung Mensch an und zwar über die Reflexion gelebter kultureller Vielfalt.

Der Artikel 28 der Universellen Erklärung der Menschenrechte garantiert das Recht auf Leben in heimischen und weltweiten Strukturen, welche die Verwirklichung der Menschenrechte ermöglichen. Das heißt, dass Konfliktlösung sowohl Menschenrecht als auch Menschenpflicht ist. Das gilt auch für die Wirtschaft, die die Befriedigung materieller Grundbedürfnisse garantieren soll. Gegenwärtig verschlingt die Rettung der bankrotten Banken etwa 90 Prozent der Mittel, die Regierungen aus Steuermitteln zur Verfügung stellen. Nur 10 Prozent gehen in die Wirtschaftsförderung zur Befriedigung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung. Dieses Missverhältnis gehört dringend umgekehrt.

zum vollständigen Text

sieh auch:

Warum gibt es eigentlich kein Friedensministerium? (Juli 2010)

Dennis Kucinich und Johan Galtung im Interview mit Paul Jay von the real news

Nochmal Bradley Manning

Ergänzend zum letzten Beitrag (siehe unten im update), heute noch eine Sendung mit Glenn Greenwald zu Brandley Manning, auf democracy now!:

As WikiLeaks’ Assange Freed on Bail, Alleged Military Leaker Bradley Manning Imprisoned under Inhumane Conditions

Manning

A high court in London has upheld a decision to grant bail to WikiLeaks founder Julian Assange. But what about U.S. Army Private Bradley Manning? The Army intelligence analyst has been held for the last seven months on suspicion of leaking the massive trove of government documents to WikiLeaks. Salon.com blogger Glenn Greenwald says Manning is being held under conditions that constitute cruel and inhumane treatment—and even torture. [includes rush transcript]

[update] Julian Assanges Anwalt im Interview mit Amy Goodman

Democracy Now! Attorney: Swedish Case is a „Holding Charge“ to Get Julian Assange Extradited to U.S.

WikiLeaks founder Julian Assange remains in a London prison after Swedish authorities challenged the court’s decision to release him on bail with conditions. Assange’s attorney Mark Stephens joins us to discuss his possible extradition to Sweden for questioning on alleged sexual crimes amidst rumors the Obama administration has convened a grand jury to indict Assange in the United States. [includes rush transcript]

Fortsetztung des Interviews mit John Pilger

John Pilger: Global Support for WikiLeaks is „Rebellion“ Against U.S. Militarism, Secrecy

The award-winning investigative journalist and documentary filmmaker John Pilger is one of many high-profile public supporters of Julian Assange and his organization WikiLeaks. Pilger has attended Assange’s court proceedings in London and has offered to contribute funds for his more than $300,000 bail. Pilger’s latest film, The War You Don’t See, includes interviews with Assange. Pilger says that WikiLeaks is revolutionizing journalism and galvanizing public opinion to stand up to global elites. [includes rush transcript]

andere Beiträge zu wikileaks siehe unter: http://gheimraetinsarchive.wordpress.com/?s=wikileaks

nachtrag: noch ein link auf telepolis, hier wird berichtet, wie die USA daran arbeiten, eine Anklage gegen Assange zu konstruieren und (weil die „Honigfalle“ dafür offensichtlich bislang nicht schlagkräfig genug war- bzw. während er darin festsitzt) eine Auslieferung zu veranlassen. Man setze auf „Verschwörung“ (gegen die Verschwörer!) :

Wie aktuell berichtet wird, versuchen US-Staatsanwälte dort fieberhaft, eine Anklage zu konstruieren, deren Vorwurf auf „Verschwörung“ lautet. Dazu müsste nachgewiesen werden, dass Manning, der die Leak-Daten laut Vorwurf der US-Staatsanwaltschaft an Assange weitergegeben hat, von Assange dazu „ermutigt“ oder „unterstützt“ worden ist.

„If he did so, they believe they could charge him as a conspirator in the leak, not just as a passive recipient of the documents who then published them.“ New York Times

Dass Bradley Manning irgendwann eine Aussage, die zu einer solchen Anklage passt, abgeben könnte, erscheint nicht ganz abwegig, wenn man sich vor Augen hält, unter welchen harten Bedingungen seit mehreren Monaten eingesperrt ist. Von einem Reporter des US-Magazins Salon werden sie kurz und knapp als „unmenschlich“ bezeichnet (vgl. „The inhumane conditions of Bradley Manning’s detention“

Obwohl er niemals von einem Gericht wegen der vorgeworfenen Weitergabe der Daten verurteilt wurde, so heißt es in dem SalonBericht, sitz Manning seit sieben Monaten im Gefängnis – „unter Bedingungen, die eine grausame und unmenschliche Behandlung darstellen“. Der Bericht stützt sich auf Interviews mit Personen, die mit den Haftbedingungen Mannings vertraut sind; ein Verantwortlicher des Gefängnisses der Marines-Militärbasis in Quantico bestätigte laut Bericht die Angaben. Dort sitzt Manning seit fünf Monaten, zuvor war er zwei Monate lang in einem Militärgefängnis in Kuwait eingesperrt – die ganze Zeit über in Einzelhaft, so Salon. >>> weiter auf telepolis

Ganz üble Geschichte das. Und natürlich geht es bei all dem vor allem darum,  potentielle Whistleblower einzuschüchtern. Genau darauf zielen ja auch die Bespitzelungen von Journalisten ab, weswegen neben wikileaks, auch die neue openleaks Plattform  absolut wichtig ist!

Die Macher wollen die Dokumente nicht selber veröffentlichen, sondern einen toten Briefkasten einrichten. Andere Medien und Organisationen sollen ihn nutzen können, um anonyme Hinweise auf Missstände entgegenzunehmen, sagte Sprecher Herberg Snorrason der «Süddeutschen Zeitung».

update 2 – 17.12.2010

Fefe schlägt  Bradley Manning für den Friedensnobelpreis vor, mein Kommentar dazu bei flatter:

Leider würde ihm wohl ein Preis seine grausame Lage auch kaum versüßen. Besser fände ich, wenn die ganzen VIP-Unterstützer, die sich jetzt hinter Julian Assange (zu Recht!) stellen um ihm dieses Schicksal zu ersparen, ebenso stark für Bradley Manning machen würden! Der Mann braucht Offentlichkeit, er braucht laute Unterstützer. Es geht also darum dass die Öffentlichkeit sich, neben Assange, vor allem auch für die Whistleblower ins Zeug legt.